Underslung-Bauart

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Beispiel für Underslung-Blattfeder an der Hinterachse
Underslung-Rahmen, die Blattfedern sind über der Vorderachse montiert
Underslung-Rahmen an der Hinterachse, auch die Feder ist unter der Achse eingebaut (neben dem Rahmen sichtbar)

Der Begriff wird in der Fahrzeugtechnik bei der Beschreibung von Fahrwerken benutzt. Underslung kommt aus dem Englischen und bedeutet: unterbaut, hängend. Zum Beispiel werden Underslung-Blattfedern verwendet, um eine Fahrzeug-Karosserie tiefer anzubringen[1] und den Fahrzeugschwerpunkt zu senken[1], was jedoch die Bodenfreiheit verringert. Dabei werden die Achskörper auf der Oberseite der Federpakete befestigt. Bei den frühen Personenkraftwagen waren die Achskörper von unten an der Feder verschraubt. An der Hinterachse waren die Federn unterhalb des Rahmens, und die Achse an der Oberseite der Feder befestigt.

Der Name "Underslung" wurde von der US-amerikanischen American Motor Car Company in Indianapolis für das Automobilmodell American Underslung benutzt, das in den Modelljahren 1905 bis 1914 hergestellt und bei dem der Rahmen vorne und hinten unter der Achse verlief. Um eine angemessene Bodenfreiheit zu erreichen, waren die Räder relativ groß.[1] Außerdem verwendete Stabilia bereits 1907 oder 1908 Underslung-Rahmen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Linz und Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Linz und Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie.