Union Mondiale de Billard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Union Mondiale de Billard
(UMB)
Logo
Rechtsform Verein
Zweck Carambolageweltverband
Gründung 1. Juni 1959
Ort Madrid, Spanien
Präsident AgyptenÄgypten Farouk el-Barki
Vizepräsident(en) SpanienSpanien Fernando Requena
DeutschlandDeutschland Wolfgang Rittmann (†)
NicaraguaNicaragua Carlos A. Rivera
Korea SudSüdkorea Young Chul-chang
AgyptenÄgypten Alsharif Alhussein
Generalsekretär DeutschlandDeutschland Rainer Selgrath
Mitglieder 4
Website umb-carom.org

Die Union Mondiale de Billard (UMB) ist der Welt-Dachverband des Carambolage-Billardsports und der WCBS angegliedert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Logo bis 2016

Die UMB wurde am 1. Juni 1959 in Madrid gegründet und ist für die weltweite Vermarktung, Darstellung und Entwicklung des Carambolage-Billards (inklusive 5-Kegel-Billard) verantwortlich. Die eigentliche Gründung des Weltverbandes fand allerdings bereits 1923 unter dem Namen „Union Internationale des Fédérations des Amateurs de Billard“ (UIFAB) statt.

Der Verband besitzt auch die Hoheit über die allgemein gültigen Regeln des Carambolage-Billards sowie über alle Turniere mit Beteiligung von Sportlern mehrerer untergliederter Verbände, insbesondere über Weltmeisterschaften und Weltcupturniere.

Während der Carambolage-Europameisterschaften 2015 und des gleichzeitig stattfindenden CEB-Kongresses, gab Jean-Claude Dupont, bis dato Präsident der UMB, aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt. Nachfolger wurde der aus Valencia/Spanien stammende Vizepräsident Fernando Requena, der von 1998 bis 2012 Präsident des spanischen Verbandes war.[1] Auf ihrer Jahresversammlung in Brandenburg gab gleichzeitig die CEB bekannt, Dupont zum Ehrenmitglied zu ernennen.[2] Seit 2016 ist der ehemalige Sportdirektor der UMB neuer Präsident.

TV-Vermarktung und Ausbau ab 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 lässt der Weltverband seine Turniere vom französisch-koreanischen Internet-TV-Sender Kozoom vermarkten. Über die Jahre kamen zu den anfänglich nur europäischen Turnierübertragungen, koreanische Turniere, dann panamerikanische und schließlich auch Einladungsturniere, wie die traditionelle Verhoeven Open. Auf dem letzten Weltcup-Turnier des Jahres 2017 im ägyptischen el-Guna ging die UMB einen „historischen Vertrag“ mit Kozoom ein.

„Diese Vereinbarung wird Dreiband auf ein neues, höheres Niveau heben und alle Spieler unter dem UMB-Schirm vereinen.“

Farouk al Barki: Kozoom[3]

Dieser Vertrag sieht vor, dass Kozoom in den nächsten 5 Jahren, bis 2023, alle Übertragungsrechte an UMB-Turnieren zugesagt werden. Darüber hinaus darf Kozoom eigene, neue Turniere, wie einen Kontinental-Cup und eine ganze Reihe von Masters, ausrichten. Die UMB reserviert dafür 24 Wochen in ihrem Terminkalender, so dass es nicht zu Parallelveranstaltungen kommt. Bei jedem dieser Turniere wird es ein Preisgeld von je 150.000 € geben. Weiterhin wird das Preisgeld der Weltcups auf 106.500 € erhöht, bei der WM auf 118.500 €. Damit übersteigt das Preisgeld aller Turniere 2018 mit 1,5 Mio. € ebenfalls eine historische Marke.

Der Gründer und Co-Direktor von Kozoom, Xavier Carrer, sagte dazu:

„We truly believe this is the best way for 3-Cushion to grow by keeping all players , professionals and amateurs, unified.“

„Wir glauben wirklich, dass dies der beste Weg ist, um Dreiband weiter zu entwickeln, indem alle Spieler,Profis und Amateure vereint bleiben.“

Xavier Carrer: UMB[4]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[5]

Präsident: AgyptenÄgypten Farouk el-Barki
Vizepräsidenten: SpanienSpanien Fernando Requena (Finanzen)
DeutschlandDeutschland Wolfgang Rittmann (†) (Europa)
NicaraguaNicaragua Carlos A. Rivera (Amerika)
Korea SudSüdkorea Young Chul-chang (Asien)
AgyptenÄgypten Alsharif Alhussein (Afrika)
Generalsekretär: DeutschlandDeutschland Rainer Selgrath
Sportdirektor: AgyptenÄgypten Farouk el-Barki
Presse und Marketing: Korea SudSüdkorea Steve Lee
Weitere Vorstände: DeutschlandDeutschland Helmut Biermann
JapanJapan Nishio Gaku

Angeschlossene Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der UMB sind die vier Kontinentalverbände

  • CEB (Confédération Européenne de Billard)
  • ACBC (Asian Carom Billiard Confederation)
  • ACC (African Carom Confederation)
  • CPB (Confederacion Panamericana de Billar)

sowie die beiden Landesverbände

der USA und Algeriens angeschlossen.

Verbandsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UMB-Organisation structure 2014.svg

Vorstandsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UMB Organization Chart.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Union Mondiale de Billard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fernando Requena ist neuer UMB Präsident (Memento vom 5. Mai 2015 im Internet Archive)
  2. Jean-Claude Dupont resigns as President of the UMB. Union Mondiale de Billard (UMB), 1. Mai 2015; abgerufen am 23. Dezember 2016 (englisch).
  3. Historischer Vertrag zwischen UMB und Kozoom 9. Dezember 2017.
  4. Historical agreement between the UMB & Kozoom International 9. Dezember 2017.
  5. Board Members of the Union Mondiale de Billard. In: umb-carom.org. Union Mondiale de Billard; abgerufen am 30. Januar 2016.