Undo

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Undo (englisch für zurücknehmen, rückgängig machen) bzw. Rückgängig (machen), Zurücknehmen oder Zurücknahme bezeichnet die Funktion von Anwendungsprogrammen, mit der eine oder mehrere Aktionen zurückgenommen werden können. Je nach Umfang der Anwendung kann die Undo-Möglichkeit von der Rücknahme der letzten Aktion bis zur Rücknahme sämtlicher Arbeitsschritte reichen. Die Undo-Funktion ist oft mit einer Redo-Funktion kombiniert, die ein vorangehendes Undo aufhebt.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Undo-Funktion wurde erstmals von den IBM-Mitarbeitern Lance A. Miller und John C. Thomas in ihrem 1977 veröffentlichten Aufsatz Behavioral Issues in the Use of Interactive Systems (Verhaltensfragen bei der Nutzung interaktiver Systeme) vorgeschlagen. Sie bemerkten, dass es ziemlich nützlich wäre, wenn Nutzer zumindest den letzten Befehl „zurücknehmen“ könnten (indem sie einen speziellen „Undo“-Befehl ausführen).[1] Programmierer des Forschungszentrums Xerox PARC belegten die Tastenkombination Control + Z mit einem Undo-Befehl. In dieser Form wurde der Befehl schnell ein unverzichtbarer Bestandteil von Editoren und Textverarbeitungsprogrammen auf Personalcomputern. In den 1980er Jahren wurden mehrstufige Undo-Befehle eingeführt.[2]

Umsetzung[Bearbeiten]

Die Bereitstellung einer Undo-Funktion setzt das Vorhandensein einer zumindest rudimentären Form der Versionsverwaltung voraus. Die Undo/Redo-Funktionalität kann mittels des Kommando-Entwurfsmusters implementiert werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lance A. Miller, John C. Thomas Jr.: Behavioral issues in the use of interactive systems. In: International Journal of Man-Machine Studies. 9, Nr. 5, September 1977, S. 509-536. doi:10.1016/S0020-7373(77)80002-3.
  2. Ben Zimmer: The Age of Undoing. New York Times. 15. September 2009. Abgerufen am 27. Dezember 2010.