Untermaubach

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Untermaubach
Gemeinde Kreuzau
Koordinaten: 50° 43′ 36″ N, 6° 27′ 23″ O
Höhe: 166 m
Fläche: 3,12 km²
Einwohner: 1061 (31. Okt. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52372
Vorwahl: 02422
Die Buntsandsteinfelsen der Hochkoppel.

Untermaubach ist ein Ortsteil von Kreuzau in der Nordeifel im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, in der Rureifel gelegen.

Er liegt zwischen Kreuzau und Obermaubach. Der Ort ist für die Lage am Eingang der Eifel bekannt. Im lokalen Dialekt wird der Ort [uŋəˈmuːbaːx] ausgesprochen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Untermaubach nach Kreuzau eingemeindet.[2]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzige Kirche des Orts ist St. Brigida. Neben dem Kirchengebäude gehören ein Kindergarten und ein Pfarrheim zu den Einrichtungen der Pfarrgemeinde. Im Pfarrheim besteht auch eine kleine öffentliche Bibliothek. Der Pfarrer von Untermaubach betreut zusätzlich die Pfarre St. Appolinaris in Obermaubach. Die Gottesdienste werden oft vom eigenen Kirchenchor mitgestaltet. Zu Untermaubach gehört die St. Josef Schützenbruderschaft.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untermaubach ist verkehrstechnisch gut angebunden. Als öffentliche Verkehrsmittel stehen die Bahnstrecke Düren–Heimbach und eine Buslinie der Dürener Kreisbahn zur Verfügung. Die Bahnlinie wird regelmäßig in Richtung Düren und Heimbach befahren. Durch den Ort führen die Radwanderwege:

Wirtschaftlich am bedeutendsten ist die Papierfabrik. Im Volksmund wird sie Hochkoppel-Mühle genannt, nach der Felsformation Hochkoppel, an deren Fuß sie errichtet worden ist. Grund für die Ansiedlung ist das für die Papierherstellung bestens geeignete Wasser der Rur. Seit 1998 befindet sie sich nicht mehr in Privatbesitz; der ursprünglich nach seinem Gründer benannte Betrieb Strepp wurde daraufhin in Metsä Tissue Werk Kreuzau umbenannt. Neben diesem Großbetrieb ist Untermaubach Heimat von vielen Kleinbetrieben.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untermaubach besitzt mehrere denkmalgeschützte Gebäude:

  • Im Heidehof 46, Hofanlage mit Wohn-Stall-Haus, 18./19. Jahrhundert
  • Lindenstr. 4, Schelfer Hof (ehem. Schöffengericht), zweigeschossiges Fachwerkhaus, inschriftlich datiert 1558
  • Lindenstr. 8, zweigeschossiger Fachwerk-Winkelhof, Anfang 19. Jahrhundert
  • Brigidastr. 4, zweigeschossiges Bruchsteinhaus, 16./17. Jahrhundert.
  • Brigidastr. 19, Bildstock aus Bruchstein, 1790
  • Burgplatz 6, Burg Untermaubach, Anlage 14./15. Jahrhundert, Umbauten 17. u. 18. Jahrhundert. Ehemals Sitz der Herzöge von Jülich, (Waldgrafschaft), dann jeweils im Erbgang der Vlatten-Merode, Spies von Büllesheim Maubach, jetzt durch Kauf der Grafen von Spee
  • Burgplatz, Kath. Pfarrkirche St. Brigida, kleine Saalkirche, mit Bruchstein 1816, erneuert 1834
  • Rurstraße, Heiligenhäuschen aus Bruchstein, inschriftliche Datierung 1780
  • Rurstraße, Sandsteinkreuz (Wegekreuz), 1717
  • Flur 12, Nr. 258, Flurbezeichnung Im langen Berg, Stützmauer entlang des „Umwegs“: Reste der ehemaligen Weinbergterrassierungen sowie Stützmauer
  • Jüdischer Friedhof (Untermaubach)

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Synagoge Untermaubach

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Untermaubach einen Fußballverein mit Mannschaften in unterschiedlichen Altersklassen. Der eigene Sportplatz liegt am Weißenberg. Vereinssport wird auch im Tennisclub betrieben. Die eigene Tennisanlage liegt im Park am Rurufer in Richtung Schlagstein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kreuzau.de/ug/zadafa/index5.php
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307.