Unter Anklage – Der Fall McMartin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Unter Anklage – Der Fall McMartin
Originaltitel Indictment: The McMartin Trial
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Stab
Regie Mick Jackson
Drehbuch Abby Mann, Myra Mann
Produktion Diana Pokorny
Musik Peter Rodgers Melnick
Kamera Rodrigo García
Schnitt Richard A. Harris
Besetzung

Unter Anklage – Der Fall McMartin ist ein Fernsehfilm, der 1995 produziert wurde. Er basiert auf der wahren Geschichte der Missbrauchsvorwürfe an der McMartin-Vorschule.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie McMartin betreibt eine Vorschule in Manhattan Beach (Kalifornien). Nach Vorwürfen einer Mutter über den angeblichen Missbrauch ihres Sohnes wird gegen das gesamte Personal der Vorschule ermittelt. Die Vorwürfe steigern sich zu sexuellem Missbrauch in Verbindung mit satanistischen Ritualen in über 100 Fällen. Es wird Anklage erhoben.

Die meisten Tatvorwürfe basieren auf Aussagen von Kindern nach suggestiven Befragungen durch die sich als Psychotherapeutin ausgebende aber in diesem Bereich gänzlich unqualifizierte Kee MacFarlane. Nach und nach erkennen Verteidigung und Staatsanwaltschaft diese und andere Unstimmigkeiten. Außerdem wird bei der ersten Mutter, die einen Missbrauch meldete, eine schwere psychische Erkrankung festgestellt. Immer mehr Vorwürfe müssen fallen gelassen werden und am Ende werden alle Angeklagten freigesprochen. Die sieben Jahre dauernden Prozesse kosteten die damalige Rekordsumme von 16 Millionen Dollar.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seth Mydan von der New York Times schrieb: „Der Film hat keinen Anspruch auf Objektivität: Es gibt gute Jungs in der McMartin-Saga, und es gibt sehr, sehr schlechte Jungs...“ Er fügte hinzu: „Versucht auch nicht, den Film auf schwierige Fragen zu untersuchen. Es ist ein Drama, nicht so sehr über den schmerzhaften Prozess der Kindergeschichten von Missbrauch oder über die Angst und Schuld ihrer Eltern, sondern über die Zerstörungswut eines Systems, das Amok läuft.“[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gewann die Golden Globe Awards 1996 für beste Miniserie oder Fernsehfilm, sowie für Shirley Knight als beste Nebendarstellerin. Einen Emmy in der 47. Emmy-Verleihung 1995 gewann der Film in der Kategorie „außergewöhnlicher Fernsehfilm“ und Shirley Knight für die beste Nebendarstellerin und Richard A. Harris für seine Schnittarbeit. Den Directors Guild of America Award gewann der Regisseur Mick Jackson.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seth Mydans: A Child-Abuse Case, in the Eyes of the Accused The New York Times, vom 14. Mai 1995, überprüft am 3. März 2016