Unterm Dirndl wird gejodelt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
OriginaltitelUntern Dirndl wird gejodelt
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1973
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieAlois Brummer
DrehbuchAlois Brummer (als Peter Genzer)
ProduktionAlois Brummer
MusikFred Tornow u. a.
KameraHubertus Hagen
SchnittJürgen Wolter
Besetzung

Unterm Dirndl wird gejodelt ist eine deutsche Softsexfilmkomödie aus dem Jahre 1973 des Genrespezialisten Alois Brummer.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landei Heidi kommt aus der tiefsten bayerischen Provinz und geht in München zur Schule. Doch für die blonde, reizvolle Bauerntochter erweisen sich die Lernanforderungen als zu hoch, ihre Noten sind entsprechend schlecht. Warum also nicht den Leistungsschnitt anheben, indem sie ihr Röckchen entsprechend lüpft? Sie weiß um ihre körperlichen Reize und versucht den entsprechenden Lehrer zu becircen. Ihr voller Körpereinsatz zeigt Erfolg, und auf dem Weg zurück in die bayerische Provinz wird ihr klar, dass auf diesem Wege sich allerlei erreichen lässt. Schon während der Heimfahrt im Zug kokettiert sie mit einem kraftstrotzenden Bauernburschen mit kurzen Krachledernen an und einem weißgefederten Seppelhut auf dem Kopf und das in Gegenwart einer ebenfalls im Abteil sitzenden Nonne.

In Heidis oberbayerischen Heimat findet derweil in einem abgedunkelten Reisebus gerade eine angeblich amtsärztliche „Reihenuntersuchung“ statt; in Wirklichkeit treiben da aber eine Reihe von Prostituierten mit den jungen Kerls der Gegend hemmungslosen Sex. Auch Heidi stürzt sich, endlich daheim angekommen, auf die männliche Dorfbevölkerung und einer von ihnen holt, der gut gebaute Florian, im wortwörtlichen Sinne, erst einmal seinen Hammer aus der Hose, ehe er Heidi bespringen will. Doch das Unglück will es, dass er nach dem Schwimmen im See mit einem Fisch herauskommt, der sich an seinem Würmchen zwischen den Beinen festgebissen hat. Selbst auf dem familieneigenen Bauernhof hat Heidi keine Ruhe, der Knecht will ihr sofort an die Wäsche und fängt sich erst einmal eine Watsche ein. Schließlich zeigt sie sich dann doch noch willig …

Beide treiben es in einem Holzwagen, der von einigen dörflichen Gaudibursch’n mitten während des Aktes fortgezogen und in den Dorffluss gestürzt wird. Bald werden Heidis Sexeskapaden zum Dorfgespräch, und ihr Vater liest ihr erst einmal ordentlich die Leviten. Heidi reicht’s. Fluchtartig verlässt sie mit Hilfe eines jungen Burschen, der mit seinem Trecker zwei Särge transportiert, das kleinkarierte Dorfleben. Kaum auf der freien Wiese angekommen, verführt Heidi auch diesen jungen Mann. Als es zu regnen anfängt, treiben es die beiden in einem der leeren Särge weiter und erschrecken ein altes Hutzelweibchen fast zu Tode. Wieder zurück in München, soll dies nicht ihr letztes Abenteuer bleiben, denn dort lässt Heidi es richtig krachen. Am Ende sausen sie und ihre Freundin Inge nackt auf dem Sozius einer Rockermotorradgang in ein neues Leben fort.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterm Dirndl wird gejodelt wurde 1973 in München und anderen bayerischen Lokalitäten gedreht und am 29. November 1973 uraufgeführt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films schimpfte über diese „bayerische Sexposse voller Zoten, Stammtisch- und Kasernenstubenwitzen und genreüblicher Sex-Akrobatik. Ein in jeder Hinsicht letztklassiger Film.“[1] Die Süddeutsche Zeitung befand noch im Jahre 2012: „Die Filmindustrie hat das erotische Potential des Trachtengewands mit schwitzigen Streifen wie ‚Unterm Dirndl wird gejodelt‘ total verfehlt.“ Und die B.Z. urteilte vier Jahre zuvor über diesen Streifen schmallippig: „Billiges Sexfilmchen der siebziger Jahre.“

„Geistreich sind’s nicht, meine Filme, aber geistreiche Filme sind auch kein Geschäft.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unterm Dirndl wird gejodelt. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 14. Januar 2018.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Der Spiegel vom 19. Mai 1969