Unterhaltungskünstler

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Als Unterhaltungskünstler, auch Entertainer (engl. „Unterhalter“), wird ein darstellender Künstler bezeichnet, der vor einem Publikum auftritt und mit besonderer Bühnenpräsenz in Verbindung gebracht wird. Sekundär wird der Begriff allerdings auch schlicht als Synonym für jeden darstellenden Künstler verwendet.

Als Entertainer bezeichnete Künstler sind meist in mehreren Bereichen der Unterhaltungsindustrie gleichzeitig tätig, beispielsweise zu etwa gleichen Anteilen als Autoren, Musiker, Schauspieler, Moderatoren und Comedians. Oft gibt es dabei aber eine klare Gewichtung bzw. Fokussierung auf einen oder zwei dieser Teilbereiche. Late-Night-Talker Harald Schmidt verbrachte beispielsweise den größten Teil seiner Karriere als Fernsehmoderator, war aber auch als Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettist und Kolumnist tätig. John Barrowman studierte Darstellende Kunst und legt seinen Fokus auf das Schauspiel, arbeitet aber auch als Comedian, (Musical-)Sänger, Alleinunterhalter, Fernseh- und Radiomoderator sowie Jugend- und Comicbuchautor. Neil Patrick Harris unterhält neben seiner Schauspielkarriere ebenfalls als Musicalsänger und Fernsehmoderator sowie als Akrobat und Zauberkünstler (u. a. in der Academy of Magical Arts).

Hauptsächlich musikalisch tätige Unterhaltungskünstler, die im 20. Jahrhundert populär waren, waren z. B. Elvis Presley, Frank Sinatra, Liberace, Sammy Davis, Jr., Dean Martin, Judy Garland, Rosemary Clooney und Udo Jürgens. Heute werden u. a. Robbie Williams und Madonna als Entertainer bezeichnet.

Im deutschsprachigen Raum waren neben Udo Jürgens auch Harald Juhnke, Peter Alexander, Rudi Carrell und Peter Frankenfeld sehr bekannte Unterhaltungskünstler. Mit ihnen sind auch die großen Samstagabendshows wie Musik ist Trumpf, die Peter Alexander Show und Wie wär’s heut mit Revue? verbunden. Heutzutage können Michael Schanze und Roberto Blanco dazu gezählt werden. In der DDR bedienten beispielsweise Helga Hahnemann und Horst Köbbert diese Sparte.

Als Entertainer werden auch Gastgeber von Talkshows bezeichnet, aktuell in Deutschland z. B. Thomas Gottschalk, Stefan Raab oder auch Götz Alsmann, wobei letzterer auch ein klassischer musikalischer Unterhaltungskünstler ist.[1] Manchmal werden auch Alleinunterhalter als Entertainer bezeichnet.[2]

Das Guinness-Buch der Rekorde nennt Michael Jackson den „erfolgreichsten Entertainer aller Zeiten“, da sein Album Thriller das bis heute meistverkaufte Album der Welt ist und alle seine nachfolgenden Alben ebenfalls die Spitze der internationalen Charts erreichten.

Als Unterhaltungskünstler werden aber auch zum Beispiel Zauberer, Jongleure und andere der Artistik nahestehende Künstler bezeichnet. Diese Künstler werden zumeist für Shows als auflockernde Programmpunkte gebucht oder sie spielen selbst ein abendfüllendes Programm und agieren so als Mittelpunkt und Unterhaltungskünstler.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Benno Bulitta: Handbuch für Entertainer. Tipps und Tricks vom Profi-Entertainer. epubli, Berlin 2011, ISBN 978-3-8442-0828-3.
  • Heinz Quermann: Wie wird man Entertainer? In: Ernst Günther, Heinz P. Hofmann, Walter Rösler (Hrsg.): Kassette. Rock, Pop, Schlager, Revue, Zirkus, Kabarett, Magie – ein Almanach (= Kassette). Nr. 7. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1984, S. 158–164 (DDR-Bezug).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_70940122/moderatoren-monitor-2014-aufsteiger-und-absteiger-in-der-beliebtheitsskala-der-tv-zuschauer.html
  2. Bernhard Iglhaut: Deutsch Synonyme: bedeutungsgleiche Worte, Redewendungen, Compact Verlag, 2008, S. 92 [1]