Konzeptstudie Umweltfreundlicher Öltanker

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Blohm+Voss Dock10 Hafen Hamburg 2.jpg
Anlage zur Ballastwasseraufbereitung
Schnitt eines Öltankers

Im Januar 2011 wurde das Konzept eines umweltfreundlichen Öltankers vorgestellt. In dieser Konzeptstudie wird der Tanker mit Flüssigerdgas angetrieben. Aufgrund der Konstruktion wird kein Ballastwasser benötigt, und die aus der Ladung austretende Gase und Dämpfe werden aufgefangen und genutzt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konzeptstudie wurde von der Klassifikationsgesellschaft Det Norske Veritas (DNV) erstellt und veröffentlicht, um den Werften und Reedern Optimierungsmaßnahmen aufzuzeigen.

Geringere Antriebsleistung und niedrigere Emissionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verglichen mit einem heute üblichen VLCC-Öltanker soll der Antrieb durch die neuartige Formgebung und Konstruktion den Einsatz von zwei Dual-Fuel-Motoren rund 20 % (g/kWh) weniger Brennstoff verbraucht und durch den Einsatz von LNG 30 % weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden. Die Hilfsdiesel zum Antrieb der Generatoren sollen wie die zwei Hauptdiesel als Dual-Fuel-Motoren mit zwei Brennstoffen (LNG und Marine Gasöl [MGO]) arbeiten. Die dafür notwendigen LNG-Brennstofftanks wurden in dieser Konzeptstudie hinten an Deck, direkt vor dem Brückenhaus angeordnet. Der Hilfskessel verwendet als Brennstoff die Ladungsdämpfe, die während der Lade- und Rückreise austreten und gesammelt werden.

Rückfahrt ohne Ballastwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der komplette Verzicht von Ballastwasser, das heutige Tanker für die Leerfahrt benötigen, soll durch eine neue V-förmige Rumpfform zur Vermeidung von Slamming-Schäden und konstruktive Tankanordnung ermöglicht werden. Die Wahl von zwei Antriebsmotoren und zwei Propellern ermöglicht kleine Propellerdurchmesser, bei der Leerfahrt wird dadurch ein Austauchen der Propeller vermieden. Da demnächst die neue Ballastwasser-Übereinkommen der IMO in Kraft tritt, lässt sich ohne den Einsatz von Ballastwasser die dann vorgeschriebene teure Ballastwasser-Aufbereitungsanlage vermeiden. Da die bisher notwendigen Ballastwassermengen, die in sogenannten „Clean Ballast Tanks“ gefahren werden, nicht unerheblich sind, werden diese Tanks eingespart. Der durch vermiedenes Ballastwasser geringere Tiefgang bei der Rückfahrt erfordert außerdem eine niedrigere Antriebsleistung, die den Treibstoffbedarf reduziert.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]