Unterfrauenhaid

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Unterfrauenhaid
Wappen von Unterfrauenhaid
Unterfrauenhaid (Österreich)
Unterfrauenhaid
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 10,96 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 16° 30′ OKoordinaten: 47° 34′ 21″ N, 16° 29′ 59″ O
Höhe: 323 m ü. A.
Einwohner: 686 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7321
Vorwahl: 02619
Gemeindekennziffer: 1 08 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 28
7321 Unterfrauenhaid
Website: www.unterfrauenhaid.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Kreisits (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(13 Mitglieder)
7
6
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Unterfrauenhaid im Bezirk Oberpullendorf
Deutschkreutz Draßmarkt Frankenau-Unterpullendorf Großwarasdorf Horitschon Kaisersdorf Kobersdorf Lackenbach Lackendorf Lockenhaus Lutzmannsburg Mannersdorf an der Rabnitz Markt Sankt Martin Neckenmarkt Neutal Nikitsch Oberloisdorf Oberpullendorf Pilgersdorf Piringsdorf Raiding Ritzing (Burgenland) Steinberg-Dörfl Stoob Unterfrauenhaid Unterrabnitz-Schwendgraben Weingraben Weppersdorf BurgenlandLage der Gemeinde Unterfrauenhaid im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt an der Hauptstraße
Gemeindeamt an der Hauptstraße
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Unterfrauenhaid (ungarisch: Lók, kroatisch: Svetica) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland, am westlichen Ufer des Raidingbaches, zwischen Lackenbach und Raiding an den Ausläufern des Ödenburger Gebirges.

Unterfrauenhaid ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Unterfrauenhaid dann in der Provinz Pannonia.

Unterfrauenhaid ist seit 1578 Marktgemeinde.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lók verwendet werden. In der Dorfkirche wurde der Komponist Franz Liszt getauft.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1971 wurde Unterfrauenhaid mit Lackendorf und Raiding zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen, die später aber wieder aufgelöst wurde.

Das Marktgemeinderecht von Unterfrauenhaid wurde 1990 erneuert.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Wappens erfolgte am 28. Juni 1992.

Blasonierung: „In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild, vorne ein silberner barocker Kirchenturm, hinten ein aufrechtes grünes Eichenblatt.“

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1989–2007 Erich Lämmermayer (SPÖ)[1]
  • seit 2007 Friedrich Kreisits (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Unterfrauenhaid
  • Pfarr- und Wallfahrtskirche Unterfrauenhaid: Entstanden um 1200. Die Kirche von Unterfrauenhaid ist historisch eine der wenigen romanischen Pfarrkirchen des Burgenlandes.
  • Friedhof: Mitte des 15. Jahrhunderts Erweiterung und Umbau zu einer Wehrkirche mit Wehrmauer zum Schutz der Bürger im Falle eines feindlichen Angriffes.
  • Kreuzkapelle in der Hauptstraße
  • Bildstöcke: Nischenpfeiler am östlichen Ortsausgang, Schmerzensmann bei der Kirche (1628), Friedensäule in der Feldgasse (1620).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dine Petrik (* 1942), österreichische Schriftstellerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterfrauenhaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen Juni 2012 Marktgemeinde Unterfrauenhaid