Universitätsklinikum Regensburg

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Universitätsklinikum Regensburg
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Trägerschaft Freistaat Bayern
(Anstalt des öffentlichen Rechts)[1]
Ort Regensburg
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 59′ 16,1″ N, 12° 5′ 25,4″ OKoordinaten: 48° 59′ 16,1″ N, 12° 5′ 25,4″ O
Ärztlicher Direktor Oliver Kölbl
Versorgungsstufe III. Versorgungsstufe
Betten 833
Mitarbeiter 4.316 (2016)
davon Ärzte 704
Zugehörigkeit Universität Regensburg
Gründung 1978
Website ukr.de

Das Universitätsklinikum Regensburg ist der einzige medizinische Höchstversorger der gesamten ostbayerischen Region mit etwas mehr als zwei Millionen Einwohnern. Jährlich werden hier ca. 32.800 Patienten stationär und weitere 136.000 ambulant behandelt. Mit einem Case Mix Index von 1,99 liegt das UKR an der Spitze der deutschen Universitätsklinika und versorgt damit die schwersten Krankheitsbilder bundesweit.

Der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg steht das UKR für Forschung und Lehre zur Verfügung. National und international genießen Universität und Universitätsklinikum Regensburg einen hervorragenden Ruf als medizinische Forschungsstätte. Die Forschungsschwerpunkte liegen in der Immuntherapie, Tumorforschung und der Transplantationsmedizin.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell sind ca. 4.300 Menschen am Universitätsklinikum Regensburg beschäftigt[2]. Etwa 700 von ihnen sind Ärzte, mehr als 1.600 Pflegekräfte. Außerdem zählen circa 1.200 Mitarbeiter im medizinisch-technischen Dienst dazu, 500 in der Verwaltung und der Haustechnik. Hinzu kommen noch 1.900 Studierende der Human- und Zahnmedizin. Das Klinikum verfügt über 833 Betten (davon 83 Intensivbetten), 52 tagesklinische Behandlungsplätze und zwölf Dialyseplätze. Im Jahr 2014 wurden ca. 136.000 ambulante Patienten und ca. 32.000 stationäre Patienten behandelt.

Das UKR liegt mit einem Case-Mix-Index (durchschnittliche Fallschwere) von 1,99 an der Spitze der deutschen Universitätsklinika und ist somit für die Behandlung schwerster Erkrankungen und Verletzungen ausgestattet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962: Beschluss zur Gründung einer Universität mit vollem Fächerspektrum in Regensburg
  • 1969: Berufung des medizinischen Beirats für die Planung und Struktur der Medizinischen Fakultät
  • 26. September 1978: Grundsteinlegung für das Klinikum; Beginn des ersten Bauabschnitts: Zahn-, Mund- und Kieferklinik
  • 1984: Inbetriebnahme der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
  • 1985: Baubeginn des 2. Bauabschnittes
  • 21. Oktober 1992 Offizielle Eröffnung des 2. Bauabschnittes mit 500 Betten und Aufnahme des stationären Betriebs
  • 1993: Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, den 1. Teil des abschließenden 3. Bauabschnitts mit 300 Betten ohne Mitfinanzierung des Bundes zu errichten
  • 18. April 1994: Spatenstich und Baubeginn des 1. Teils des 3. Bauabschnitts
  • 1998/1999: Inbetriebnahme des ersten Teils des 3. Bauabschnitts. Insgesamt verfügt das Universitätsklinikum Regensburg nun über 804 Betten
  • 2002: Baubeginn für den zweiten Teil des 3. Bauabschnittes mit zwei neuen Gebäuden für Forschung und Lehre
  • 2006: Inbetriebnahme des 2. Teils des 3. Bauabschnitts
  • 2007: Richtfest für den Neubau der Kinder-Uni-Klinik Ostbayern (KUNO) und einen weiteren Forschungsbau
  • 2009: Einweihung des José-Carreras-Centrums für Somatische Zelltherapie
  • 2010: Inbetriebnahme der KUNO-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  • 2012: Inbetriebnahme der neuen Notaufnahme, des Hybrid-OPs sowie Abschluss der Sanierung der Zahnmedizinischen Klinik
  • 2014: Das UKR verfügt über 833 Planbetten und 52 tagesklinische Behandlungsplätze und versorgt jährlich 136.000 Patienten ambulant sowie weitere 32.800 stationär

Kliniken, Abteilungen, Institute und Lehrstühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anästhesiologie
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Gefäßchirurgie
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie
  • Innere Medizin I (Gastroenterologie, Endokrinologie, Rheumatologie, Infektiologie)
  • Innere Medizin II (Kardiologie, Pneumologie, Internistische Intensivmedizin)
  • Innere Medizin III (Hämatologie, Internistische Onkologie)
  • Kieferorthopädie
  • Kinder- und Jugendmedizin
  • Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
  • Klinische Mikrobiologie und Hygiene
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie
  • Nephrologie
  • Neuropathologie
  • Nuklearmedizin
  • Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation
  • Psychosomatische Medizin
  • Röntgendiagnostik
  • Strahlentherapie
  • Thoraxchirurgie
  • Unfallchirurgie
  • Zahnärztliche Prothetik
  • Zahnerhaltung und Parodontologie

Zentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cochlear Implant Centrum
  • Darmkrebszentrum
  • ECMO-Zentrum
  • GvHD-Zentrum
  • Hautkrebszentrum
  • Interdisziplinäre Zentrum für Gefäßanomalien
  • International Center for Telemedicine
  • José-Carreras-Centrum für Somatische Zelltherapie (JCC)
  • Kinderleberzentrum
  • Zentrum für Kopf-Hals-Tumoren (ZKH)
  • Luftrettungszentrum
  • Lungenkrebszentrum
  • Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI)
  • Regensburger Zentrum für Kindliche Hörstörungen
  • Rettungszentrum Regensburg e.V.
  • Tinnituszentrum
  • Transplantationszentrum
  • Traumanetzwerk Ostbayern
  • Tumorzentrum e.V.
  • Universitäres Onkologisches Zentrum Regensburg (UCC-R)
  • Universitäres Schlafmedizinisches Zentrum Regensburg - Donaustauf (USMZ)
  • Wirbelsäulenzentrum
  • Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs
  • Zentrum für Hirntumoren (ZHT)
  • Zentrum für Interventionelle Aortenklappentherapie
  • Zentrum für Klinische Studien
  • Zentrum für Leberzellforschung
  • Zentrum für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSER)
  • Zentrum für Tiefe Hirnstimulation

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klinisch theoretische Institute der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
  • Institut für Funktionelle Genomik
  • Institut für Humangenetik
  • Institut für Immunologie
  • Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
  • Institut für Pathologie
  • medbo Bezirksklinikum Regensburg (Lehrstuhl für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie)
  • Caritas Krankenhaus St. Josef (Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Schwerpunkt Frauenheilkunde; Lehrstuhl für Urologie)
  • Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg - Klinik St. Hedwig (Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Schwerpunkt Geburtshilfe)
  • Asklepios Klinikum Bad Abbach (Lehrstuhl für Orthopädie)

Kooperationen in der Patientenversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nephrologie: Caritas-Krankenhaus St. Josef
  • Kinder- und Jugendmedizin: Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Klinik St. Hedwig
  • Rheumatologie und Immunologie: Asklepios Klinikum Bad Abbach
  • Pneumologie und Psychosomatik: Klinik Donaustauf
  • Thoraxchirurgie: Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg
  • Unfallmedizin sowie Plastische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: Caritas-Krankenhaus St. Josef
  • Teleradiologische Leistungen: Sana Kliniken des Landkreises Cham, Klinik Donaustauf
  • Kooperationen zur Förderung einer versorgungsübergreifendenen Krankenhausbehandlung in der Region: Klinik Bogen, Asklepios Klinik Burglengenfeld, Rottal-Inn Kliniken Eggenfelden, Goldberg-Klinik Kelheim, Kreisklinik Wörth an der Donau
  • Sporthopaedicum Regensburg: Centrum für Spezielle Gelenktherapie im Facharztzentrum Regensburg

Wissenschaftliche Auslandskooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krankenhaus Longgang, Shenzhen, China
  • University of San Diego Medical School, Californien, USA
  • Semmelweis Universität für Medizinische Wissenschaften, Ungarn
  • University of Zambia, Lusaka, Zambia
  • Bashkir State Medical University, Ufa Russia

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über die Universitätsklinika des Freistaates Bayern
  2. ukr.de