Universität Ulm

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Universität Ulm
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Gründung 1967
Trägerschaft staatlich
Ort Ulm
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Präsident Michael Weber[1]
Studenten 10.130 WS 2014/15[2]
Mitarbeiter 3.540
davon Professoren 227
Website www.uni-ulm.de

Die Universität Ulm wurde 1967 als „Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule Ulm“ gegründet und ist die jüngste Universität in Baden-Württemberg. Die Universität hat 2015/2016 rund 10.500[3] Studierende. Im Zuge der Internationalität bietet sie für all ihre Studierenden eine Sprachausbildung (UNIcert) mit verschiedenen Sprachen und Fachrichtungen. Bekannt ist die Universität durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, die sich um die Universität in einer Wissenschaftsstadt ansiedeln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universität Ulm: Niki de Saint Phalle „Der Dichter und seine Muse“ (1978)

Nachdem der Wissenschaftsrat 1959 die Gründung neuer Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland gefordert hatte, wurde am 8. Juni 1960 der „Arbeitskreis Universität Ulm“ gegründet. Nachdem das Kultusministerium 1962 eine Medizinische Akademie für Ulm vorsah, bemühte sich der Arbeitskreis um die Erweiterung zu einer Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Hochschule. Der Gründungsausschuss für die Hochschule unter Vorsitz von Ludwig Heilmeyer wurde am 21. März 1964 eingesetzt. Am 25. Februar 1967 fand die offizielle Gründungsfeier der Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Hochschule Ulm statt. Noch im gleichen Jahr wurde der Hochschule die Bezeichnung Universität Ulm (Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule) durch die Landesregierung Baden-Württemberg verliehen: Sie erhielt dadurch Namen und Rang einer Universität.

Universität Ulm, Hauptgebäude von Süden

Am 14. Juli 1969 wurde der Grundstein für die Neubauten auf dem Oberen Eselsberg gelegt. Schrittweise wurde der Lehrbetrieb aufgenommen: Im WS 1969/70 in den Fächern vorklinische Medizin und Physik, im WS 1970/71 Mathematik, im WS 1971/72 Chemie, im SS 1972 klinische Medizin, im WS 1973/74 Biologie, im WS 1977/78 Wirtschaftsmathematik, im WS 1982/83 Zahnmedizin, im WS 1998/99 Wirtschaftsphysik, im WS 1999/2000 Wirtschaftswissenschaften und im WS 2000/2001 Wirtschaftschemie. Nach Befürwortung der Ausbaupläne der Landesregierung durch den Wissenschaftsrat startete im WS 1989/90 der Lehrbetrieb in den Fächern Elektrotechnik und Informatik. 1990 begann der Bau neuer Gebäude für die Ingenieurwissenschaften, der sogenannten Universität West. Die Architektur entwickelte Otto Steidle, die Landschaftsarchitektur stammt von Latz + Partner.

In den Jahren 2014 und 2015 erhielt die Universität Ulm im Ranking THE 100 Under 50 des britischen Magazins Times Higher Education den Titel als beste junge Universität Deutschlands. Weltweit liegt sie unter 100 Universitäten, die vor weniger als 50 Jahren gegründet wurde, auf dem 15. Rang.[4] Im World University Ranking, welches 2016 unter der Federführung der University of Oxford veröffentlicht wurde, erreichte die Universität Ulm weltweit den 135. Platz, unter den 108 deutschen Universitäten liegt sie auf Rang 13.[5]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wissenschaftler der Universität Ulm betreiben international anerkannte Spitzenforschung. Forschungsschwerpunkte der Universität Ulm sind[6]:

  • Traumaforschung: physische und psychische Traumen verstehen, behandeln und vermeiden, das Arbeitsgebiet gliedert sich in die medizinische Traumaforschung[7] und die Psychotraumatologie[8]
  • Alternsforschung und altersbedingte Krankheiten: Erforschung der molekularen Mechanismen degenerativer Alterungsprozesse sowie der Entstehung von "altersbedingten" Erkrankungen[9]
  • Quantenwissenschaft und -technologie: Untersuchung quantenphysikalischer Phänomene in Theorie und Experiment [10]
  • Energiespeicherung und -wandlung: Entwicklung neuartiger und umweltfreundlicher Batterien und Brennstoffzellen[11]
  • Mensch-Maschine-Interaktion: Entwicklung intelligenter, nutzerfreundlicher technischer Systeme, so genannter Companions, durch eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Ingenieuren, Informatikern und Psychologen[12]
  • Finanzdienstleistungen und ihre mathematische Methodik: Untersuchung und Entwicklung komplexer Methoden und Werkzeuge zur Kontrolle und Steuerung der Finanzmärkte und Finanzinstitutionen nach marktwirtschaftlichen Grundprinzipien[13]
Liste der DFG-geförderten Sonderforschungsbereiche (SFB) mit Beteiligung der Universität Ulm
Nr. Name Beginn Ende
SFB 87 Biosynthese 1971 1985
SFB 112 Zellsystemphysiologie 1973 1985
SFB 129 Psychotherapeutische Prozesse 1980 ?
SFB 322 Lympho-Hämopoese 1986 1997
SFB 451 Läsion und Reparatur am kardiovaskulären System 1999 2008
SFB 497 Signale und Signalverarbeitung bei der zellulären Differenzierung 2000 2011
SFB 518 Entzündung, Regeneration und Transformation im Pankreas 1998 2010
SFB 569 Hierarchische Strukturbildung und Funktion organisch-anorganischer Nanosysteme 2001 2012
SFB/Transregio 21 CO.CO.MAT – Kontrollierte Wechselwirkung in maßgeschneiderter Quantenmaterie seit 2005[14]
SFB/Transregio 62 Eine Companion-Technologie für kognitive technische Systeme 2009 2016[12]
SFB 1074 Experimentelle Modelle und Klinische Translation bei Leukämien seit 2012
SFB 1149 Gefahrenantwort, Störfaktoren und regeneratives Potential nach akutem Trauma seit 2014[7]

Internationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International Office[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Ulm pflegt zahlreiche Beziehungen und Austauschprogramme mit Partneruniversitäten im europäischen und außereuropäischen Ausland.

Das International Office berät und betreut ausländische Studierende.

Zu den weiteren Aufgaben des International Office gehören:

  • die Beratung der deutschen Studierenden, Graduierten und Promovierenden bei allen Fragen der Organisation des Auslandsstudiums
  • die Information über Stipendienmöglichkeiten für das Auslandsstudium und entsprechende Austauschprogramme
  • die Förderung der Einrichtung fachbezogener Hochschulkooperationsprogramme der Europäischen Union (Lifelong Learning Program/ERASMUS und TEMPUS)
  • die Betreuung der internationalen Hochschulpartnerschaften und Austauschprogramme der Universität Ulm
  • Beratung zum Studium für Geflüchtete

Außerdem ist das International Office Kontaktstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Fulbright-Kommission und des British Council.

German University in Cairo (GUC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit der Universität Stuttgart ist die Universität Ulm die Patenhochschule der German University in Cairo. An dieser Privatuniversität wurde im Oktober 2003 der Studienbetrieb nach deutschem Vorbild aufgenommen. In dem durch den (DAAD), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten Projekt wurden die Curricula an den deutschen Partnerhochschulen entwickelt und an die Gegebenheiten in Ägypten adaptiert. Ebenfalls wird die für die deutsche Hochschule typische Verknüpfung von Lehre und Forschung etabliert, was auch durch die paritätische Besetzung der Lehrenden aus Deutschland und Ägypten gefördert wird. Die Universität Ulm koordiniert hier u.a. die Bewerbungsverfahren.

Internationale / englischsprachige Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Ulm bietet zwölf englischsprachige Master Studiengänge[15] an, die sich an deutsche und internationale Studierende richten: Advanced Materials, Biology, Biophysics, Chemical Engineering, Communications Technology, Cognitive Systems, Energy Science and Technology, Finance, Master Online Advanced Oncology, Molecular Medicine, Molecular and Translational Neuroscience und Physics. Diese, überwiegend von internationalen Studierenden besuchten Studiengänge, tragen maßgeblich zur Internationalität der Universität bei, sind jedoch auch eine große Herausforderung im Bereich der Integration der internationalen Studierenden.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universitätsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidium und Zentrale Universitätsverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Präsidium leitet die Universität. Es setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Kanzler, dem Vizepräsidenten für Medizin, Gender und Diversity, dem Vizepräsidenten für Forschung und Informationstechnologie und dem Vizepräsidenten für Lehre und Internationales. Derzeitiger Präsident der Universität Ulm (seit 1. Oktober 2015) ist der Medieninformatiker Prof. Dr. Michael Weber.[16]

Der Präsident ist Vorsitzender des Präsidiums und vertritt die Universität in allen Belangen nach innen und außen. Ihm sind das Präsidialbüro, die Gremiengeschäftsstelle, die Stabsstelle Presse/Öffentlichkeitsarbeit, die Beauftragte für Chancengleichheit und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Ulm nachgeordnet.

Der Kanzler ist innerhalb des Präsidiums für die Personal- und Wirtschaftsangelegenheiten zuständig. Dem Kanzler direkt zugeordnet sind die Stabsstelle Qualitätsentwicklung, Berichtswesen und Revision sowie die fünf Dezernate der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV):[17]

  • Dezernat I – Forschung, Recht und Organisation
  • Dezernat II – Studium, Lehre und Internationales
  • Dezernat III – Personal
  • Dezernat IV – Finanzen
  • Dezernat V – Gebäudemanagement

Universitätsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Universitätsrat ist das oberste Aufsichtsorgan der Universität. Er entscheidet über die Struktur- und Entwicklungsplanung sowie Maßnahmen zur Profilbildung der Universität und überwacht die Geschäftsführung des Präsidiums. Dem Gremium gehören sieben externe Mitglieder aus dem Bereich Wirtschaft und Wissenschaft, zwei hauptamtliche Professoren der Universität Ulm, ein Vertreter des wissenschaftlichen Personals und ein Vertreter der Studierenden an.[18]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Senat ist das oberste, demokratisch gewählte Gremium der universitären Selbstverwaltung. Er entscheidet unter anderem über die Grundordnung und die Satzungen der Universität Ulm und ihre Änderungen sowie über die Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen und Einrichtungen der Universität. Darüber hinaus ist er an der Wahl der Mitglieder des Präsidiums beteiligt und kann zu Wirtschaft- und Haushaltsangelegenheiten sowie Verträgen der Universität Ulm Stellung nehmen.

Kraft Amtes gehören dem Senat die Mitglieder des Präsidiums, die Dekane der vier Fakultäten, die Gleichstellungsbeauftragte an sowie – wenn Angelegenheiten des Universitätsklinikums berührt werden – der Leitende Ärztliche Direktor und der Kaufmännische Direktor des Klinikums. Gewählte Mitglieder des Senats sind vier hauptamtliche Professoren der Universität Ulm, zwei Vertreter des wissenschaftlichen Personals, zwei Vertreter der Studierenden, zwei Vertreter des Personalrats sowie ein weiteres beratendes Mitglied.[19]

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrale wissenschaftliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Department für Geisteswissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Universität Ulm über keine geisteswissenschaftliche Fakultät verfügt sind Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Philosophie, der Sprachen, der Philologie, der fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen, der Kulturwissenschaft und der allgemeinen wissenschaftlichen Weiterbildung in einem fakultätsübergreifenden Department für Geisteswissenschaften zusammengefasst. Zum Department gehören die folgenden Einrichtungen der Universität Ulm:

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zentrale Einrichtung Elektronenmikroskopie
  • Institut für Molekulare Medizin
  • International Graduate School in Molecular Medicine Ulm
  • School of Advanced Professional Studies

Zentrale Betriebseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botanischer Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Botanische Garten der Universität Ulm wurde 1981 gegründet und umfasst eine Fläche von rund 28 Hektar. Er grenzt südöstlich an den Campus und erstreckt sich über Teile des Eselsbergs und des Lehrer Tals. Zum Botanischen Garten gehören unter anderem mehrere Gewächshäuser, der Neue Apothekergarten, das Grüne Klassenzimmer und seit dem Sommer 2013 auch ein Biergarten am Botanicum.

Kommunikations- und Informationszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommunikations- und Informationszentrum (kiz) ist der zentrale Dienstleister der Universität für Bibliotheks-, IT- und Medien-Dienste der Universität Ulm. Im Jahr 2002 ging das kiz aus den bis dahin eigenständigen zentralen Einrichtungen Bibliothek, Rechenzentrum, Zentrale für Photo, Grafik und Reproduktion, Sprachkommunikation und Medientechnik hervor.

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tierforschungszentrum
  • Wissenschaftliche Werkstatt Elektronik
  • Wissenschaftliche Werkstatt Feinwerktechnik
Universitätsklinikum Ulm, Zentrum für Chirurgie

Universitätsklinikum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Universitätsklinikum Ulm findet die unmittelbare und mittelbare Krankenversorgung sowie – in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät – die Ausbildung von Studierenden der Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Molekulare Medizin statt. Das Klinikum umfasst 29 Kliniken mit rund 1.100 Betten und 13 Institute und beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter. Jährlich werden rund 43.000 Patienten behandelt.[20] Ein Hauptschwerpunkt des Universitätsklinikums Ulm liegt in der Behandlung und Erforschung von Tumorerkrankungen. Das dazu eingerichtete Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) hat einen weit überregionalen Einzugsbereich.

Tagungs- und Begegnungsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Eberhardt auf dem Ulmer Safranberg

Das Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg ist eine Tagungs- und Konferenzstätte der Universität Ulm in der Nähe von Günzburg. Die Leitung untersteht dem ehemaligen Ärztlichen Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Ulm, Prof. Dr. Vinzenz Hombach. Das Gebäude ist auch für externe Veranstaltungen und Unternehmen nutzbar. Das Schloss gehört seit 1997 zur Universität.

Schloss Reisensburg liegt abgeschieden auf einer idyllischen Anhöhe bei Günzburg. Als eine unselbständige Stiftung im Körperschaftsvermögen der Universität Ulm fördert es die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, die Zusammenarbeit universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen, den Wissenstransfer in Aus-, Fort- und Weiterbildung, den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Villa Eberhardt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villa Eberhardt, der ehemalige Wohnsitz der Ulmer Fabrikantenfamilie Eberhardt auf dem Safranberg, wurde der Universität von der Stadt Ulm zu ihrem 20-jährigen Jubiläum 1987 überlassen und dient als wissenschaftliche Begegnungsstätte und Gästehaus der Universität Ulm. Im Erdgeschoss ist ein großer Rittersaal untergebracht, der für Veranstaltungen und Tagungen gebucht werden kann; im ersten Obergeschoss befinden sich Büros und Seminarräume, im zweiten Obergeschoss mehrere Gästezimmer.[21]

Studium und Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: [22]

Studiengänge an der Universität Ulm
Ingenieurwissenschaften, Information und Psychologie Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Medizin Naturwissenschaften
Elektrotechnik (B.Sc. / M.Sc.) Wirtschaftswissenschaften (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt) Humanmedizin (Staatsexamen) Biologie (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt)
Informatik (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt) Wirtschaftsmathematik (B.Sc. / M.Sc.) Zahnmedizin (Staatsexamen) Biochemie (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt)
Informationssystemtechnik (B.Sc. / M.Sc.) Mathematik (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt) Molekulare Medizin (B.Sc. / M.Sc. / PhD) Pharmazeutische Biotechnologie (M.Sc.)
Medieninformatik (B.Sc. / M.Sc.) Mathematische Biometrie (B.Sc. / M.Sc.) Molecular and Translational Neuroscience (M.Sc., englischsprachig) Industrielle Biotechnologie (M.Sc.)
Software Engineering (B.Sc. / M.Sc.) Computational Science and Engineering (B.Sc. / M.Sc.) Advanced Oncology (M.Sc., englischsprachig, berufsbegleitend) Chemie (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt)
Psychologie (B.Sc. / M.Sc.) Finance (M.Sc., englischsprachig) Wirtschaftschemie (B.Sc. / M.Sc.)
Cognitive Systems (M.Sc., englischsprachig) Nachhaltige Unternehmensführung (M.Sc.) Chemieingenieurwesen (B.Sc. / M.Sc.)
Communications Technology (M.Sc., englischsprachig) Innovations- und Wissenschaftsmanagement (M.Sc., berufsbegleitend) Energy Science an Technology (M.Sc., englischsprachig)
Sensorsystemtechnik (M.S.c., berufsbegleitend) Aktuarwissenschaften (M.Sc., berufsbegleitend) Physik (B.Sc. / M.Sc. / Lehramt)
Wirtschaftsphysik (B.Sc. / M.Sc.)
Biophysics (M.Sc., englischsprachig)
Advanced Materials (M.Sc., englischsprachig)

Studentische Selbstverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studierendenparlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft in Baden-Württemberg im Jahr 2012 (§ 65 Landeshochschulgesetz) wurde an der Universität Ulm ein neues Studierendenparlament (StuPa) konstituiert. Das StuPa bildet gemeinsam mit der Studierendenexekutive, dem Fachschaftenrat und den Fachschaften die Studierendenvertretung (StuVe). Das Studierendenparlament fasst wichtige Beschlüsse für die Studierendenschaft und bestimmt die Leitlinien für die Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Universität.

Das StuPa setzt sich aus insgesamt zehn von der Studierendenschaft aus ihrer Mitte gewählten Mitgliedern, den beiden studentischen Mitgliedern des Senats und sechs Vertretern des Fachschaftenrats zusammen.

Studierendenexekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studierendenexekutive (StEx) ist ein Gremium von insgesamt sieben Studierenden, die vom Studierendenparlament mit absoluter Mehrheit gewählt werden. Die StEx entspricht am ehesten dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) an Hochschulen anderer Bundesländer. Innerhalb der StEx sind die sieben Mitglieder für verschiedene Ressorts zuständig:[23]

  • Service & Beratung (Koordination des Serviceangebots, Beratung in Fragen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes)
  • Kultur & Bildung (Koordination von Kulturveranstaltungen, politische Bildung)
  • Innen & Außen (Kooperation mit städtischen und überregionalen Gremien, Repräsentation)
  • Infrastruktur (Raumangelegenheiten und Veranstaltungsbetreuung)
  • Finanzen (Haushaltsplan und Buchhaltung)
  • Recht (Satzungen, Ordnungen, Wahlen, Verträge)
  • Personal (Starterpakete, Personalverwaltung)
  • Lehre (Beratung des Fachschaftenrates, Kommunikation mit dem Vizepräsidenten für Lehre und Internationales)

Fachschaftenrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachschaftenrat (FSR) besteht aus insgesamt 24 gewählten studentischen Mitgliedern, je sechs Vertreter pro Fakultät. Aufgabe des FSR ist es, die Arbeit der Fachschaften zu koordinieren und ihre Interessen im Studierendenparlament zu vertreten. Dazu entsendet der FSR sechs Vertreter in das StuPa.

Fachschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachschaften vertreten die Studierenden auf der Ebene der Studiengänge. Sie führen unter anderem die Erstsemestereinführungen (ESE) zu Beginn eines neuen Semesters durch. Derzeit existieren an der Universität Ulm die folgenden zwölf Fachschaften:[24]

  • Fachschaft Biowissenschaften
  • Fachschaft Chemie
  • Fachschaft Elektrotechnik
  • Fachschaft Informatik
  • Fachschaft Lehramt
  • Fachschaft Mathematik/Wirtschaftsmathematik
  • Fachschaft Medizin
  • Fachschaft Molekulare Medizin
  • Fachschaft Physik/Wirtschaftsphysik
  • Fachschaft Psychologie
  • Fachschaft Wirtschaftswissenschaften
  • Fachschaft Zahnmedizin

Hochschulgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschulgruppen (HSG) wirken bei der Interessensvertretung und der Meinungsbildung der Studierenden sowie bei der Gestaltung des Studienalltags mit, ohne jedoch offiziell Bestandteil der Verfassten Studierendenschaft zu sein.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Campus der Universität befindet sich auf dem 620 m hohen Oberen Eselsberg. Die Universität Ulm ist damit die höchstgelegene Universität in Deutschland.[25] Mitten durch den Campus hat der Schwäbische Albverein, in Kooperation mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft, den Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg geleitet und markiert, der letztlich als Pilgerweg bis nach Santiago de Compostela in Spanien führt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universität Ulm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Präsident für die Universität Ulm Professor Michael Weber im ersten Wahlgang gewählt
  2. Rekord an der Uni Ulm - Über 10 000 Studierende zu Semesterbeginn (abgerufen am 14. Oktober 2014)
  3. Annika Bingmann: Semesterstart mit Studierendenrekord und neuem Präsidenten. Universität Ulm, 12. Oktober 2015, abgerufen am 11. Januar 2016.
  4. Erneut beste junge Uni Deutschlands - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  5. Augsburger Allgemeine: Uni Ulm auf Rang 135 weltweit. Abgerufen am 24. September 2016.
  6. Forschungsschwerpunkte. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  7. a b Medizinische Traumaforschung. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  8. Psychotraumatologie. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  9. Alternsforschung und altersbedingte Krankheiten. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  10. Quantenwissenschaften und -technologie. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  11. Energiespeicherung und -wandlung. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  12. a b Mensch-Maschine-Interaktion. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  13. Finanzdienstleistungen und ihre mathematische Methodik. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 17. August 2016.
  14. Liste der laufenden Sonderforschungsbereiche. Deutsche Forschungsgemeinschaft, abgerufen am 13. September 2016.
  15. Universität Ulm-Studiengänge
  16. Präsidentenwahl - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  17. Organisationsplan der Zentralen Verwaltung der Universität Ulm. 1. April 2016, abgerufen am 1. Mai 2016.
  18. Universitätsrat - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  19. Senat - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  20. Universitätsklinikum Ulm: Über das Klinikum- - Universitätsklinikum Ulm. In: www.uniklinik-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  21. Villa Eberhardt - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  22. Studiengänge - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 24. September 2016.
  23. StEx - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  24. Fachschaften - Universität Ulm. In: www.uni-ulm.de. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  25. Das Schwaben Radio Spatzenspiel. Ulm: Welche Universität ist in Deutschland die Höchstgelegene? SWR4 Baden-Württemberg, 20. Januar 2011, abgerufen am 11. Januar 2016.

Koordinaten: 48° 25′ 20″ N, 9° 57′ 14″ O