Unland

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Unland ist eine Kategorie der 1980 (in den neuen Ländern 1992) eingeführten vierjährlichen und seit 2008 jährlichen Flächenerhebung in der deutschen amtlichen Statistik (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung, EVAS-Nr. 33111, aktuell 31. Dezember 2010).

Nach der Begriffsbestimmung handelt es sich um „Unbebaute Flächen, die nicht geordnet genutzt werden“. Hierzu gehören Felsen, Steinriegel, größere Böschungen, Dünen, stillgelegtes und nicht rekultiviertes Abbauland und dergleichen.

Das „Unland“ ist im Nutzungsartenverzeichnis eine Unterposition der „Flächen anderer Nutzung“. Nach Nutzungsartenschlüssel wird es wie folgt dargestellt:[1]

  • 900 Flächen anderer Nutzung
    • 950 Unland
      • 951 Felsen, Steinriegel
      • 952 Düne
      • 953 Stillgelegtes Abbauland
      • 959 Unland, nicht weiter untergliedert

Ferner wird der Begriff Unland im deutschen Liegenschaftskataster als Nutzungsartengruppe 37000 bei der Erfassung der tatsächlichen Nutzung eines Flurstücks definiert. Danach ist Unland eine Fläche ohne nennenswerten Bewuchs auf Grund besonderer Bodenbeschaffenheit, wie z. B. Fels, Steine, Schotter, Geröll, Sand, Schnee, Eis oder Firn.

Vom Unland zu unterscheiden ist das Ödland. Dieser Begriff findet in Deutschland kaum amtliche Verwendung und ist weiter gefasst als Unland. Er bezieht auch Moore und Sumpf mit ein, die ja durchaus nennenswerten Bewuchs aufweisen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung, 2010 (Seite 17 der PDF-Datei 460KB) (Memento vom 14. November 2012 im Internet Archive)