Umzug (Wohnsitzwechsel)

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Umzug eines Klaviers
Deutsche Juden packen eine Überseekiste (Berlin, 1938)

Ein Umzug ist ein Wechsel des Wohnsitzes, meist des Hauptwohnsitzes, in eine andere Wohnung oder Haus. In der Schweiz ist statt Umzug der Begriff Zügeln üblich.

Umzugskosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Wohnungswechsel sind regelmäßig Kosten bzw. Verluste verbunden, die erhebliche Beträge ausmachen können:

„Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt“

Wird Benjamin Franklin zugeschrieben[1]

Dies sind Kosten für die Wohnungssuche, Makler, zeitweise doppelte Miete, Renovierungskosten, Neuanschaffungen von Möbeln und die Umzugskosten selbst. Diese bestehen aus den Kosten für Verpackung und Transport der Möbel und des Hausrates sowie eventueller Beschädigungen und verloren gegangener Gegenstände während des Umzugs. Wichtige Kostenpositionen sind die Miete des Umzugswagens und ggf. die Beauftragung von Umzugsunternehmen oder Relocation Service.

Umzugskostenerstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sofern der Umzug beruflich veranlasst ist, erfolgt in vielen Fällen eine Umzugskostenerstattung durch den Arbeitgeber. Umgangssprachlich wird hier vom Gardinengeld gesprochen. Für Bundesbeamte, Richter und Soldaten in Deutschland richten sich die Umzugskostenerstattungen nach dem Bundesumzugskostengesetz bzw. nach den jeweiligen Landesgesetzen.

Für Mitarbeiter der freien Wirtschaft können tarifvertragliche oder einzelvertragliche Regelungen getroffen werden, ob, wann und in welchem Umfang das Unternehmen eine Umzugskostenerstattung vornehmen muss.

Bis Ende 2008 bestand die Umzugskostenbeihilfe für Arbeitslose, die eine neue Stelle an anderem Ort annahmen.

Steuerliche Behandlung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem beruflich bedingten Umzug sind die Umzugskosten als Werbungskosten steuerlich absetzbar.

Bei einem privat veranlassten Umzug sind 20 % der Lohnkosten der Möbelpacker oder des Umzugsunternehmens bis zu einem Betrag von 4.000 € als Haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar.

In besonderen Fällen (z. B. Umzug in eine behindertengerechte Wohnung nach einem Unfall) sind Umzugskosten auch als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen.

Umzugskostenerstattung sind auf Unternehmensseite typischerweise abzugsfähige Betriebsausgaben, wenn der Umzug des Arbeitnehmers beruflich bedingt war.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 zogen in Deutschland 9,4 Millionen Personen bzw. 5,9 Millionen Haushalte um. Die Umzugsquote, also der Anteil derjenigen Bürger über 18 Jahren an der Gesamtbevölkerung über 18 Jahre, die in diesem Jahr umzogen, beträgt ca. 14 %. Im Durchschnitt zieht jeder Deutsche alle 7 Jahre um.

Bei ca. 15 % der Umziehenden liegt der Grund im beruflichen Bereich, etwa 16 % ziehen mit einem Partner zusammen und 47 % wollen sich in Bezug auf die Wohnverhältnisse verbessern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiktionary