Ungenach

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Ungenach
Wappen von Ungenach
Ungenach (Österreich)
Ungenach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 14,43 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 13° 37′ O48.047513.613333333333486Koordinaten: 48° 2′ 51″ N, 13° 36′ 48″ O
Höhe: 486 m ü. A.
Einwohner: 1.443 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 100 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4841
Vorwahl: 07672
Gemeindekennziffer: 4 17 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ungenach 33
4841 Ungenach
Website: www.ungenach.at
Politik
Bürgermeister: Johann Hippmair (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
14 ÖVP, 2 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Gemeinde Ungenach im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Ungenach im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ungenach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1443 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten]

Ungenach liegt auf 486 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,8 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 14,3 km². 13,3 % der Fläche sind bewaldet, 78,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gliederung[Bearbeiten]

Ortschaften der Gemeinde sind: Ainwalding, Billichsedt, Dornet, Engelsheim, Grillmoos, Haag, Hocheck, Hochmoos, Jocheredt, Kellner, Kirchholz, Kochberg, Kronberg, Mösl, Mittereinwald, Mitterschlag, Natternberg, Obereinwald, Oberleim, Pohn, Pohnedt, Rametsberg, Reichering, Ungenach, Unterleim, Vorderschlag, Zahnhof, Zehentpoint.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Grün eine silberne, schräglinke Wellenleiste; oben eine goldene Sonne mit Flammenstrahlen, unten eine goldene Unke. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

Das 1980 verliehene Wappen symbolisiert mit Unke und Wellenleiste als redendes Wappen den Ortsnamen, der von mhd. ŭnc (Unke, Natter, Schlange) und ahe (fließendes Wasser, Ache) abgeleitet wird. Die grüne Farbe und die Sonne verweisen auf den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Entscheidend wurde für das Ungenacher Gebiet - wie für die ganze Gegend – die Besiedelung durch den germanischen Stamm der Bajuwaren im 7. und 8. Jahrhundert. Mehrere Ortschaften, vor allem die auf „-ing“ enden, wie Reichering, Heizing usw. gehen auf diese erste Besiedelungswelle zurück.

Der Name Ainwalding eher nicht, diese Ortschaftsbezeichnung dürfte von einem Eigennamen abgeleitet sein.

Im Jahr 748 wird im Mondseer Traditionsbuch ein ‚Abraham‘ erwähnt. Dieser könnte ident sein mit dem Hausnamen „Abraham“ in der Ortschaft Zehentpoint; dieses ehemalige Bauernanwesen liegt auf einem sehr markanten Punkt und reicht in der Besiedelung sicher sehr weit zurück. Es ist die Zeit, als die Klöster Mondsee (748) und Kremsmünster (777) gegründet wurden.

Schon aus dem Frühmittelalter (9./10.Jh.) sind Hafnereien in der Ortschaft Oberleim - beim ‚Schiefer‘ - und in Ungenach - beim ‚Hafner‘ bezeugt.

Bereits im Jahr 1160 wird der Name ‚Ungenach‘ als Sitz von Salzburger Ministerialen erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich handelt es sich dabei um den Edelsitz, heute das Haus Ungenach 13, („Wirt in Ungenach“ im Eigentum der Fam. Möslinger), das mit den Herrn von Ainwalding nichts zu tun hatte.

Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich.

Die Pfarre[Bearbeiten]

Die Urpfarre für Ungenach war die Pfarre Atzbach. Im Jahre 1600 wurde in Ungenach ein eigenes Vikariat errichtet, das aber von Atzbach in Abhängigkeit stand.

1619 wird in Ungenach ein eigener Pfarrhof erbaut, der oberhalb vom heutigen Wirt stand und 1878 eingestürzt ist. Der Pfarrhof wurde damals am heutigen Standort neu gebaut.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ungenach

Musikverein[Bearbeiten]

Der Musikverein Ungenach zählt ca. 80 Musiker und ist für seine Marschshows bekannt. Außerdem sind sie seit 2005 die stolzen Besitzer des Zemannpreises, einer sehr hohen Auszeichnung für Blasorchester.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Ing. Johann Hippmair von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1237 Einwohner, 2001 dann 1349 Einwohner.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bischofsmais im Bayerischen Wald (D)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ungenach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980-1983). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3, 1984, S. 260 (PDF)