Unfallkrankenhaus Berlin

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Unfallkrankenhaus Berlin
Trägerschaft BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH
Ort Berlin, DeutschlandDeutschland Deutschland
Koordinaten 52° 31′ 8,6″ N, 13° 33′ 56,6″ OKoordinaten: 52° 31′ 8,6″ N, 13° 33′ 56,6″ O
Geschäftsführer Hubert Erhard, Axel Ekkernkamp
Fachgebiete siehe Medizinisches Spektrum
Gründung 1997
Website www.ukb.de

Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) ist eine berufsgenossenschaftliche Unfallklinik im Berliner Ortsteil Biesdorf des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Vorrangig dient es der Behandlung von Unfallverletzten und Notfallpatienten aus dem Raum Berlin-Brandenburg.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unfallkrankenhaus Berlin ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin an nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt und kooperiert eng mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Die Klinik ist ein Schwerpunktkrankenhaus mit mehr als 600 Betten, 25 Fachbereichen und Abteilungen, 20 Stationen und einer Aufnahmestation sowie 15 Operationssälen. Jährlich werden rund 100.000 Patienten behandelt (Stand 2016).[1]

Bis Ende 2013 entstand am Blumberger Damm ein Klinikanbau für weitere drei Fachrichtungen des Unfallkrankenhauses (in der folgenden Übersicht mit (*) gekennzeichnet).[2] Zusätzlich übernahm die Klinikleitung die meisten früheren Gebäude des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses und nutzt diese für ihre Verwaltung. Im Jahr 2015 gab es auf dem Gelände nur noch drei Häuser für Bereiche des Vivantes Klinikums.

Medizinisches Spektrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptzufahrt
Situationsdarstellung im Herbst 2015. Die Ziffern bezeichnen die historischen Bauten auf dem Gelände. Der ukb-Hauptbau befindet sich auf der linken Seite und trägt die Buchstaben A, B, C, D, E, F
  • Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie
  • Zentrum für Schwerbrandverletzte mit Plastischer Chirurgie
  • Behandlungszentrum für Rückenmarkverletzte
  • Klinik für Urologie und Neuro-Urologie
  • Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Klinik für Neurochirurgie (*)
  • Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (*)
  • Klinik für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde (*)
  • Klinik für Innere Medizin
  • Klinik für Neurologie mit Stroke Unit und Frührehabilitation
  • Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
  • Zentrum für Sportmedizin
  • Zentrum für Klinische Forschung
  • Zentrum für spezialisierte rehabilitative Medizin
  • Zentrum für neurovaskuläre Diagnostik und Therapie
  • Zentrum für Notfalltraining
  • Psychotraumatologie
  • Institut für Laboratoriumsmedizin
  • Institut für Radiologie
  • Institut für Pathologie
  • Zentralapotheke

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. November 1893 wurde im Bereich Wuhletal die Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei Biesdorf eröffnet. Dies war eine außerhalb der Berliner Stadtgrenze angelegte Psychiatrische Klinik, die über einen Eisenbahnanschluss der ehemaligen Königlichen Ostbahn verfügte. Nach den Erkenntnissen des Arztes Wilhelm Griesinger sollten Geisteskranke vor allem durch Arbeitstherapie und Erholungsmöglichkeiten in großen Parks genesen können, die Vorschläge führten zur Einrichtung von Werkstätten, landwirtschaftlichen Nutzflächen, Tierunterkünften und einem autarken Versorgungssystem (Trink- und Abwasser, Energieversorgung, Heizung).

Nach der Erstbebauung wurden in mehreren Etappen Erweiterungsbauten vorgenommen. Gegen 1940 waren 44 Einzelgebäude einschließlich einer Krankenhauskirche vorhanden. Außerdem befand sich auf der Fläche ein Wohngebiet für die Angestellten der Klinik (Landhausring).

Das Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus, 1968 so benannt, steht aufgrund seiner Architektur, der Einordnung der Gebäude in den Landschaftsraum Wuhletal sowie der großzügigen Gestaltung der Park- und Freianlagen seit 1989 unter Denkmalschutz.[3] 1997 übernahm das Vivantes Klinikum Kaulsdorf das Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus und gab zwischen 1997 und 2009 das Areal in Biesdorf schrittweise an das Unfallkrankenhaus Berlin ab.

Seit 1997: UKB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unfallkrankenhaus Berlin wurde am 3. September 1997 in gemeinsamer Trägerschaft des Landes Berlin und gewerblicher Berufsgenossenschaften eröffnet. Zum 1. Juli 2003 zog sich das Land Berlin aus der Trägerschaft zurück, so dass die gewerblichen Berufsgenossenschaften – zusammengefasst im gemeinnützigen Verein Unfallkrankenhaus Berlin Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Berlin e. V. – zum alleinigen Träger wurden. Im Jahre 2016 wurde die Klinik in den Konzern BG Kliniken – Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH überführt.

Gebäude und Struktur des Hauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intensivtransporthubschrauber Christoph Berlin auf dem Dach des Unfallkrankenhauses

Das Hauptgebäude des UKB ist ein Nord-Süd-Längsbau mit vier Querriegeln. Die östlichen Gebäudeteile sind untereinander in der Höhe und niveaugleich verbunden, die westlichen ebenfalls. Die westlichen und östlichen Trakte können jedoch nur über das Erdgeschoss und den hier verlaufenden Zentralgang erreicht werden.

Das Bauensemble entstand nach Entwürfen des Architekturbüros Karl Schmücker und Partner und wurde 1997 in Betrieb genommen. Bauherr war der Hauptverband der Gewerblichen Berufsgenossenschaften e. G. im Land Berlin.[4]

Am 1. Oktober 2014 wurde ein neu errichtetes Gebäude an der Ecke Warener Straße/Blumberger Damm direkt neben dem UKB eröffnet. Das Gesundheitszentrum am ukb bietet auf einer Nutzfläche von 10.000 m² eine Poliklinik, ein Therapiezentrum, Arztpraxen, eine Abnehmakademie sowie zahlreiche Dienstleistungsangebote aus dem Gesundheitsbereich (Apotheke, Hörgeräteakustiker, Podologie).[5]

Die historischen Gebäude des früheren Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses (bis auf zwei Häuser; Stand August 2015) hat die Direktion des Unfallkrankenhauses schrittweise vom Vivantes Klinikum Kaulsdorf übernommen. In einigen sind Dienstleister des Unfallkrankenhauses untergebracht wie die kaufmännische Leitung, die Informationstechnologie, ein Gästehaus und ein Kulturkindergarten. Der frühere Verwaltungskomplex des Griesinger-Krankenhauses konnte an einen Investor (Arcadia) verkauft werden, der hier 32 Eigentumswohnungen errichtet.[6]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der großen Parkfläche und im östlichen Zugang des Haupthauses gibt es Springbrunnen. Den langen Zentralgang schmücken einige moderne Kunstwerke, die gedanklich mit einem Krankenhaus zusammenhängen. Außerdem gibt es hier eine Fotoausstellung und wechselnde Gemäldeausstellungen. In den meisten Stationen sind gute Reproduktionen bekannter Kunstwerke wie van Gogh (Sonnenblumen) oder Renoir (Seerosenanlage) auf den Gängen zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unfallkrankenhaus Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten
  2. Pressemitteilung vom 21. Februar 2012.
  3. Berliner Denkmaldatenbank: Gebäude des Krankenhauses
  4. Informationen zu den Architekten und zum Bauauftraggeber laut der im Boden vor dem Haupteingang eingelassenen Gedenktafel.
  5. Übersicht zum Gesundheitszentrum am ukb; abgerufen am 20. August 2015.
  6. Laut einem Bauschild auf dem Gelände an der Kirschallee, August 2015: „Hier entstehen 32 hochwertige Eigentumswohnungen“.