Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix

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Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix
(ital.: Senale-S. Felice)
Wappen
Wappen von Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix
Karte
Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2019)
782/760
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
98,95 % deutsch
1,05 % italienisch
0,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 30′ N, 11° 7′ OKoordinaten: 46° 30′ N, 11° 7′ O
Meereshöhe: 1.091–2434 m s.l.m. (Zentrum: 1279 m s.l.m.)
Fläche: 27,6 km²
Dauersiedlungsraum: 3,2 km²
Fraktionen: Malgasott, Unsere Liebe Frau im Walde, St. Felix
Nachbargemeinden: Borgo d’Anaunia (TN), Eppan, Nals, St. Pankraz, Tisens
Partnerschaft mit: Markt Weidenberg in Oberfranken
Postleitzahl: 39010
Vorwahl: 0463
ISTAT-Nummer: 021118
Steuernummer: 82007070210
Bürgermeister (2020): Gabriela Kofler (SVP)

Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix (italienisch Senale-San Felice) ist eine italienische Gemeinde mit 760 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in Südtirol. Sie befindet sich südlich des Gampenpasses im oberen Nonstal. Sie ist eine der drei deutschsprachigen Gemeinden im Nonstal, die zusammenfassend als Deutschnonsberg bezeichnet werden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf St. Felix

Die Gemeinde Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix befindet sich im obersten Nonstal, genauer am Deutschnonsberg, wie der deutschsprachige und deshalb zu Südtirol gehörende Bereich der ansonsten italienischsprachigen Talschaft genannt wird. Die Südgrenze der Gemeinde ist gleichzeitig die Provinzgrenze zum Trentino. Die beiden Dörfer Unsere Liebe Frau im Walde (1350 m) und St. Felix (1250 m; Sitz der Gemeindeverwaltung) liegen an den Hängen der Nonsberggruppe unterhalb des Gampenpasses (1518 m), der einen Übergang ins Etschtal vermittelt. Im Nordwesten findet das Gemeindegebiet am Laugen (2434 m) seinen höchsten Punkt; im Osten erreicht es die dicht bewaldeten nördlichen Ausläufer des Mendelkamms. Dort befindet sich auch der Felixer Weiher (1604 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Unsere Liebe Frau im Walde

Am Felixer Weiher wurden Spuren von saisonaler Besiedlung aus der Urgeschichte gefunden. Auf den östlichen Berghängen der Oberen Inneren südlich des Gampenjochs wurden Streufunde aus der Antike gefunden.

Unsere Liebe Frau im Walde und St. Felix gehörten bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zur Grafschaft Tirol und damit zu Österreich-Ungarn. Mit dem Vertrag von Saint-Germain kamen beide Dörfer 1920 zusammen mit dem Großteil Tirols südlich des Alpenhauptkamms zu Italien. Als 1927 auf diesen ehemals österreichischen Gebieten die beiden Provinzen Bozen und Trient entstanden, wurden Unsere Liebe Frau im Walde und St. Felix wie auch die anderen Gemeinden des Deutschnonsbergs der mehrheitlich italienischsprachigen Provinz Trient zugeschlagen. Erst 1948 wurden beide Dörfer in die Provinz Bozen bzw. Südtirol eingegliedert, wo sie 1974 zu einer gemeinsamen Gemeinde zusammengeschlossen wurden.

Die Anthropologen John W. Cole und Eric R. Wolf verglichen in ihrem 1974 erschienen Werk The Hidden Frontier: Ecology and Ethnicity in an Alpine Valley das deutsche St. Felix mit dem italienischen Tret. Sie fanden ganz bedeutende kulturelle und architektonische Unterschiede, obwohl die beiden Dörfer nur 1,6 Kilometer auseinander liegen und dieselben ökologischen Voraussetzungen haben. Sie stellten die beiden Dörfer als Beispiele für das germanische Europa und romanische Europa dar.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1974:[1]

  • Johann Weiss: 1974–1990
  • Josef Weiss: 1990–1993
  • Waltraud Kofler: 1994–2010
  • Patrik Ausserer: 2010–2016
  • Gabriela Kofler: seit 2017

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es Bildungseinrichtungen für die deutsche Sprachgruppe. Zu diesen gehören zwei Grundschulen (in St. Felix und Unsere Liebe Frau im Walde) sowie eine Mittelschule in St. Felix.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Kraftverkehr ist die Gemeinde in erster Linie durch die SS 238 erschlossen, die St. Felix durchquert und Unsere Liebe Frau im Walde berührt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Unsere Liebe Frau im Walde-St. Felix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. (PDF; 15 MB) In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015.