Union Européenne de Cyclisme

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Logo der Union Européenne de Cyclisme
Europameister2016

Die Union Européenne de Cyclisme (engl. European Cycling Union, abgekürzt UEC) ist der Europäische Radsportverband, Mitglied des Weltradsportverbandes Union Cycliste Internationale. Er umfasst 48 nationale Verbände.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1995 wurden die Aufgaben eines europäischen Verbandes von zwei verschiedenen Verbänden wahrgenommen, der „Fédération Internationale de Cyclisme Professionnel“ (FICP) für Profis und der „Fédération Internationale Amateur de Cyclisme“ (FIAC) für Amateure. Mit dem Ende der Trennung zwischen Profis und Amateuren im Radsport im Jahre 1992 wurde ein neuer Verband, die UEC, gegründet. Der Hauptsitz befindet sich in Lausanne in der Schweiz.[1]

Im Februar 2019 beschloss das Management Board der UEC als erster Sportverband, dass künftig jeweils mindestens zwei Frauen im siebenköpfigen Board und mindestens vier Frauen in der 15köpfigen General Assembly sitzen müssen.[2] Aus dem D-A-CH-Gebiet gehören derzeit der Präsident, Rocco Cattaneo, aus der Schweiz sowie der deutsche Vertreter Martin Wolf vom Bund Deutscher Radfahrer dem Board an (Stand 2019). Zudem wurde die Bildung eines Paracycling-Komitees beschlossen.

Im März 2019 hatte die UEC eine historische Premiere: Ihre 32. Generalversammlung fand gemeinsam mit der 9. Generalversammlung des afrikanischen Verbandes Confédération Africaine de Cyclisme (CAC) in Rom statt. Es nahmen 44 Vertreter von insgesamt 50 europäischen Föderationen und 37 der 52 afrikanischen Föderationen an dem Kongress teil. Ziel sei es, auch aus geographischen Gründen, die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden in Zukunft zu verstärken.[3] Die Delegierten wurden von Papst Franziskus empfangen.[4]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptaufgabe des Verbandes ist die Organisation von kontinentalen Meisterschaften im Mountainbike, Bahnradsport, Hallenradsport, BMX und Trial, auch im Paracycling-Bereich. Insgesamt sind dies 20 Europameisterschaften (Stand 2019). Zuvor waren – etwa im Bahnradsport – Europameisterschaften oftmals Einladungsrennen von privaten Veranstaltern oder später des Profi-Verbandes, an denen auch Nicht-Europäer teilnehmen konnten. In einigen Disziplinen gelten deshalb Europameister vor 1995 als inoffiziell. 2010 wurden die ersten UEC-Bahn-Europameisterschaften mit umfassendem Programm und 2016 die ersten UEC-Straßen-Europameisterschaften ausgetragen, bei denen auch Titel für Elite-Fahrer vergeben wurden.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Verband
AlbanienAlbanien Albanien Federata Shqiptare e Ciklizmit
AndorraAndorra Andorra Federacio Andorrana de Ciclismo
ArmenienArmenien Armenien Federation du Cyclisme de la Republique d'Armenie
OsterreichÖsterreich Österreich Österreichischer Radsport-Verband
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Federation Cycliste de la Republique d'Azerbaijan
BelgienBelgien Belgien Royale Ligue Velocipedique Belge/Koninklijke Belgische Wielrijdersbond
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Cycling Federation of Bosnia and Herzegovina
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Belarusian Federation of Cycling Sport
BulgarienBulgarien Bulgarien Bulgarian Cycling Union
KroatienKroatien Kroatien Hrvatski Biciklisticki Savez
Zypern RepublikZypern Zypern Κυπριακη Ομοσπονδια Ποδηλασιας (Cyprus Cycling Federation)
TschechienTschechien Tschechien Český Svaz Cyklistiky
DanemarkDänemark Dänemark Danmarks Cykle Union
EstlandEstland Estland Eesti Jalgratturite Liit
FinnlandFinnland Finnland Suomen Pyöräilyunioni
FrankreichFrankreich Frankreich Fédération Française de Cyclisme
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich British Cycling
GeorgienGeorgien Georgien Georgian Cycling Federation
DeutschlandDeutschland Deutschland Bund Deutscher Radfahrer
GriechenlandGriechenland Griechenland Ελληνικη Ομοσπονδια Ποδηλασιας (Hellenic Cycling Federation)
UngarnUngarn Ungarn Magyar Kerékpársportok Szövetsége
IrlandIrland Irland Cycling Ireland
IsraelIsrael Israel איגוד האופניים בישראל (Israel Cycling Federation)
ItalienItalien Italien Federazione Ciclistica Italiana
LettlandLettland Lettland Latvian Cycling Federation
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein Liechtensteiner Radfahrerverband
LitauenLitauen Litauen Lietuvos Dviračių Sporto Federacija
LuxemburgLuxemburg Luxemburg Fédération du Sport Cycliste Luxembourgeois
Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau Moldavian Cycling Federation
NordmazedonienNordmazedonien Nordmazedonien Cycling Federation of Macedonia
MaltaMalta Malta Maltese Cycling Federation
MontenegroMontenegro Montenegro Cycling Association of Montenegro
MonacoMonaco Monaco Fédération Monégasque de Cyclisme
NiederlandeNiederlande Niederlande Koninklijke Nederlandsche Wielren Unie
NorwegenNorwegen Norwegen Norges Cykleforbund
PolenPolen Polen Polski Związek Kolarski
PortugalPortugal Portugal Federação Portuguesa de Ciclismo
RumänienRumänien Rumänien Romanian Cycling Federation
RusslandRussland Russland Федерации велосипедного спорта России (Russian Cycling Federation)
San MarinoSan Marino San Marino Federazione Sammarinese Ciclismo
SerbienSerbien Serbien Biciklisticki Savez Srbije
SlowenienSlowenien Slowenien Kolesarska Zveza Slovenije
SchweizSchweiz Schweiz Swiss Cycling
SlowakeiSlowakei Slowakei Slovenský zväz cyklistiky
SpanienSpanien Spanien Real Federación Española de Ciclismo
SchwedenSchweden Schweden Svenska Cykelförbundet
TurkeiTürkei Türkei Türkiye Bisiklet Federasyonu
UkraineUkraine Ukraine Ukrainian Cycling Federation

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rocco Cattaneo, Präsident

Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Hall of Fame der UEC werden Sportlerinnen und Sportler aufgenommen, die während ihrer Laufbahn sowohl Europa- und Weltmeister sowie Olympiasieger wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henrik Elmgreen: The History of the European Championships. In: EM Banecykling, Kopenhagen 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UEC Statuten vom 13. März 2016 (Englisch). (Nicht mehr online verfügbar.) rad-net, 2. April 2014, archiviert vom Original am 13. September 2016; abgerufen am 15. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/uec.ch
  2. UEC-Cycling, Press release, 6. Februar 2019.
  3. Redazione: 32° Congresso UEC e CAC: Europa e Africa si incontrano a Roma. In: giornalelora.it. 9. März 2019, abgerufen am 9. März 2019 (italienisch).
  4. Ciclismo, il Papa all’Uec: „Lo sport fa crescere, allontaniamo ciò che lo inquina“. In: gazzetta.it. Abgerufen am 9. März 2019 (italienisch).