Unisex-Toilette

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Unisex-Toilette wird eine Toilette außerhalb privater Räume bezeichnet, die von allen Personen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität genutzt werden kann. Eine Geschlechtertrennung findet also hier nicht statt. Unisex leitet sich aus dem lateinischen „unus“, zu Deutsch „eins“, und dem lateinischen „sexus“ für das biologische Geschlecht ab.

Rezeption[Bearbeiten]

Unisex-Toiletten an der Universität Göteborg

Geläufig ist der Begriff in der Berliner Clubszene, berühmte Locations wie z. B. das Berghain und das Cookies warben kurz nach der Jahrtausendwende damit für das neue, ungezwungene Lebensgefühl der Techno-Generation. Auch an der Humboldt-Universität zu Berlin forderten die Studenten im Jahr 2009, Unisextoiletten als Plädoyer für die Gleichstellung von Mann und Frau einzuführen, stießen dabei aber auf heftige Kritik.[1]

Ende Oktober 2015 führte der ASTA der Universität Kassel für eine Woche mit Zustimmung der Hochschulleitung sogenannte "All Gender Welcome-Toiletten" ein. In diesem Feldversuch wurden die WC-Beschriftungen von "Männer" und "Frauen" in "Sitz- und Stehklos" geändert. [2]

In der Fernsehserie Ally McBeal dienen Unisex-Toiletten als zentraler Treffpunkt der Figuren innerhalb der Kanzlei. Auch im Club Mauerwerk in der Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten spielt die Unisex-Toilette eine wichtige Rolle.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Für kleine Gleichmacher, Zeit online, aufgerufen am 28. September 2012
  2. HNA.DE Artikel Unisex-Toiletten an der Uni Kassel: Griff ins Klo oder eine gute Idee? vom 28. Oktober 2015 - abgerufen am 8. Dezember 2015.