Untergrombach

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Untergrombach
Stadt Bruchsal
Wappen von Untergrombach
Koordinaten: 49° 5′ 11″ N, 8° 33′ 15″ O
Fläche: 9,6 km²
Einwohner: 6139 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 639 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 76646
Vorwahl: 07257
Karte
Untergrombach südwestlich der Kernstadt von Bruchsal
Michaelskapelle auf dem Michaelsberg

Untergrombach ist ein Stadtteil der Stadt Bruchsal im Landkreis Karlsruhe.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 960 Hektar[2] große Stadtteilgebiet von Untergrombach liegt am Rande des Kraichgaus und der Oberrheinischen Tiefebene am Ufer des Grombachs. 15 Kilometer südwestlich befindet sich Karlsruhe. Durch den Ort führt die Bundesstraße 3, auf der die Bertha Benz Memorial Route verläuft. Die Nachbarorte sind:

Büchenau Bruchsal
Staffort Nachbargemeinden
Weingarten Obergrombach

Zwischen Untergrombach und dem südlich gelegenen Weingarten liegt das Naturschutzgebiet Ungeheuerklamm, in Richtung der nördlich gelegenen Kernstadt von Bruchsal die Naturschutzgebiete Kaiserberg[3] sowie Michaelsberg und Habichtsbuckel.[4]

Nördlich des Ortes befindet sich ein Baggersee.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedelung des heutigen Gebiets von Untergrombach geht mindestens in die Jungsteinzeit (spätes 5. und 4. Jahrtausend v. Chr.) zurück: Auf dem Michaelsberg wurden 1884 Spuren der Michelsberger Kultur gefunden. Der Ort wurde erstmals 789 urkundlich erwähnt.[6] Von 1346 stammt die erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle auf dem Michaelsberg, die heutige Michaelskapelle wurde 1742 bis 1744 erbaut. 1470 wurde der deutsche Bauernführer Joß Fritz in Untergrombach geboren, der die Bundschuh-Bewegung anführte, die für Aufstände gegen Unterdrückung und Leibeigenschaft sorgte. An ihn erinnert der Joß-Fritz-Brunnen in der Ortsmitte.[7] 1843 wurde der Ort mit dem Haltepunkt Untergrombach an der Rheintalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.[7] 1907 wurde der Fußballverein FC Germania Untergrombach gegründet. Untergrombach entwickelte sich vom Bauerndorf zur Arbeiterwohngemeinde bis hin zur Eingemeindung nach Bruchsal am 1. Juli 1971.[6][8] Seit 1989 besteht eine Partnerschaft mit Sainte-Marie-aux-Mines im Elsass.[9] 2018 war Untergrombach der bevölkerungsreichste Stadtteil Bruchsals.[1]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1939 1950 1961 1965[10] 2005 2010 2015 2016 2017[11] 2018[1]
Einwohner 3029 3728 4141 4425 6017 5902 6025 6096 6087 6139

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der baden-württembergischen Gemeindeordnung wurde in Untergrombach ein Ortschaftsrat eingerichtet, der aus 12 Personen besteht (Stand: Januar 2020).[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau eine silberne Traube mit zwei silbernen Blättern, darüber eine von zwei goldenen Sternen begleitete goldene Krone.“[13]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joß-Fritz-Brunnen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Untergrombach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Wohnbevölkerung und Informationen zu den Stadtteilen. Website der Stadt Bruchsal. Dazu kommen 231 Personen mit einem Nebenwohnsitz in Untergrombach.
  2. Bruchsaler Zahlen, Daten, Fakten, siehe Karte. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  3. Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet "Kaiserberg" vom 4. Dezember 1979 (GBl. v. 25.01.1980, S. 26).
  4. Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Michaelsberg und Habichtsbuckel" vom 2. April 1996 (GBl. v. 07.06.1996, S. 382).
  5. Baggersee Untergrombach. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  6. a b Josef Lindenfelser: Untergrombach: Ein Dorf im Wandel der Zeit. Hrsg. vom Heimatverein Untergrombach. Verlag Regionalkultur, 1996, ISBN 3-929366-19-3.
  7. a b Untergrombach. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 473.
  9. Jumelage. Ville de Sainte-Marie-aux-Mines. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  10. Innenministerium und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs in Wort und Zahl, Heft 25, Landkreis Bruchsal, S. 24.
  11. Bruchsal Einwohner - Untergrombach. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  12. Ortschaftsräte sowie Ortschaftsrat Untergrombach. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 3. Februar 2020.
  13. Untergrombacher Wappen. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 3. Februar 2020.
  14. Die Synagoge in Untergrombach bei Alemannia Judaica
  15. Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  16. Flyer des Heimatmuseums Untergrombach im Firstsäulenständerhaus. Abgerufen am 8. Januar 2020.
  17. Prof. Dr. jur. Dr. med. h.c. Siegfried Kühn sowie Liste der Ehrenbürger. Website der Stadt Bruchsal. Abgerufen am 8. Januar 2020.