Unter-Widdersheim

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Unter-Widdersheim
Stadt Nidda
Koordinaten: 50° 25′ 47″ N, 8° 55′ 2″ O
Höhe: 140 (136–152) m ü. NHN
Fläche: 3,37 km²[1]
Einwohner: 303 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06402
Bild von Unter-Widdersheim

Unter-Widdersheim ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt in der nördlichen Wetterau nordwestlich von Nidda. Am westlichen Ortsrand verläuft die Landesstraße 3188.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein in der Nähe des Neubaugebietes vorhandener 2,30 m großer Menhir – der sog. Kindstein – weist auf eine Besiedlung zur Zeit der Megalithkultur, also dem 3. Jahrtausend v. Chr., hin. In der Nähe des Ortes verlief der Limes mit einem Kleinkastell, das sich beim Massohl-Steinbruch, auch „Die Burg“ genannt, befindet. 1260 wurde es als Niedyrn-Wetridesheim erstmals schriftlich erwähnt.

Am 1. August 1972 wurde Unter-Widdersheim in die Stadt Nidda eingegliedert.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Unter-Widdersheim unterstand im Überblick:[1][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

  • 1961: 280 evangelische und 30 katholische Einwohner
Unter-Widdersheim: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2016
Jahr  Einwohner
1791
  
207
1834
  
258
1840
  
245
1846
  
322
1852
  
250
1858
  
271
1864
  
250
1871
  
267
1875
  
295
1885
  
305
1895
  
277
1905
  
278
1910
  
296
1925
  
248
1939
  
267
1946
  
367
1950
  
371
1956
  
334
1961
  
312
1967
  
297
1970
  
293
2000
  
372
2006
  
356
2010
  
328
2016
  
303
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1791:[7]; ab 2000:[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Rainer Strauch (Stand Juni 2013).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Unter-Widdersheim, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b „Nidda in Zahlen“ im Internetauftritt der Stadt Nidda, abgerufen im März 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.
  4. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  5. Martin Röhling: Niddaer Geschichtsblätter. Heft 9. Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain. Hrsg.: Niddaer Heimatmuseum e. V. Im Selbstverlag, 2005, ISBN 3-9803915-9-0, S. 75, 115.
  6. Die Zugehörigkeit des Amtes Schotten anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604, Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638 und Hessen-Darmstadt 1567-1866
  7. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 210, 282 (online bei HathiTrust’s digital library).
  8. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 9 (online bei Google Books).
  9. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 345, 422 (online bei Google Books).
  10. Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 262 ff. (online bei Google Books).
  11. Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler: Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen  vom 1. April 1937. In: Hessisches Regierungsblatt. Nr. 1937/8, S. 121 ff. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 11,2 MB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unter-Widdersheim – Sammlung von Bildern