Ungarische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der ungarischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Ungarische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Ungarn
Magyarország
Hungarian Football Federation.svg
Verband Magyar Labdarúgó Szövetség
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Pál Dárdai
Co-Trainer Imre Szabics, Tibor Nyilasi
Kapitän Balázs Dzsudzsák
Rekordtorschütze Ferenc Puskás (84)
Rekordspieler József Bozsik (101)
Heimstadion Puskás Ferenc Stadion
FIFA-Code HUN
FIFA-Rang 42. (685 Punkte)
(Stand: 4. Juni 2015)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich 5:0 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Wien, Österreich; 12. Oktober 1902)
Höchste Siege
Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich Russland 0:12 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Moskau, Russland; 14. Juli 1912)
Ungarn 1918Ungarn Ungarn 13:1 Frankreich FrankreichFrankreich
(Budapest, Ungarn; 12. Juni 1926)
Albanien 1946Sozialistische Volksrepublik Albanien Albanien 0:12 Ungarn Ungarn 1949Ungarn
Höchste Niederlage
NiederlandeNiederlande Niederlande 8:1 Ungarn UngarnUngarn
(Amsterdam, Niederlande; 11. Oktober 2013)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 9 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Zweiter Platz 1938, 1954
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Dritter Platz 1964
Olympische Spiele
Gold 1952
Bronze 1960
Gold 1964
Gold 1968
Silber 1972
(Stand: 13. Oktober 2013)

Die ungarische Fußballnationalmannschaft wird organisatorisch vom ungarischen Fußballverband (ungarisch Magyar Labdarúgó Szövetség) betreut. Sie stand 1938 und 1954 im Weltmeisterschafts-Finale.

Geschichte[Bearbeiten]

Kumulierte Siegquote der Ungarischen Nationalmannschaft

Anfänge[Bearbeiten]

Das Spiel gegen Österreich in Wien am 12. Oktober 1902 war das erste Länderspiel, das zwischen zwei nicht-britischen europäischen Gegnern ausgetragen wurde. Dieses Duell fand bisher über 100 Neuauflagen, lediglich das Duell Argentinien-Uruguay fand öfter statt.

Durch eine sehr frühe Professionalisierung der ungarischen Fußballliga bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts als eines der ersten Länder Kontinentaleuropas errang der ungarische Fußball in Europa eine führende Stellung in der Zeit zwischen den 30er und 60er Jahren. Dies zeigte sich bereits bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich, als man sich spielerisch leicht mit 13:1 Toren ins Finale spielte, dort jedoch dem amtierenden Weltmeister Italien mit 2:4 unterlag.

Goldene Elf[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die ungarische Elf, die sogenannte goldene Elf (Aranycsapat) den Weltfußball. 1949 war Gusztáv Sebes zum Nationaltrainer Ungarns ernannt worden. Um Kapitän Ferenc Puskás formte er die Nationalmannschaft zur besten ungarischen Mannschaft, die es je gab. Die Aufstellung des Teams war in Fach- und Fankreisen ganz Europas bekannt: Grosics, Buzánszky, Lóránt, Lantos, Bozsik, Zakariás, Budai, Kocsis, Hidegkuti, Puskás, Czibor. Ungarn war so u. a. auch die erste nicht-britische Nationalmannschaft, die England auf englischem Boden bezwang. Dies geschah am 25. November 1953 in Wembley mit einem so nicht erwarteten 6:3. Dieses Spiel wird in Ungarn auch heute noch als „Jahrhundertspiel“ angesehen. Im Folgejahr wurde England erneut bezwungen, diesmal 7:1 in Budapest. Dies ist bis dato Englands höchste Niederlage. Vom 14. Mai 1950 bis 4. Juli 1954 blieb die ungarische Nationalmannschaft in 31 offiziellen Länderspielen in Folge ungeschlagen, bis sie im WM-Endspiel Deutschland unterlag. Dieser Rekord wurde erst fast vierzig Jahre später von Argentinien eingestellt, dem 1991 bis 1993 auch eine Serie von 31 ungeschlagenen Länderspielen gelang. Auch nach der Niederlage 1954 blieb Ungarn zwei Jahre lang ungeschlagen.

Ausgelöst durch den Volksaufstand von 1956 gegen die sowjetische Dominanz in Ungarn und die sich anschließende Flucht vieler Stars des ungarischen Fußballs ins Ausland wurde ein spürbarer Verfall ausgelöst. Der ungarische Fußball erholte sich nie wieder von diesem Ereignis.

Nach 1956[Bearbeiten]

Bei den Weltmeisterschaften 1962 in Chile und 1966 in England konnte eine den Stars der Goldenen Mannschaft der 50er Jahre nacheifernde junge ungarische Fußballergeneration mit teilweise herausragenden Leistungen noch zweimal das Viertelfinale der WM und einen dritten Platz bei den Europameisterschaften 1964 erreichen. So schaltete man beispielsweise 1966 bei der WM in England den ansonsten zwischen 1958 und 1970 mit drei WM-Titeln dominierenden Gegner Brasilien trotz so herausragender gegnerischer Spieler wie Garrincha, Tostão, Gilmar, Djalma Santos oder Jairzinho mit einem 3:1-Sieg aus. Ungarn gewann in dieser Zeit bei den in den kommunistischen Ländern sehr bedeutsamen olympischen Fußballturnieren 1952, 1964, und 1968 olympisches Gold. Ein letzter größerer Erfolg konnte mit einem vierten Platz bei der Europameisterschaft 1972 gefeiert werden. Seither versucht die ungarische Fußballnationalmannschaft jedoch vergeblich, an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.

Heute ist Ungarn ein weniger gefürchteter Gegner, der seit 1986 keine WM-Endrunde mehr erreichen konnte, sowie seit 1972 keine EM-Endrunde. So verloren sie 2006 beispielsweise während der Qualifikation zur EM 2008 1:2 gegen Malta. Am 22. August 2007 besiegte die Mannschaft jedoch überraschend Weltmeister Italien 3:1 in einem Freundschaftsspiel im Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest.

Das Ziel Ungarns bei den Qualifikationsspielen zur WM 2010 war, sich erstmals seit der WM 1986 in Mexiko wieder für eine WM zu qualifizieren. Um dieses Ziel auch zu erreichen, hatte Ungarn Erwin Koeman als Nationaltrainer verpflichtet. Ungarn wurden jedoch mit Portugal, Schweden und Dänemark drei starke Gegner zugelost, gegen die sie sich letztlich nicht durchsetzen konnten.

Im September 2011 erreichte Ungarn mit Platz 27 die bisher beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste.[2]

Nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 unter Sándor Egervári wurde Attila Pintér im Dezember 2013 neuer Nationaltrainer. Er sollte die Mannschaft in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 führen.[3] Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Nordirland wurde Pintér aber bereits entlassen. Interimsnachfolger ist Pál Dárdai.[4] Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass Dárdai - neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U-15 von Hertha BSC - sein Engagement als ungarischer Nationaltrainer bis November 2015 ausweitet und somit die komplette restliche EM-Qualifikation die ungarische Fußballnationalmannschaft betreuen wird.[5]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Folgende Spieler wurden von Interimstrainer Pál Dárdai für das EM-Qualifikationsspiel am 29. März 2015 gegen Griechenland berufen.

Trikot-
Nr.
Name Verein Geburts-
datum
Länderspiel-
einsätze
Länderspiel-
tore
Debüt
Torhüter
- Gábor Király EnglandEngland FC Fulham 1. April 1976 000000000000093.000000000093 000000000000000.00000000000 gg. OsterreichÖsterreich Österreich, 25. März 1998
- Ádám Bogdán EnglandEngland Bolton Wanderers 27. September 1987 000000000000019.000000000019 000000000000000.00000000000 gg. LuxemburgLuxemburg Luxemburg, 3. Juni 2011
- Dénes Dibusz UngarnUngarn Ferencváros Budapest 16. November 1990 000000000000002.00000000002 000000000000000.00000000000 gg. FaroerFäröer Färöer, 14. Oktober 2014
Abwehr
- Ádám Lang UngarnUngarn Györi ETO FC 17. Januar 1993 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 gg. DanemarkDänemark Dänemark, 22. Mai 2014
- Tamás Kádár PolenPolen Lech Posen 14. März 1990 000000000000021.000000000021 000000000000000.00000000000 gg. LitauenLitauen Litauen, 17. November 2010
- Attila Fiola UngarnUngarn Puskás Akadémia FC 17. Februar 1990 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 gg. FaroerFäröer Färöer, 14. Oktober 2014
- Leandro Zypern RepublikRepublik Zypern Omonia Nikosia 19. März 1982 000000000000012.000000000012 000000000000000.00000000000 gg. China VolksrepublikVolksrepublik China China, 1. Juni 2004
- Roland Juhász UngarnUngarn Videoton FC 1. Juli 1983 000000000000086.000000000086 000000000000006.00000000006 gg. JapanJapan Japan, 25. April 2004
- Richárd Guzmics PolenPolen Wisła Krakau 16. April 1987 000000000000007.00000000007 000000000000000.00000000000 gg. NorwegenNorwegen Norwegen, 14. November 2012
- Roland Szolnoki UngarnUngarn Videoton FC 21. Januar 1992 000000000000000.00000000000 000000000000000.00000000000 -
Mittelfeld
- Ákos Elek China VolksrepublikVolksrepublik China Changchun Yatai F.C. 21. Juli 1988 000000000000032.000000000032 000000000000001.00000000001 gg. NiederlandeNiederlande Niederlande, 5. Juni 2010
- Balázs Dzsudzsák RusslandRussland Dinamo Moskau 23. Dezember 1986 000000000000067.000000000067 000000000000016.000000000016 gg. GriechenlandGriechenland Griechenland, 2. Juni 2007
- Daniel Tőzsér EnglandEngland FC Watford 12. Mai 1985 000000000000027.000000000027 000000000000001.00000000001 gg. MexikoMexiko Mexiko, 15. Dezember 2005
- Zoltán Gera UngarnUngarn Ferencváros Budapest 22. April 1979 000000000000081.000000000081 000000000000024.000000000024 gg. SchweizSchweiz Schweiz, 13. Februar 2002
- Zoltán Stieber DeutschlandDeutschland Hamburger SV 16. Oktober 1988 000000000000007.00000000007 000000000000000.00000000000 gg. SchwedenSchweden Schweden, 2. September 2011
- Tamás Hajnal UngarnUngarn Ferencváros Budapest 15. März 1981 000000000000059.000000000059 000000000000007.00000000007 gg. SchwedenSchweden Schweden, 9. Oktober 2004
- Vladimir Koman UngarnUngarn Diósgyőri VTK 16. März 1989 000000000000036.000000000036 000000000000007.00000000007 gg. MoldawienMoldawien Moldawien, 7. September 2010
- Ádám Pintér GriechenlandGriechenland Levadiakos 12. Juni 1988 000000000000018.000000000018 000000000000000.00000000000 gg. FinnlandFinnland Finnland, 12. Oktober 2010
- Krisztián Simon DeutschlandDeutschland TSV 1860 München 10. Juni 1991 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 gg. KasachstanKasachstan Kasachstan, 7. Juni 2014
Angriff
- Ádám Szalai DeutschlandDeutschland TSG 1899 Hoffenheim 9. Dezember 1987 000000000000024.000000000024 000000000000008.00000000008 gg. IsraelIsrael Israel, 11. Februar 2009
- Nemanja Nikolić UngarnUngarn Videoton FC 31. Dezember 1987 000000000000011.000000000011 000000000000002.00000000002 gg. NiederlandeNiederlande Niederlande, 11. Oktober 2013
- Tamás Priskin UngarnUngarn Györi ETO FC 27. September 1986 000000000000047.000000000047 000000000000015.000000000015 gg. ArgentinienArgentinien Argentinien, 17. August 2005
- Roland Varga UngarnUngarn Ferencváros Budapest 23. Januar 1990 000000000000003.00000000003 000000000000002.00000000002 gg. DanemarkDänemark Dänemark, 22. Mai 2014

Erfolge[Bearbeiten]

Teilnahme Ungarns an der Fußball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[6] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien Viertelfinale Österreich 6. Nádas, ÖdönÖdön Nádas
1938 Frankreich Finale Italien Vizeweltmeister Schaffer, AlfrédAlfréd Schaffer
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz Finale Deutschland Vizeweltmeister Sebes, GusztávGusztáv Sebes Wunder von Bern
Sándor Kocsis Torschützenkönig
1958 Schweden Vorrunde Schweden, Wales, Mexiko 10 Baróti, LajosLajos Baróti Im Entscheidungsspiel an Wales gescheitert
1962 Chile Viertelfinale Tschechoslowakei 5 Baróti, LajosLajos Baróti Flórián Albert erzielt ebenso wie 5 andere Spieler die meisten Tore (je 4)
1966 England Viertelfinale UdSSR 6 Baróti, LajosLajos Baróti
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Tschechoslowakei gescheitert
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden gescheitert
1978 Argentinien Vorrunde Argentinien, Italien, Frankreich 15 Baróti, LajosLajos Baróti
1982 Spanien Vorrunde El Salvador, Argentinien, Belgien 14 Mészöly, KálmánKálmán Mészöly Das 10:1 gegen El Salvador ist der höchste Sieg bei einer Männer-WM
1986 Mexiko Vorrunde UdSSR, Kanada, Frankreich 18 Mezey, GyörgyGyörgy Mezey
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Irland gescheitert
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und Russland gescheitert
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Norwegen und in der Relegation an Jugoslawien gescheitert
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Rumänien gescheitert
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Kroatien gescheitert
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Portugal gescheitert
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Rumänien gescheitert.

Teilnahme Ungarns am Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften[Bearbeiten]

Teilnahme Ungarns an der Fußball-Europameisterschaft[Bearbeiten]

Ungarn erreichte zweimal die Endrunde mit vier Teilnehmern, konnte sich aber noch nie für eine Endrunde mit acht oder 16 Teilnehmern qualifizieren.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht qualifiziert Im Achtelfinale am späteren Europameister UdSSR gescheitert.
1964 Spanien Spiel um Platz 3 Dänemark Dritter Im Halbfinale verlor Ungarn erst in der Verlängerung gegen den Gastgeber und späteren Europameister Spanien
1968 Italien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am späteren Vierten UdSSR gescheitert.
1972 Belgien Spiel um Platz 3 Belgien Vierter Im Halbfinale scheiterte Ungarn erneut an der UdSSR
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Wales gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland gescheitert
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark gescheitert
1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Niederlande gescheitert
1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an der UdSSR gescheitert.
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und der Türkei gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Lettland gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und der Türkei gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Schweden gescheitert.
2016 Frankreich In der Qualifikation trifft Ungarn auf Griechenland, Rumänien, Finnland, Nordirland und erstmals auf die Färöer

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen[Bearbeiten]

1908 in London zurückgezogen
1912 in Stockholm Viertelfinale, Sieger der Trostrunde
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen
1924 in Paris Achtelfinale
1928 in Amsterdam nicht teilgenommen
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki Olympiasieger
1956 in Melbourne nach Qualifikation abgesagt
1960 in Rom Dritter
1964 in Tokio Olympiasieger
1968 in Mexiko-Stadt Olympiasieger
1972 in München Zweiter
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert

Rekorde und berühmte Spiele[Bearbeiten]

  • 4 Jahre ungeschlagen (1950–1954). Beim „Wunder von Bern“ (WM-Finale 1954) war Deutschland die erste Mannschaft, die Ungarn seit 1950 schlagen konnte.
  • Höchster WM-Sieg aller Zeiten beim 10:1 gegen El Salvador bei der WM 1982 (höchste Niederlage für El Salvador)
  • 25. November 1953: Ungarn gelingt als erster nichtbritischen Mannschaft in England ein Sieg gegen England (6:3).
  • 23. Mai 1954: Mit 1:7 verliert England in Budapest gegen Ungarn, bis dato die höchste Niederlage Englands.
  • Ferner haben folgende Länder ihre höchsten Niederlagen gegen Ungarn erlitten:

Rekordspieler[Bearbeiten]

Ferenc Puskás und sein Vorgänger Imre Schlosser waren mit 81 bis 85 bzw. 42 bis 68 Länderspielen nicht nur ungarische Rekordnationalspieler, sondern auch Weltrekordhalter.

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele OL-Spiele Rekord-
nationalspieler
01. József Bozsik 101[7] 11 Mittelfeld 1947–1962 8 5 seit 22. Dezember 1957
02. László Fazekas 92 24 Angriff 1947–1962 4
03. Gábor Király 90 0 Tor 1998–0000
04. Gyula Grosics 86[7] 0 Tor 1947–1962 11 5
05. Ferenc Puskás 85[7] 84 Angriff 1945–1956 3 5 29. Mai 1955 bis 22. Dezember 1957
06. Imre Garaba 82 3 Abwehr 1980–1991 6
07. Sándor Mátrai 81 0 Abwehr 1956–1967 12
08. Ferenc Sipos 77 1 Abwehr 1957–1967 12
09. László Balint 76[8] 4 Abwehr 1972–1982 3 3
Ferenc Bene 76 36 Angriff 1962–1979 4

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Ungarn besitzt zusammen mit Brasilien die meisten Spieler, die mindestens 50 Länderspieltore erzielt haben. Nur Ali Daei (109) erzielte mehr Länderspieltore als Ferenc Puskás, der am 25. November 1953 beim 6:3-Sieg der Goldenen Elf gegen England Imre Schlosser als ungarischer Rekordtorschütze und damit bester Torschütze der Welt ablöste. Erst am 28. November 2003 überbot Ali Daei Puskás' Rekord.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-Tore OL-Tore
01. Ferenc Puskás 84 85[7] 0,98 1945–1956 4 4
02. Sándor Kocsis 75 68[7] 1,10 1948–1956 11 6
03. Imre Schlosser 59 68 0,87 1906–1927 4
04. Lajos Tichy 51 72 0,71 1955–1971 7
05. György Sárosi 42 62 0,68 1931–1943 6
06. Nándor Hidegkuti 39 69[9] 0,57 1945–1958 4 1
07. Ferenc Bene 36 76 0,47 1962–1979 4
08. Gyula Zsengellér 32 32 0,82 1936–1947 5
Tibor Nyilasi 32 70 0,46 1975–1985 2
10. Flórián Albert 31 75 0,41 1966–1972 4

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ungarische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Juni 2015. Abgerufen am 4. Juni 2015
  2. FIFA.com: Spanien kehrt zurück an die Spitze
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEM 2016: Pinter übernimmt das Ruder in Ungarn, Pankratjevas in Litauen. em2016-frankreich.net, 3. Januar 2014. Abgerufen am 3. Januar 2014.
  4. kicker.de: Pinter entlassen - Dardai wird Ungarns Interimstrainer (18. September 2014)
  5. Pal Dardai bleibt Trainer der ungarischen Nationalelf, Offizielle Internetpräsenz von Hertha BSC, abgerufen und veröffentlicht am 9. Dezember 2014
  6. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2010 (PDF; 200 kB)
  7. a b c d e Von der FIFA werden die fünf Spiele bei den Olympischen Spieklen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, die beiden anderen gegen Amateurmannschaften (Italien und Türkei)
  8. Von der FIFA werden die drei Spiele bei den Olympischen Spieklen 1972 und ein Qualifikationsspiel zu den Olympischen Spielen 1976 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele, da sie gegen A-Nationalmannschaften (Dänemark, Polen, DDR und Bulgarien) stattfanden.
  9. Von der FIFA werden die vier Spiele bei den Olympischen Spielen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, das andere gegen eine Amateurmannschaft (Italien)