Unbezähmbare Angélique

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Filmdaten
Deutscher TitelUnbezähmbare Angélique
OriginaltitelIndomptable Angélique
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1967
Länge80 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieBernard Borderie
DrehbuchBernard Borderie
Pascal Jardin
Francis Cosne
ProduktionFrancis Cosne
François Chavane
MusikMichel Magne
KameraHenri Persin
SchnittChristian Gaudin
Besetzung

Unbezähmbare Angélique ist ein Spielfilm des Regisseurs Bernard Borderie aus dem Jahr 1967. Er entstand als französisch-deutsch-italienische Koproduktion. Der Film ist der vierte Teil der Filmreihe nach den Romanvorlagen Angélique von Anne Golon.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angélique hat von König Ludwig XIV. erfahren, dass ihr erster Ehemann, Jeoffrey de Peyrac, noch lebt und nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Sie fährt mit Meister Savary gegen den Willen des Königs in den Süden Frankreichs. Dort erpresst sie den Herzog de Vivonne, dass er sie mit dem Schiff mitnimmt, ansonsten würde sie erzählen, dass Vivonnes Schwester, Madame de Montespan, Verbindungen zu okkultistischen Kreisen hat.

Auf Sardinien wird das Schiff vom Rescator angegriffen, ein Pirat, der alle Schiffe des französischen Königs kapert. Angélique weiß nicht, dass es sich bei dem maskierten Piraten in Wirklichkeit um Jeoffrey handelt und springt ins Wasser, um entfliehen zu können. Meister Savary wird vom Rescator gerettet und offenbart ihm kurz bevor er stirbt, dass sich auf dem gekaperten Schiff Angélique befunden hatte.

Unterdessen wird Angélique von d’Escrainville aufgegriffen, ein Edelmann, der wegen einer Frau verbannt wurde und sich nun an allen Frauen rächt. Er vergewaltigt Angélique und sperrt sie auf seinem Schiff zu verurteilten Piraten. Ein Mann von d’Escrainvilles Besatzung schlägt vor, Angélique als Sklavin zu verkaufen, weil sie eine hohe Summe bringen würde. Unterdessen kommt Jeoffrey an Bord und bietet d’Escrainville an, Angélique freizukaufen. Da aber dieser Jeoffrey hasst, sagt er ihm, dass er Angélique nie gesehen hätte. Stattdessen bringt er sie später auf einen Sklavenmarkt. Dort wird Angélique für eine hohe Summe ersteigert. Sie begibt sich in ihr Schicksal. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Käufer ein Bote von Jeoffrey ist, der sie zu ihm auf sein Schloss bringt. Dort sind beide endlich wieder vereint. Aber d’Escrainville rächt sich, legt Feuer auf Jeoffreys Schiff und entführt Angélique.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erzählt nur den ersten Teil der Romanvorlage Unbezähmbare Angélique. Während im Buch auch die Gefangenschaft Angéliques im Harem und die anschließende Flucht erzählt wird, zeigt der Film nur die Suche nach Jeoffrey de Peyrac. Die Fortsetzung der Handlung des Romans wird erst in Angélique und der Sultan, dem nächsten Teil der Filmreihe, gezeigt. Eine weitere Abweichung vom Roman ist, dass sich der Rescator nicht sofort als Jeoffrey zu erkennen gibt, sondern erst in Band 6 Angélique und Ihre Liebe.

Nach einer Veröffentlichung auf VHS-Video sind die Filme der Angélique-Reihe seit 2007 in der französischen Originalversion und seit 2012 auch in einer fünfteiligen DVD/Blu-Ray-Box auf Deutsch enthalten.

Nach den Romanen von Anne Golon entstanden auch die türkischen Filme Anjelik Osmanli saraylarinda (1967) und Anjelik ve Deli Ibrahim (1968).

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Phantasie der Drehbuchautoren war in diesem vierten Teil der Serie unbezähmbar. Aber Rücksichtnahme auf historische Authentizität wäre vielleicht auch zu viel verlangt. Fazit: Treibholz auf dem Meer der Leidenschaft“

„Auch der vierte Teil der profillosen Romanverfilmung bringt keine Vertiefung des Stoffes, dagegen eine gehäufte Darstellung von brutalen und zum Teil scheußlichen Aktionen. Wertlos und für Jugendliche wie Erwachsene in jeder Hinsicht überflüssig.“

Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 557/1967

Weitere Filme der Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. cinema.de