Unterfarrnbach

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Unterfarrnbach
Stadt Fürth
Koordinaten: 49° 29′ 26″ N, 10° 57′ 6″ O
Höhe: 300 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Januar 1918
Postleitzahlen: 90766, 90768
Vorwahl: 0911
Ortsdurchfahrt im Altort (2011)
Ortsdurchfahrt im Altort (2011)
Kriegerdenkmal im alten Ortskern, das Relief zeigt den heiligen Georg

Unterfarrnbach ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Fürth in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt drei Kilometer nordwestlich des historischen Fürther Stadtkernes auf einer Höhe von 300 m ü. NN im Tal der Farrnbach.

Unterfarrnbach grenzt im Norden an Atzenhof, im Osten an Schwand und im Süden an die Hardhöhe. Zudem bildet die Hintere Straße, welche als Brücke beim Hafen Fürth über den Main-Donau-Kanal führt, den Übergang von Unterfarrnbach, zum westlich gelegenem Burgfarrnbach. Die namensgebende Farrnbach trennt den alten, landwirtschaftlich geprägten Ortskern im Norden von den südlich gelegenen Neubaugebieten, die heute eine Fläche von circa 1,6 km² einnehmen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine frühe Erwähnung findet sich in der Zuteilung Unterfarrnbachs und anderer Gemeinden zu der Pfarrei St. Johannis in Burgfarrnbach durch den Bamberger Bischof Friedrich I. von Hohenlohe am 29. Mai 1349.[2]

Historische Karten zeigen Unter Farrnbach in den 1860er Jahren als ein Straßendorf mit etwa dreißig Herdstellen. Südöstlich des Ortes verlief ab 1850 ein Verschwenkung der Trasse der Ludwigs-Nord-Süd-Bahn, ohne dass es dort einen Halt gab.[3] An historischer Bausubstanz sind im Ort zwei Wohnstallhäuser, zwei Gasthöfe und das Schulhaus sowie mehrere Wegkreuze als Baudenkmale erhalten geblieben.[4]

Am 1. Januar 1918 wurde Unterfarrnbach zusammen mit Atzenhof in die Stadt Fürth eingemeindet.[5] Seit der 1996 beschlossenen Neugliederung des Fürther Stadtgebiets ist Unterfarrnbach der statistische Bezirk 10 und gehört zum Stadtbezirk West, hat eine Fläche von 4,586 km² und 4862 Einwohner (Stand 2004).[6] Eine weitere Neugliederung der Ortsteile erfolgte im Sommer 2016.[1]

Kirchweih

Auch wenn Unterfarrnbach selbst keine eigene Kirche besitzt, so hat der Ortsteil doch eine jährlich im August stattfindende Kirchweih, gerne auch "Kärwa" genannt. Diese wird seit 1986 von den Unterfarrnbacher Kärwaburschen ausgerichtet und es wurde eigens ein Kirchweihplatz angelegt.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterfarrnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadtteile Fürth 2016 (.pdf)
  2. Altstadtverein Fürth, Blaeddla 37
  3. Unter Farnnbach auf BayernAtlas Klassik, historische Karte von 1864
  4. LfD-Liste für Fürth (.pdf)
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  6. Kapitel 16 (PDF; 782 kB) des Statistischen Jahrbuchs 2005 der Stadt Fürth
  7. Pressebericht Nordbayern.de von 2011
  8. Lände Fürth bei Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie