Universität Vechta

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Universität Vechta
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Gründung 1830
seit 8. Juni 2010 Universität
Trägerschaft staatlich
Ort Vechta
Bundesland Niedersachsen
Staat Deutschland
Präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt[1]
Studenten 5.286 WS 2015/2016[2]
Mitarbeiter 461 (2016)[2]
davon Professoren 65 (2016)[2]
Website www.uni-vechta.de
 Hörsaalgebäude
Hörsaalgebäude Q an der Ecke Driver- und Universitätsstraße.

Die Universität Vechta ist eine Universität in der niedersächsischen Stadt Vechta. Sie ging aus der ehemaligen Pädagogischen Hochschule hervor und gehörte von 1973 bis 1995 zur Universität Osnabrück. Von 1995 bis 2010 hatte sie offiziell den Status einer „Wissenschaftlichen Hochschule des Landes Niedersachsen mit Universitätsstatus“. Nach einer Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes darf sie sich seit Juni 2010 nun auch offiziell Universität nennen.[3] Vechta als Studienort existiert bereits seit dem 2. August 1830 mit der Gründung einer Normalschule für das Großherzogtum Oldenburg. Die Zahl der Studierenden liegt zurzeit bei etwa 5.300.[2] Der internationale Name der Universität Vechta ist University of Vechta.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 43′ 18″ N, 8° 17′ 38″ O

Karte: Deutschland
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Universität Vechta
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Deutschland

Die Universität heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aula im Hauptgebäude der Universität Vechta

Die Universität präsentiert sich heute als kleine, moderne Campus-Uni mit mehreren Außenstellen im Vechtaer Stadtgebiet sowie dem Science Shop Vechta/Cloppenburg im benachbarten Cloppenburg.

Die Schwerpunkte liegen historisch bedingt in den Bereichen Lehrerausbildung und katholische Theologie. Mit der Unabhängigkeit von der Universität Osnabrück im Jahre 1995 wurden einige weitere Studiengänge eingerichtet, unter anderem Gerontologie, Kulturwissenschaften und Geographie.

Seit Oktober 2003 werden die Studiengänge auf die im Bologna-Prozess vorgesehene Bachelor-/Master-Struktur umgestellt. Die Universität begann dabei mit der Umwandlung der Lehrerausbildung in zwei aufeinander aufbauende Studiengänge als eine der ersten Universitäten in Niedersachsen mit der Reform der Lehrerausbildung. Die ersten Absolventen der neuen Form der Lehrerausbildung erhielten im August 2007 die Zeugnisse. Damit war die Hochschule Vechta unter den ersten Universitäten in Deutschland, die Absolventen mit dem Grad Master of Education (M.Ed.) verabschieden konnte.

Im Oktober 2005 fusionierte die Universität Vechta mit der ebenfalls am Ort ansässigen Katholischen Fachhochschule Norddeutschland (KFH). Gleichzeitig wurden die bislang an der KFH angebotenen Studiengänge sowie die an der Universität angebotenen Studiengänge Gerontologie und Erziehungswissenschaften in neue Bachelor- und Masterstudiengänge umgewandelt; die bisherigen Studiengänge aus dem Bereich Umweltwissenschaften wurden eingestellt.

Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet die Universität den Master-of-Education-Studiengang für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen an. Seit dem Wintersemester 2008/09 bietet die Universität Vechta auch den Bachelorstudiengang Dienstleistungsmanagement, jetzt Management Soziale Dienstleistungen, an. Weitere Bachelor- und Masterstudiengänge folgten zum Wintersemester 2011/2012.

Die Universität Vechta befindet sich in einem umfassenden Reformprozess. Im Bereich von Lehre und Studium sind dies die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge, der Ausbau der Service- und Beratungsangebote, Qualitätssicherungsmaßnahmen wie etwa der Aufbau eines Service-Centers, Online-Evaluationen oder Entwicklung von Studientagebüchern zur Messung des studentischen Workloads. Im Bereich Forschung wurden die Aktivitäten gebündelt und unter dem Oberbegriff "Transformationsprozesse" auf die Schwerpunkte Ländlicher Raum, Bildung, Gender, Gerontologie & Soziale Arbeit, Kulturwissenschaften - Kultureller Wandel sowie Vertrauensforschung fokussiert.

Campus mit Studierenden
Zentraler Platz des Campus zur Mittagszeit. Im Hintergrund die Bibliothek.

Zum Wintersemester 2011/2012 führte die Universität erstmals die Möglichkeit ein, sich online zu bewerben und zu immatrikulieren.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschungsschwerpunkte der Universität Vechta orientieren sich am Fächerspektrum der Lehramtsausbildung, ergänzt durch neue Schwerpunkte der Universität. In den Zielvereinbarungen 2014-2018 mit dem Land Niedersachsen sind die Schwerpunkte Ländlicher Raum, Bildung, Gender, Gerontologie & Soziale Arbeit, Kulturwissenschaften - Kultureller Wandel sowie Vertrauensforschung und der Oberthema "Transformationsprozesse" definiert.

Seit Juni 2010 besitzt die Einrichtung den Status und Titel einer Universität. Die damit einhergehende Berechtigung, Forscher zu promovieren oder zu habilitieren, war nichts Neues für die Universität Vechta: Bereits an der Hochschule Vechta konnte man sich in beinahe allen Fachgebieten zum Dr. phil. oder Dr. rer. nat. promovieren lassen.

Die Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen betrieb bis 2014 auf dem Campus der Universität Vechta eine Außenstelle "Verfahrenstechnik in der Veredelungswirtschaft".

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Universität Vechta werden verschiedene Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten. Schwerpunkte liegen im Bereich der Sozialen Dienstleistungen (Management Sozialer Dienstleistungen, Gerontologie, Soziale Arbeit) und im Lehramtsbereich (Grund-, Haupt- und Realschulen). Dazu kommen die Master Kultureller Wandel sowie Geographien ländlicher Räume - Wandel durch Globalisierung.

Gebäude M mit Mensa und Bistro; Terrassenansicht
Gebäude M: Im Erdgeschoss ist das Bistro angesiedelt, die eigentliche Mensa findet sich im Obergeschoss.

Wissenschaftsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Station im Forschungsgarten
Forschungsgarten des ehemaligen Instituts für Didaktik der Naturwissenschaften, der Mathematik und des Sachunterrichts.[5] Die Fächer Biologie, Mathematik und Sachunterricht gehören heute zum Department II.
Gebäude N
Im Gebäude N finden sich Seminarräume zu Büros der Fächer Germanistik und Katholische Theologie.
Findlingsgarten des Fachs Geographie

An der Universität Vechta ist der Wissenschaftsbereich in drei Departments unterteilt. Dort wird die Lehre organisiert und Forschung in den einzelnen Fächern betrieben. 21 Fächer gehören den drei Departments an.

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität besitzt eine eigene Bibliothek auf dem Campus. Sie steht nicht nur Universitätsangehörigen zur Verfügung. Die einmalige Gebühr für den Nutzerausweis beträgt gemäß der Landesverordnung 5 Euro. Über den WebOPAC, dem elektronischen Katalog der Bibliothek, können Recherchen online vorgenommen, Bücher bestellt und die Leihfrist verlängert werden.

Seit dem Sommersemester 2006 ist in der Bibliothek, aber auch auf Teilen des Campus (Teile der Mensa und des Bistros), der kostenlose Zugang zum WLAN möglich. Im Wintersemester 2007/2008 wurde das WLAN weiter ausgebaut, sodass seitdem beinahe auf dem gesamten Campus sowie in allen Gebäuden der Universität der kostenlose Internetzugang möglich ist.

Partnerhochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Vechta hat Partneruniversitäten weltweit. Im Dezember 2006 wurde mit der berühmten Berkeley Universität in den USA eine Hochschulpartnerschaft geschlossen. Die erste afrikanische Partnerschaft erfolgte im März 2008 mit der St. Augustine Universität in Tansania.[6]

Das International Office (ehemals Akademisches Auslandsamt) ist für die Betreuung von Auslandskontakten von Studierenden und Lehrenden zuständig.

Kultur und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1980 gibt es an der Universität Vechta die Studentenbühne. Hier engagieren sich mehrere Studierende und führen jedes Jahr berühmte Theaterstücke wie zum Beispiel der Klassiker von Max FrischAls der Krieg zu Ende war“ oder Krimis wie „10 kleine Negerlein“ von Agatha Christie in der Aula der Hochschule Vechta auf. Neben der Studentenbühne gibt es den Hochschulchor.

Wohnheime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnpark der Universität Vechta, unmittelbar auf dem Campus gelegen.

Insgesamt gibt es drei Studentenwohnheime und einen Studenten-Wohnpark in Vechta, diese werden nicht von der Hochschule, sondern von anderen Trägern, z. B. dem Studentenwerk Osnabrück (Wohnheim Sonnenkamp) oder der Caritas-Stiftung (Studentinnenwohnheim Immentun) betrieben. Der Wohnpark und das Studentenwohnheim Sonnenkamp befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Campus. Die anderen beiden Wohnheime sind in wenigen Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen. Ende 2008 wurde von der Hochschule bekanntgegeben, dass das Edith-Stein-Kolleg als Studentinnenwohnheim aufgelöst wird und von der Caritas-Stiftung abgekauft wurde. Das ehemalige Wohnheim, welches im R-Gebäude der Hochschule integriert war, wird seit der Auflösung als Bürogebäude von Angestellten der Universität genutzt. Hier ist ein Überblick über die aktuellen Wohnanlagen in Vechta:

  • St. Georgs-Stiftung (Studentenwohnheim)
  • Wohnanlage am Sonnenkamp (Studentenwohnheim)
  • St. Dominikus (Studentinnenwohnheim)
  • Studentenwohnpark (Sechs Studentenwohnanlagen)

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Vechta hat eine eigene Bushaltestelle „Universität“ an der Universitätsstraße, die von der Stadtbuslinie 602 im Stundentakt bedient wird. Vom Bahnhof in Vechta (ca.15 min. Fußweg) verkehren tagsüber Züge im Stundentakt in Richtung Bremen und Osnabrück.

Kinderuni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2006/2007 startete die Universität Vechta eine Kinderuni. Unter dem Motto „Wissenschaft für Kinder“ werden in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen für Kinder von acht bis zwölf Jahren angeboten.[7]

Alumni Universität Vechta.svg

Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt es die Alumni Universität Vechta, dessen Idee die ist, den Kontakt unter ehemaligen Studierenden und Mitarbeitern der Universität Vechta aufrechtzuerhalten. Dazu findet jedes Jahr im Juli ein so genannter Alumnus Tag auf dem Campus der Universität statt, an dem traditionell ein prominenter Gastredner teilnimmt. Teilnehmer der Vergangenheit waren Christian Pfeiffer, Franz Alt und Heinz Rudolf Kunze.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschullehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste enthält eine Auflistung bekannter Persönlichkeiten, die an der Universität Vechta lehren oder gelehrt haben.

Studierende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste enthält eine Auflistung bekannter Persönlichkeiten, die an der Universität Vechta ihr Studium absolviert haben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universität Vechta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alwin Hanschmidt: Von der Normalschule zur Universität Vechta (1830–2010). In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2012 (Hrsg.: „Heimatbund für das Oldenburger Münsterland“). Vechta 2011. S. 73–95.

Berichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liliana Sadowska, Izabela Taraszczuk: Trinationale Studentenbegegnung. Deutsch lernen – Deutsch lehren im Loire-Tal (Bericht über eine Studententagung der Université d'Angers, Universität Vechta und Uniwersytet Zielonogórski, 4.–9. November 2008 in Angers) . [In:] „Schlesien heute“, Nr. 4/2009, S. 38. ISSN 1436-5022.
  • Liliana Sadowska, Izabela Taraszczuk: XVIII trilateralne kolokwium studenckie w Angers (Départament Maine-et-Loire): Dlaczego i jak uczymy się języka niemieckiego? (18. Trilaterales Studentenkolloquium in Angers, Département Maine-et-Loire: Warum und wie lernen wir Deutsch?) [In:] „Uniwersytet Zielonogórski“, Nr. 2/2009, S. 30–31. ISSN 1644-7867. (PDF)

Einzelnachweise und weitere Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. uni-vechta.de: Hochschulleitung der Universität Vechta. Abgerufen am 2. Februar 2016.
  2. a b c d Zahlen und Daten zur Universität, abgerufen am 23. Januar 2016
  3. idw-online.de: Hochschule hat sich den Namen Universität verdient. Minister Stratmann verkündet Umbenennung Artikel vom 13. März 2009.
  4. Wilfried Kürschner: Abschiedsvorlesung (»Sechzig Semester Vechta«). S. 24
  5. Universität Vechta: Projektbeschreibung: Ein Forschungsgarten an der Uni Vechta.
  6. Eine Übersicht über die Partnerhochschulen sind unter Partnerhochschule zu finden.
  7. Vgl. kinderuni-vechta.de: Startseite Kinderuni Vechta, abgerufen am 12. Oktober 2011.