Unterreitnau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Unterreitnau liegt im Nordwesten von Lindau

Unterreitnau ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Lindau (Bodensee).

Unterreitnau von Süden

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterreitnau liegt in ländlichem Gebiet im Nordwesten der Stadt Lindau und bildet den nördlichsten der zehn Lindauer Stadtteile. Die Fläche der ehemaligen Gemeinde beträgt 620,17 Hektar. Nach der Volkszählung vom 25. Mai 1987 wurde die Bevölkerung mit 454 Personen beziffert.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Stadtteil zählen die Dörfer Bechtersweiler, Rengersweiler, Eggatsweiler, Hörbolz, Dürren, Rickatshofen sowie die Weiler Hörbolzmühle, Wiesfleck, Unterwaltersberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterreitnau grenzt im Süden an die Gemeinden Bodolz und Wasserburg, im Westen und Norden an die Gemeinden Kressbronn und Tettnang des baden-württembergischen Bodenseekreises.

Im Osten und Südosten schließen sich die Lindauer Stadtteile Oberreitnau und Schönau an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungen der Alemannen in diesem Gebiet lassen sich für das 8. Jahrhundert nachweisen, die erstmalige urkundliche Erwähnung Unterreitnaus geht auf das Jahr 805 zurück.
Am 1. Juli 1971 wurde Unterreitnau mit der Nachbargemeinde Oberreitnau zur Gemeinde Reitnau zusammengelegt[1], welche am 1. Januar 1976 im Zuge der Gemeindegebietsreform nach Lindau eingemeindet wurde.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Unterreitnau
Pestfriedhof

Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Urban und St. Silvester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turmunterbau dieser katholischen Pfarrkirche stammt wohl aus dem 14./15. Jahrhundert. Der Chor und die Westwand des Langhauses wurden gegen Ende des 15. Jahrhunderts erstellt. 1690 erfolgte eine Erweiterung und der Anbau der Josefskapelle.

Pestfriedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Rickartshofen liegt ein ehemaliger Pestfriedhof der Stadt Lindau.[3] Der rund 350 Quadratmeter große „Totenacker“ mit kleiner offener Kapelle wurde von Johann Philipp von Schindelin (1606–1681) gestiftet und diente im Jahr 1635 zahlreichen Pestopfern als letzte Ruhestätte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterreitnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 513.
  2. Kurzer Abriss der Geschichte des Landkreises Lindau (Bodensee)
  3. Kampf um den Erhalt des alten Lindauer Friedhofes in Aeschach (Seite 22)

Koordinaten: 47° 35′ N, 9° 40′ O