Untere Wümme (Bremen)

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Untere Wümme
Wümme bei Blockland

Wümme bei Blockland

Lage Bremen, Freie Hansestadt Bremen
Fläche 148,5 ha
Kennung 13
WDPA-ID 166001
FFH-Gebiet 148,5 ha
Vogelschutzgebiet 148,5 ha
Geographische Lage 53° 9′ N, 8° 50′ OKoordinaten: 53° 9′ 23″ N, 8° 50′ 18″ O
Untere Wümme (Bremen) (Bremen)
Untere Wümme (Bremen)
Meereshöhe von 0 m bis 2,5
Einrichtungsdatum 8. Oktober 1991
f6

Untere Wümme ist ein Naturschutzgebiet in den Ortsteilen Blockland und Borgfeld und dem Stadtteil Horn-Lehe der Stadtgemeinde Bremen.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet ist 148,5 Hektar groß. Es ist im Naturschutzbuch der Stadtgemeinde Bremen unter der Nummer 13 eingetragen. Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil des rund 445 Hektar großen FFH-Gebietes „Untere Wümme“[1] und des 3.180,3 Hektar großen EU-Vogelschutzgebietes „Blockland“.[2] Das Gebiet steht seit dem 8. Oktober 1991 unter Naturschutz. Es wird seit 2006 von der 1999 gegründeten Stiftung NordWest Natur betreut.[3] Zuständige Naturschutzbehörde ist der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet umfasst den Unterlauf der Wümme von Borgfeld bis zur Lesum zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen in der Flussmitte und dem Wümmedeich. Es schließt direkt an das gleichnamige Naturschutzgebiet auf niedersächsischem Gebiet an und bildet mit diesem ein zusammenhängendes Schutzgebiet. Südlich des Deichs liegt das Blockland, eine Feuchtwiesen­landschaft und ursprünglich Überschwemmungsgebiet der Wümme, das als Landschaftsschutzgebiet „Blockland-Burgdammer Wiesen“ ausgewiesen ist. Im Südosten grenzt es an das Naturschutzgebiet „Westliches Hollerland (Leherfeld)“, im Osten schließt sich das Naturschutzgebiet „Borgfelder Wümmewiesen“ an.

Der mäandrierende, gezeiten­beeinflusste Unterlauf der Wümme ist geprägt von weitläufigen Röhricht­gebieten, Weiden­auwald, feuchten Hochstaudenfluren sowie Süßwasserwatten. Er hat eine große Bedeutung als verbindendes Glied zwischen der flussaufwärts liegenden Fischerhuder und Borgfelder Wümmeniederung und der nordwestlich gelegenen Hamme­niederung.

Die Wümme ist Lebensraum verschiedener Wanderfische. Aal, Lachs und Meerforelle sind heimisch. Der Fluss ist auch Lebensraum von Meer-, Fluss- und Bachneunauge sowie des Schlammpeitzgers. Auch der Fischotter ist hier wieder heimisch. Die ausgedehnten Röhrichtgebiete sind Lebensraum verschiedener Röhrichtbrüter, darunter verschiedene Rohrsängerarten.[4] Auch die Rohrweihe kommt vor. Im Naturschutzgebiet siedeln u. a. Sumpfdotterblume und Sumpfgreiskraut.

In der Nähe der Oberneulander Schleuse, welche die Neue Semkenfahrt mit der Wümme verbindet, hat sich Anfang der 1990er-Jahre eine Graureiher­kolonie angesiedelt.[5]

Das Naturschutzgebiet grenzt im Osten an die Borgfelder Allee, die Borgfeld mit Lilienthal verbindet, und wird etwas unterhalb der Borgfelder Allee von der Lilienthaler Allee als Lilienthaler Umgehungsstraße gequert. Parallel dazu quert die Trasse der ehemaligen Kleinbahn Bremen–Tarmstedt das Schutzgebiet (auf ihr verläuft ein Rad- und Wanderweg). Eine weitere Straße quert das Schutzgebiet südöstlich von Ritterhude.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Untere Wümme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nr. 13 Untere Wümme, Übersicht Naturschutzgebiete im Bremer Umweltinformationssystem, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
  • Untere Wümme, Schutzgebiete im Land Bremen, Broschüre der Freien Hansestadt Bremen (PDF-Datei, 1,0 MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Untere Wümme, Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 22. März 2018
  2. Blockland, Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 22. März 2018
  3. Naturschutzgebiet Untere Wümme, NordWest Natur, Nordwestdeutsche Stiftung für Tier- und Naturschutz. Abgerufen am 12. Mai 2011.
  4. Untere Wümme, BUND, Landesverband Bremen. Abgerufen am 22. März 2018
  5. Untere Wümme, Erlebnisraum Natur, Freie Hansestadt Bremen. Abgerufen am 22. März 2018