Universität Ingolstadt

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Dieser Artikel behandelt die historische Universität Ingolstadt. Zur heutigen Hochschule für angewandte Wissenschaften siehe Hochschule Ingolstadt, zur heutigen katholischen Universität siehe Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Universität Ingolstadt
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Aktivität 26. Juni 1472 – 1800

(1800 nach Landshut verlegt; seit 1826 in München als Ludwig-Maximilians-Universität)

Trägerschaft staatlich
Ort Ingolstadt
Land Herzogtum Bayern, Kurfürstentum Bayern

Die Universität Ingolstadt, auch Hohe Schule genannt, wurde 1472 in Ingolstadt von Herzog Ludwig dem Reichen von Niederbayern mit päpstlicher Genehmigung, dem so genannten Privileg, als erste bayerische Universität gegründet. Sie wurde 1800 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt, wo sie als Ludwig-Maximilians-Universität weiterhin besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzog Ludwig IX., der Reiche, Universitätsgründer

„Die Pest herrscht hier nur sehr selten […]. Es befinden sich daselbst auch Wälder um die Stadt, zu Spaziergängen einladend, wie auch zur Jagd. In der Stadt sind herrliche Kirchen, sonderbar der Tempel zur Unserer Lieben Frau, welcher zu großen akademischen Festen hinlänglich Raum bietet […]. Die Häuser sind geräumig, manche prachtvoll, sie enthalten Wohnungen für mehr als tausend Studenten […]. Der Wein ist etwas teuer, das Fleisch ist gut, das Brot vorzüglich und Fische liefert die Donau ebenso viel, als köstlich.“

Herzog Ludwig der Reiche: Brief an Papst Pius II. über die Vorzüge Ingolstadts als mögliche Universitätsstadt, 1458
Papst Pius II. erteilte 1472 das Privileg

Bereits 1458 trat Herzog Ludwig der Reiche an Papst Pius II. mit dem Vorschlag der Errichtung einer Universität heran, dem Pius durch eine Bulle am 7. April 1459 zustimmte. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten konnte die Universität erst am 26. Juni 1472 eröffnet werden. Die Ehre der lateinischen Eröffnungsrede fiel dem königlichen Rat Martin Mair zu.[1] Die Suche nach einem geeigneten Gebäude war langwierig; schließlich stellte der Bischof von Eichstätt das Pfründnerhaus zur Verfügung. Damit konnte in Ingolstadt die elfte Universität im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation errichtet werden. Erster Rektor war Christoph Mendel von Steinfels. Zum Zeitpunkt seiner Bestellung waren bereits 489 Studenten immatrikuliert.[2] An der Universität Ingolstadt wurde zunächst ein studium generale mit den vier klassischen Fakultäten Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin und Artes liberales eingerichtet. Letzteres war ein Vorbereitungsstudium für die universitäre Laufbahn, aus dem sich später die philosophische Fakultät entwickelte. Die Gründungsbulle[3] erfasste auch bereits „jede beliebige andere Fakultät“ (qualibet alia licita facultate). Die Studenten konnten aufsteigend folgende akademische Grade erwererben: Baccalaureus, Sententiarius, Licentiatus und schließlich den Magister.

Die theologische Fakultät[4] hatte den Lehrbetrieb in Person Johannes Ludovicis schon im März 1472, also vor der offiziellen Eröffnung, aufgenommen. Am 9. Februar 1473 ernannte man Johannes Adorf zum ersten Doctor Theologiae. Jener Johannes Adorf und der 1475 für die Fakultät gewonnene Georg Zingel waren die ersten beiden ordentlichen Professoren der theologischen Fakultät; sie prägten ihre ersten drei Jahrzehnte. Der mittellosen Studenten der Theologie nahm sich ab 1494 das von Herzog Georg dem Reichen gestiftete Georgianum an.

Blüte im 16. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hohe Schule, das Hauptgebäude der Universität Ingolstadt, 1571

Schon vor 1500 fasste der Humanismus in Ingolstadt als erster deutschen Universität Fuß. Seit 1505 wurde das Hebräische, seit 1515 das Griechische gelehrt. Große Gelehrte dieser Zeit waren beispielsweise der Humanist Konrad Celtis, der Historiker Johannes Aventinus (Johann Turmayr) und der Jesuit Petrus Canisius. Durch den Ingolstädter Theologen Johannes Eck wurde Ingolstadt zu einem geistigen Zentrum der Gegenreformation. Nach dem Tode Ecks 1543 ging die Universität teilweise in die Hände des Jesuitenordens über, wie fast alle katholischen Hochschulen bis zur Aufhebung des Ordens 1773 von den Jesuiten geleitet wurden. Einer der bedeutendsten Rektoren der Universität war der Jesuit Petrus Canisius Mitte des 16. Jahrhunderts. Kaiser Ferdinand II. und König Maximilian I. von Bayern studierten an der Universität Ingolstadt. In ihrer Blütezeit waren über 1.000 Studenten an der Hohen Schule eingeschrieben.

Entwicklung im 17. und 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hohe Schule heute

Die Stadt wurde im Jahre 1539 Festung. Im Dreißigjährigen Krieg war sie schwer umkämpft; die Universität litt sehr und erholte sich nach 1648 nicht mehr.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts setzten Reformversuche ein. Ingolstadt war mit der Universität zu Köln die insgesamt wohl bedeutendste deutsche katholische Hochschule der frühen Neuzeit, in der Studentenfrequenz nach der Reformation nur übertroffen von den großen protestantischen Universitäten in Leipzig, Jena, Wittenberg (später Halle) und Göttingen sowie Königsberg ("Albertina").

Verlegungen nach Landshut und München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Wirrnisse, die die Gründung des Illuminatenordens durch den Ingolstädter Professor Adam Weishaupt 1778 brachte, zog mit dessen Unterdrückung jedoch noch einmal die Intoleranz in Ingolstadt ein. Als der neue Kurfürst Max IV. Joseph (der spätere König Maximilian I.) von Bayern und sein Minister Graf Montgelas 1799 erneut zu Reformen ansetzten, wurde die Universität 1800 vor dem heranrückenden Krieg nach Landshut (→ Universität Landshut) verlegt. 26 Jahre später, 1826, holte König Ludwig I. die Universität in die Hauptstadt München (→ Ludwig-Maximilians-Universität München).

Bekannte Professoren und Funktionsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Kategorie:Hochschullehrer (Universität Ingolstadt)
Bild Name Lebensdaten Fakultät/Lehrstuhl Funktion Anmerkung
Balthasar Adelmann 1645–1713 000Katholische Theologie 00Professor ab 1688 Professor für Ethik; Jesuit
Caspar Adelmann 1641–1703 000Katholische Theologie 00Professor ab 1679 Professor; Student ab 1659; Jesuit
Joseph Adelmann 1648–1693 000Hebraistik

000Physik

00Professor ab 1679 Professor; Student in Ingolstadt; Jesuit
Johannes Adorf 1505 (†) 000Katholische Theologie 00Professor Theologe, Pfarrer von St. Marien
Johann Agricola 1496–1570 000Medizin 00Professor ab 1531 Professor; Arzt
Veit Amerbach 1503–1557 000Philosophie 00Professor ab 1543 Professor; Gelehrter; Humanist
Peter Apian.jpg Peter Apian 1495–1552 000Mathematik 00Professor Mathematiker, Astronom, Geograph
HU Alt - Philipp Apian 1590 mR.jpg Philipp Apian 1531–1589 000Mathematik 00Professor Mathematiker, Arzt, Kartograph
Beda Aschenbrenner 1756–1817 000Rechtswissenschaften 00Professor ab 1789 Professor für kanonisches Recht; erste Vorlesungen auf Deutsch statt auf Latein
Johannes Aventinus.png Johannes Aventinus 1477–1534 000Latinistik 00Privatdozent Wegbereiter der klassischen Philologie in Deutschland; Student in Ingolstadt
Christoph-Besold.gif Christoph Besold 1577–1638 000Rechtswissenschaften 00Professor
Joseph Biner 1697–1766 000Philosophie 00Professor Schweizer Jesuit
Johann Lonaeus van den Bosch

(Johannes Lonäus Boscius)

1514–1585 000Medizin; Artistenfakultät 00Professor ab 1558 Rhetorikprofessor; ab 1560 Mediziner
Franz Burckhard (Burckhardt) 000Katholische Theologie 00Professor
Peter Burckhard 1461–1526 000Medizin 00Professor 1520 Rektor; Dekan 1521
Heinrich Canisius 1557–1610 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für kanonisches Recht; Neffe des Hl. Petrus Canisius
Petrus Canisius 1600.jpg Petrus Canisius 1521–1597 000Katholische Theologie 00Professor auch Rektor; Heiliger, Kirchenlehrer, Schriftsteller, Jesuit
Anton Joseph Carl 1725–1799 000Chemie

000Medizin
000Physik

00Professor
Conrad-Celtis.jpg Conrad Celtis 1459–1508 000Rhetorik

000Poetik

00Professor Humanist und Dichter
Hieronymus von Croaria 1460/63-1527 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für kanonisches Recht; Richter des Schwäbischen Bundes
Cysatus.jpg Johann Baptist Cysat 1586–1657 000Mathematik 00Professor Entdeckte mit seinem Lehrer und Vorgänger Christoph Scheiner 1611 die Sonnenflecken
Joachim Denich 1560–1633 000Rechtswissenschaften 00Professor Ratgeber Herzog Maximilians I.
Kaspar Denich 1591–1660 000Rechtswissenschaften 00Professor Gegner der Hexenprozesse
Johannes-Eck.jpg Johannes Eck 1486–1543 000Katholische Theologie 00Professor
335 Schwäbischer Bund Leonhard von Eck.jpg Leonhard von Eck 1480–1550 000 00 Protektor der Sodalitas litteraria Angilostadensis bayerischer Kanzler
Oswald von Eck 000 00Rektor Rektor 1539
Michael Eiselin 1558–1613 000Katholische Theologie 00Professor Dekan 1591; Jesuit
Eisengrein Martin 3a.png Martin Eisengrein 1535–1578 000Katholische Theologie 00Professor mehrfach Rektor und Dekan
Ulrich Ellenbog 1435–1499 000Medizin 00Professor Einer der ersten Professoren der Medizin in Ingolstadt
Johannes Engel 1463–1519 000Mathematik

000Physik

00Professor
Johannes fabri heilbronn.jpg Johannes Fabri 1504–1558 000Katholische Theologie 00Professor Kontroverstheologe; Dominikaner
Philipp Fischer 1744–1800 000Medizin 00Professor und Dekan Leibarzt Kurfürst Maximilian III. Josephs
Valentin Forster 1530–1608 000Rechtswissenschaften 00Privatdozent
Renaissance C14 Füllmaurer Leonhart Fuchs.jpg Leonhart Fuchs 1501–1566 000Medizin 00Dozent schon Student in Ingolstadt; einer der Väter der Pflanzenkunde (Herausgeber von Kräuterbüchern)
Mathias Gabler 1736–1805 000Philosophie

000Physik
000Ökonomie

00Professor Jesuit; Schulreformator
Obertus Giphanius.jpg Obertus Giphanius 1534–1604 000Rechtswissenschaften 00Professor Moral- und Pastoraltheologe
Nikolaus Thaddäus von Gönner - Jurist.jpg Nikolaus Thaddäus von Gönner 1764–1827 000Rechtswissenschaften 00Professir einer der Väter der Pflanzenkunde (Herausgeber von Kräuterbüchern); schon Student in Ingolstadt;
Dominicus Gollowitz 1764–1827 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für Staatsrecht; Staatsmann
Georg Hauer 1481–1536 000Rechtswissenschaften 00Professor mehrfacher Rektor
Placidus Heinrich.jpg Placidus Heinrich 1758–1825 000Physik 00Professor Meteorologe
Hans-Georg Hermann 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor in Landshut
Wiguläus Hundt 1514–1588 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor des Institutionenrechts; Rektor 1539; bayerischer Rat; Geschichtsschreiber
Albert Hunger 1545–1604 000Philosophie 00Professor zudem Theologe
Wolfgang Hunger 1511–1555 000Rechtswissenschaften 00Professor zudem Rektor; Assessor beim Reichskammergericht
Philipp Jakob Huth von Dessendorf 1742–1813 000 00Universitätsbibliothekar katholischer Theologe; Student in Ingolstadt
Johann Adam von Ickstatt.jpg Johann Adam von Ickstatt 1702–1776 000Rechtswissenschaften 00Professor
Joanni Ivitio ab Iviczna

(Jan Iwicki z Iwiczny)

1580–1598 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für kanonisches Recht; gestorben am 3. Dezember 1598
Graf Friedrich von Kastel 000 00Rektor Rektor 1537
Anton Jonas Kilianstein 1560–1638 000Anatomie

000Chirurgie

00Professor Rektor 1623–1636 (acht Mal)
Karl Klocker 1748–1805 000Rechtswissenschaften 00Professor Kanonist
Gabriel Knogler 1759–1838 000Mathematik

000Physik

00Professor Rektor
Caspar Lagus 1526/33-1606 000Rechtswissenschaften 00Professor Gegner der Hexenverbrennung
Johann Georg von Lori 1788 J. A. Zimmermann.png Johann Georg von Lori 1723–1787 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für Kriminalrecht und Rechtsgeschichte; Historiker; hoher bayerischer Beamter;
Johannes Ludovici † 1480 000Theologie 00Professor Weihbischof in Regensburg, herzoglich-bayerischer Rat und erster Professor der Theologie
Leonhard Marstaller 1488–1546 000Katholische Theologie 00Professor Theologe der Reformationszeit; Domherr zu Eichstätt
Christoph Mendel von Steinfels 1508 (†) 000Rechtswissenschaften 00Professor erster Rektor der Universität; Bischof von Chiemsee
Philipp Menzel 1546–1613 000Medizin

000Poetik

00Professor erster Poeta laureatus der Universität
Albert Menzel 1632 (†) 000Medizin 00Professor Leibarzt des Herzogs Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg; Bontaniker
Joseph Milbiller 1753–1816 000Geschichte 00Professor Vertreter der katholischen Aufklärung
Petrus Niger 1434–1483 000Katholische Theologie 00Professor Verfasser der frühesten gedruckten antisemitischen Schriften
Martin Prenninger 1450–1501 000Artistenfakultät 00Professor Humanist und Rechtsgelehrter
Johannes Ramelspach 000Rechtswissenschaften 00Professor
Johann Christoph Raßler 1654–1723 000Katholische Theologie

000Philosophie

00Professor Professor für Moraltheologie; Jesuit; Studien-Präfekt
Johannes-Reuchlin-1516.jpg Johannes Reuchlin 1455–1522 000Hebraistik 00Professor Philosoph, Humanist, Jurist und Diplomat
J M Sailer.jpg Johann Michael Sailer 1751–1832 000Katholische Theologie 00Professor Bischof von Regensburg
Caspar Schatzger 1463/64-1527 000Katholische Theologie 00Lektor späterer Franziskaner-Observant, bekannter Kontroverstheologe der Reformationszeit; Student in Ingolstadt
Scheiner christoph.gif Christoph Scheiner 1573–1650 000Physik

000Hebraistik

00Professor Entdecker der Sonnenflecken; Jesuit
Benedict Schmidt 1726–1778 000Rechtswissenschaften 00Professor Rektor
Caspar Schober 4.JPG Caspar Schober 1504–1532 000Rechtswissenschaften 00Professor Richter am Reichskammergericht
Hermann Scholliner 1722–1795 000Katholische Theologie 00Professor Professor für Dogmatik; Rektor
Franz Joseph Seedorf 1691–1759 000Katholische Theologie 00Professor Jesuit; Beichtvater und Berater zweier Pfälzer Kurfürsten
Sebastian Seemiller 1752–1798 000Katholische Theologie

000Orientalistik

00Professor mehrfach Dekan; Rektor; Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek
Stabius duerer.jpg Johannes Stabius 1468–1522 000Mathematik 00Professor Professor 1498–1503
Friedrich-Staphylus.jpg Friedrich Staphylus 1512–1564 000Katholische Theologie

000Geschichte
000Humaniora

00Professor zuvor lutherischer Theologe
Benedikt Stattler 1728–1797 000Katholische Theologie 00Professor Prokanzler; Lehrer Sailers
Coelestin II. Steiglehner.JPG Coelestin II. Steiglehner 1738–1819 000Physik

000Mathematik

00Professor letzter Fürstabt von St. Emmeram in Regensburg
Georg Stengel 1584–1651 000Philosophie

000Theologie

00Professor Schriftsteller
Adam Tanner 1572–1632 000Katholische Theologie

000Hebraistik

00Professor Gegenreformator; Hexentheoretiker; Jesuit
Marcus Tatius 1509–1562 000Poetik 00Professor Poeta laureatus 1541; Assessor am Reichskammergericht
Georg Theander 1508–1570 000Katholische Theologie 00Professor
Johannes Tolhopf (Johannes Tolophus) 1429–1503 000Philosophie

000Katholische Theologie

00Professor Professor 1472, Rektor 1473 und ab 1479 Königlicher Rat und Hofastrologe des Königs Matthias Corvinus
Da albrecht dürer, veit hirsvogel il vecchio, il preposto sixtus tucher, 1502.JPG Sixtus Tucher 1459–1507 000Rechtswissenschaften 00Professor 1488 Rektor
Gregorio de Valencia.jpg Gregor von Valencia 1549–1603 000Katholische Theologie 00Professor Beichtvater Maximilians I.
Joseph Vogler 1754–1830 000Philosophie

000Theologie

00Professor Jesuit
Joseph von Weber.jpg Joseph von Weber 1754–1831 000Physik

000Chemie

00Professor
Adam weishaupt.jpg Adam Weishaupt 1748–1830 000Rechtswissenschaften 00Professor Gründer der Illuminaten
Johann Georg Weishaupt 1716–1753 000Rechtswissenschaften 00Professor Professor für Institutionen, Strafrecht und allgemeine Rechtsgeschichte
Georg von Widmont 1640–1740 000Rechtswissenschaften 00Professor Ab 1676 Professor für Institutionenlehre, Pandektenwissenschaft, Prozess- und Lehnsrecht
Nikolaus Wynmann 1510–1550 000Hebraistik 00Professor Schweizer Humanist
Georg Zingel 1428–1508 000Katholische Theologie 00Professor Dekan
Viglius van Aytta.JPG Viglius Zuichemus 1507–1577 000Rechtswissenschaften 00Professor Niederländischer Staatsmann; Botschafter Kaiser Karls V.
Joseph Zwinger 1705–1772 000Katholische Theologie 00Professor Jesuit

Bekannte Studenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Name Lebensdaten Fakultät/Studienfach Studienzeit Anmerkung
Franz Xaver von Baader.jpg Franz von Baader 1765–1841 000Medizin Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph
Joachim von Sandrart - Maximilian I, Elector of Bavaria.jpg Maximilian I. von Bayern 1573–1651 000Rechtswissenschaften 1587–1591 Herzog von Bayern (1597–1651)

ab 1623 Kurfürst

Maximilian Franz Joseph von Berchem 1702–1778 000Kameralwissenschaften Bayerischer Minister des Äußeren 1745–1777
Wilhelm Eisengrein 1543–1584 000Rechtswissenschaften Theologe; Jurist; Historiker
Georg Pachmann 001.jpg Ferdinand II. von Habsburg 1578–1637 000Katholische Theologie 1590–1595 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (1619–1637)
Johann Sebastian von Hirnheim 1495–1555 000Rechtswissenschaften 1508-vor 1514 Assessor (Richter) am Reichskammergericht in Speyer
Philipp Jakob Huth von Dessendorf 1742–1813 000Katholische Theologie

000Rechtswissenschaften

Theologe; Universitätsbibliothekar in Ingolstadt
Matthias Gretz 1480–1543 000Katholische Theologie 1516 Theologe; Philosoph; Dichter
Georg Hauer 1440-nach 1491 000Katholische Theologie 1472–1477(?) Mönch (Abtei Niederaltaich), Chronist
Philip Wilhelm von Hornick 1640–1714 000Rechtswissenschaften 1660/61 Merkantilist
Franz Xaver von Haeberl 1759–1846 000Medizin und Philosophie 1781/82–1784 Arzt
Simon von Haeberl 1772–1831 000Medizin Arzt, Reformer des bayerischen Gesundheitssystems
Klesl 02 IV 13 2 0026 01 0057 a Seite 1 Bild 0001.jpg Melchior Khlesl 1552–1630 000Katholische Theologie 1579 Bischof von Wien und Kanzler von Kaiser Matthias
Wiguläus-Kreittmayr-2.jpg Wiguläus von Kreittmayr 1705–1790 000Rechtswissenschaften bayerischer Staatsmann; Schöpfer des Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis und des Codex Maximilianeus Bavaricus Criminalis
MatthausLangvonWellenburg.jpg Matthäus Lang von Wellenburg 1468–1540 000Rechtswissenschaften 1486 (Baccalaureus) Erzbischof von Salzburg (1519–1549); Kardinal (ab 1535)
Friedrich Anton Mesmer.jpg Franz Anton Mesmer 1734–1815 000Katholische Theologie

000Philosophie
000Mathematik
000Physik
000Alte Sprachen
000Französisch

1754-vor 1759 Arzt; Begründer des Animalischen Magnetismus (Mesmerismus)
Andreas-Osiander.jpg Andreas Osiander 1498–1552 000Katholische Theologie 1515–vor 1522 Reformator
Philipp von Rodenstein 1564–1604 000Katholische Theologie 1582–1584 Fürstbischof von Worms (1595–1604)
Caspar Schatzger 1463/64-1527 000Katholische Theologie 1489–1497 Kontroverstheologe der Reformationszeit
Wilhelm Sölner.jpg Wilhelm I. Sölner 1671–1741 000Katholische Theologie um 1690 Abt des Zisterzienserklosters Ebrach
Daniel Stadler 1705–1764 000Philosophie

000Mathematik
000Katholische Theologie

1725–1727

1731–1735

Jesuit, Historiker und Beichtvater des Kurfürsten Maximilian III. Joseph von Bayern
Tübinger Professorengalerie Stöffler, Johannes (1452-1531).jpg Johannes Stöffler 1452–1531 000Katholische Theologie 1472–1476 Mathematiker; Astronom; Professor und Rektor in Tübingen
Thomas Truchseß von Wetzhausen 1460–1523 000Katholische Theologie 1484/1485 Theologe, Humanist und Generalvikar im Fürstbistum Speyer
Edmund zoz.jpg Edmund Zoz 1653–1706 000Katholische Theologie 1668 Zisterzienserabt

Fortwirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Anatomie, das Gebäude der medizinischen Fakultät der Universität Ingolstadt.

Der 1819 veröffentlichte Roman Frankenstein von Mary Shelley erzählt die Geschichte des jungen Victor Frankenstein, der an der damals berühmten Universität Ingolstadt einen künstlichen Menschen erschafft.

Im Jahre 1989 wurde Ingolstadt mit der Gründung einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät durch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt erneut Universitätsstadt. Diese Fakultät ist heute auch als WFI - Ingolstadt School of Management bekannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Xaver Freninger: Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt–Landshut–München: Rectoren, Professoren, Doctoren 1472–1872; Candidaten 1772–1872. Friedberg (Bayern) 1872. (Digitalisat)
  • Götz Freiherr von Pöllnitz: Die Matrikel der Ludwig-Maximilians-Universität, Ingolstadt-Landshut-München. München 1937–1984 (5 Bände).
  • Lieselotte Resch, Ladislaus Buzás: Verzeichnis der Doktoren und Dissertationen der Universität Ingolstadt–Landshut–München 1472–1970. Theologische, Juristische, Staatswirtschaftliche Fakultät. Ludwig-Maximilians-Universität, München 1975 (Digitalisat).

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laetitia Boehm, Johannes Spörl: Die Ludwig-Maximilians-Universität in ihren Fakultäten. Band 1, Berlin 1972, ISBN 3-428-02702-7.
  • Laetitia Boehm, Johannes Spörl (Hrsg.): Ludwig-Maximilians-Universität Ingolstadt-Landshut-München (1472–1972). Berlin 1972.
  • Petronella Loew: Die Geschichte des Studententums an der Universität Ingolstadt im Zeitalter des Humanismus und der Reformation (1472–1550). München 1941. (philosophische Dissertation)
  • Karl Prantl: Ludwig-Maximilians-Universität. Ingolstadt, Landshut, München. 1472–1972. München 1972, ISBN 3-428-02700-0. (Festschrift zum fünfhundertjährigen Bestehen)
  • Heinz Jürgen Real: Die privaten Stipendienstiftungen der Universität Ingolstadt im ersten Jahrhundert ihres Bestehens. (= Forschungen und Quellen. 4). Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-02638-1.
  • Christoph Schöner: Mathematik und Astronomie an der Universität Ingolstadt im 15. und 16. Jahrhundert. (= Ludovico Maximilianea. Forschungen 13). Duncker & Humblot, Berlin 1994. (Diss. LMU 1993)
  • Gerhard Wilczek: Epochen der Universität Ingolstadt. Wilczek, Ingolstadt 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johannes Laschinger: Mair, Martin in: Neue Deutsche Biographie 15, 1987, S. 713.
  2. Georg Schweiger: Die Theologische Fakultät der Universität Ingolstadt (1472–1800). In: Laetitia Boehm, Johannes Spörl: Die Ludwig-Maximilians-Universität in ihren Fakultäten. Band 1, Berlin 1972, ISBN 3-428-02702-7, S. 13.
  3. Text der Bulle vom 7. April 1459 in Valentin Rotmar, Johann Engerd, Johann Nepomuk Mederer: Annales Ingolstadiensis Academiae. Band 1. Ingolstadt 1782, S. XIX. (online)
  4. Näher hierzu Georg Schweiger: Die Theologische Fakultät der Universität Ingolstadt (1472-1800).In Laetitia Boehm, Johannes Spörl: Die Ludwig-Maximilians-Universität in ihren Fakultäten. Band 1, Berlin 1972, ISBN 3-428-02702-7.