Unterfrauenhaid

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Unterfrauenhaid
Wappen Österreichkarte
Wappen von Unterfrauenhaid
Unterfrauenhaid (Österreich)
Unterfrauenhaid
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 10,96 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 16° 30′ OKoordinaten: 47° 34′ 21″ N, 16° 29′ 59″ O
Höhe: 323 m ü. A.
Einwohner: 681 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 62 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7321
Vorwahl: 02619
Gemeindekennziffer: 1 08 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 28
7321 Unterfrauenhaid
Website: www.unterfrauenhaid.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Kreisits (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(13 Mitglieder)
7
6
Insgesamt 13 Sitze
Lage der Marktgemeinde Unterfrauenhaid im Bezirk Oberpullendorf
DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenlandLage der Gemeinde Unterfrauenhaid im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Unterfrauenhaid (ungarisch: Lók, kroatisch: Svetica) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland, am westlichen Ufer des Raidingbaches, zwischen Lackenbach und Raiding an den Ausläufern des Ödenburger Gebirges.

Unterfrauenhaid ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Frauenhaid“ (Mitte rechts) um 1880 (Aufnahmeblatt der Josephinischen Landesaufnahme)

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Unterfrauenhaid dann in der Provinz Pannonia.

Unterfrauenhaid ist seit 1578 Marktgemeinde.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lók verwendet werden. In der Dorfkirche wurde der Komponist Franz Liszt getauft.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1971 wurde Unterfrauenhaid mit Lackendorf und Raiding zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen, die später aber wieder aufgelöst wurde.

Das Marktgemeinderecht von Unterfrauenhaid wurde 1990 erneuert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,53
(+2,06)
45,47
(-2,06)

Gemeindeamt an der Hauptstraße

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 13 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 337 54,53 7 297 52,47 7 287 51,99 7 247 48,43 6 218 46,38 6
ÖVP 281 45,47 6 269 47,53 6 265 48,01 6 263 51,57 7 214 45,53 6
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 38 8,09 1
Wahlberechtigte 662 617 618 582 518
Wahlbeteiligung 96,83 % 94,65 % 93,85 % 92,44 % 94,02 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeister Friedrich Kreisits (SPÖ) und Vizebürgermeister Thomas Niklos (ÖVP) gehört weiters der geschäftsführende Gemeinderat Erich Fruhstuck (SPÖ) dem Gemeindevorstand an.[5]

Gemeindekassierin Anneliese Kautz.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Friedrich Kreisits (SPÖ), der 2007 die Nachfolge von Erich Lämmermayer (SPÖ), der 18 Jahre lang der Gemeinde vorstand.[6] Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde er mit 56,42 % in seinem Amt bestätigt. Damit lag er um 1,89 % über dem Ergebnis seiner Partei, was bedeutet, dass er auch Stimmen der ÖVP-Wähler erhielt. Sein Mitbewerber Thomas Niklos (ÖVP) erreichte 43,58 %.[1]

Leiter des Gemeindeamts ist Otto Scheu.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Unterfrauenhaid COA.svg Die Verleihung des Wappens erfolgte am 28. Juni 1992.

Blasonierung: „In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild, vorne ein silberner barocker Kirchturm, hinten ein aufrechtes grünes Eichenblatt.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pax-Mundi-Denkmal (Friede den Völkern der Welt) − von der Abschlussklasse der Landesfachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Unterfrauenhaid
  • Pfarr- und Wallfahrtskirche Unterfrauenhaid: Entstanden um 1200. Die Kirche von Unterfrauenhaid ist historisch eine der wenigen romanischen Pfarrkirchen des Burgenlandes.
  • Friedhof: Mitte des 15. Jahrhunderts Erweiterung und Umbau zu einer Wehrkirche mit Wehrmauer zum Schutz der Bürger im Falle eines feindlichen Angriffes.
  • Kreuzkapelle in der Hauptstraße
  • Bildstöcke: Nischenpfeiler am östlichen Ortsausgang, Schmerzensmann bei der Kirche (1628), Friedensäule in der Feldgasse (1620).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dine Petrik (* 1942), österreichische Schriftstellerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterfrauenhaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Unterfrauenhaid 2017 (abgerufen am 3. Jänner 2018)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis Unterfrauenhaid 2012 (abgerufen am 3. Jänner 2018)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Unterfrauenhaid 2007 (abgerufen am 3. Jänner 2018)
  4. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Unterfrauenhaid 2002 (abgerufen am 3. Jänner 2018)
  5. a b c Marktgemeinde Unterfrauenhaid: Gemeinderäte (abgerufen am 3. Jänner 2018)
  6. Marktgemeinde Unterfrauenhaid: Information Juni 2012 (abgerufen am 3. Jänner 2018)