Unken (Salzburg)

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Unken
Wappen Österreichkarte
Wappen von Unken
Unken (Salzburg) (Österreich)
Unken (Salzburg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 108,81 km²
Koordinaten: 47° 39′ N, 12° 44′ OKoordinaten: 47° 39′ 1″ N, 12° 43′ 37″ O
Höhe: 564 m ü. A.
Einwohner: 1.915 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 5091
Vorwahl: 06589
Gemeindekennziffer: 5 06 23
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Niederland 147
5091 Unken
Website: www.gemeinde-unken.at
Politik
Bürgermeister: Florian Juritsch (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2019)
(17 Mitglieder)
7
7
3
Insgesamt 17 Sitze
Lage von Unken im Bezirk Zell am See
Bramberg am WildkogelBruck an der GroßglocknerstraßeDienten am HochkönigFusch an der GroßglocknerstraßeHollersbach im PinzgauKaprunKrimmlLendLeogangLoferMaishofenMaria Alm am Steinernen MeerMittersillNeukirchen am GroßvenedigerNiedernsillPiesendorfRaurisSaalbach-HinterglemmSaalfelden am Steinernen MeerSankt Martin bei LoferStuhlfeldenTaxenbachUnkenUttendorfViehhofenWald im PinzgauWeißbach bei LoferZell am SeeSalzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Unken (Salzburg) im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick über Unken
Blick über Unken
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Unken ist eine Gemeinde mit 1915 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) und eine Siedlung[1] im Bezirk Zell am See (Pinzgau) im Land Salzburg in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Unken von Unkenberg

Die Gemeinde liegt im Bezirk Zell am See (Pinzgau) im Saalachtal, nahe dem Grenzübergang Steinpass (Kleines Deutsches Eck).

Die Gemeinde liegt nördlich der Marktgemeinde Lofer, von der sie durch den Kniepass getrennt ist. Das Saalachtal ist hier zum Osten hin von den Reiter Steinbergen und der Reiteralpe mit den bekannten Gipfeln der Drei Brüder (1864 m) umgeben. Nach Norden und Osten bilden die Chiemgauer Alpen mit dem Sonntagshorn (1961 m) die natürliche Grenze. In der Talung von Unken weitet sich das Saalachtal zu einem auenlandschaftlichen Talkessel. Im Heutal, der Verlängerung des Unkenbachs nach Osten, welches aber Richtung Ruhpolding nach Norden entwässert, gibt es ein kleines Skigebiet mit drei Schleppliften, die bis hinauf auf das Dürrnbachhorn (1776 m) reichen.

32 der 70 Forstdistrikte der Bayerischen Saalforste oder ein Viertel deren Fläche fallen in die Gemeinde Unken und summieren sich auf 4628 Hektar, also 42,5 Prozent der Gemeindefläche von Unken.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (Bevölkerung Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Gföll (259)
  • Niederland (873)
  • Reit (198)
  • Unken (402)
  • Unkenberg (183)

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden (Fläche 2016[3]):

  • Gföll (7.061,09 ha)
  • Reith (2.087,50 ha)
  • Unken (1.732,56 ha)

Hausnummern werden wie in allen ländlichen Gegenden Österreichs innerhalb der Ortschaften nach Entstehen der Häuser vergeben (sind also, außer der Angabe der Ortschaften in der Adresse, keine Orientierungshilfe).

Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Lofer, dann bis Juni 2017 zum Gerichtsbezirk Saalfelden. Mit 1. Juli 2017 wurde sie dem Gerichtsbezirk Zell am See zugewiesen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruhpolding (D) Schneizlreuth (D)
Reit im Winkl (D) Nachbargemeinden
Waidring (KB) Lofer Ramsau bei Berchtesgaden (D)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1816 kam das bis 1803 selbstständige Erzstift Salzburg und mit ihm Unken zu Österreich und wurde bis 1848 von Linz verwaltet. Nach der Revolution 1848 kam es zur Aufhebung des Untertanenverhältnisses der Bauern zu den Grundherren und 1850 zur Gründung der Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Oberrain
Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Unken

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 88 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 33 im Haupt- und 44 im Nebenerwerb, eine von einer Personengesellschaft und zehn von juristischen Personen geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten vierzig Prozent der Flächen, die Nebenerwerbsbauern ein Viertel, die juristischen Personen ein Drittel und die Personengesellschaft ein Prozent. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor ist der Bereich Herstellung von Waren, im Dienstleistungssektor sind es die sozialen und öffentlichen Dienste, gefolgt von Handel und Beherbergung und Gastronomie (Stand 2011).[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 88 101 61 46
Produktion 23 17 171 144
Dienstleistung 95 67 362 345

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den über 900 Erwerbstätigen, die 2011 in Unken lebten, arbeitete etwas weniger als die Hälfte im Ort, 500 Personen pendelten aus. Aus der Umgebung pendelten 160 Personen zur Arbeit nach Unken.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Loferer Straße B 178 von Lofer über Bad Reichenhall nach Salzburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt Unken.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 17 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984–2004 Kurt Sturm (ÖVP)[10]
  • 2004–2009 Franz Ensinger (SPÖ)[11]
  • 2009–2019 Hubert Lohfeyer (ÖVP)[12]
  • seit 2019 Florian Juritsch (ÖVP)[13] - Zum Zeitpunkt der Wahl war er jüngster Bürgermeister des Bundeslandes[14]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des 1970 verliehenen Gemeindewappens lautet:[15]

„Schrägrechtsgeteilter Schild; oben in Gold aus der Teilung ragend auf roter Quermauer ein roter Torbau mit zwei Blindfenstern; unten in Schwarz ein schrägrechtes goldenes Posthorn mit linksgerichtetem Mundstück, schwarzgoldener Umschnürung samt ebensolchen zwei Quasten.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Friedl: Das bäuerliche Unken mit Höfe- und Familienchronik. 232 S., Ill., Gemeinde Unken, Unken 2000, 2. aktualisierte Auflage Frühjahr 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Unken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Unken – Reiseführer

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde „50623 - Unken“ – Registerzählung 31. Oktober 2011 – Bevölkerung nach Ortschaften. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. September 2021: „Unken Ortschaft“
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen 19. Februar 2017
  4. Bundesdenkmalamt (BDA): Kramerwirt in Unken. Oktober 2007
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Unken, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Unken, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Januar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Unken, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Januar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Unken, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 3. Januar 2021.
  9. Gemeindewahlen 2019. (PDF) Das Land Salzburg, S. 142, abgerufen am 3. Januar 2021.
  10. Kurt Sturm. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  11. Franz Ensinger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  12. Hubert Lohfeyer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  13. Florian Juritsch. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  14. Der Förder-Profi aus dem Pinzgau, Kommunal am 20. September 2019
  15. Gemeinde Unken, Gemeindewappen. Abgerufen am 3. Januar 2021.