Unterreitnau

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Unterreitnau
Koordinaten: 47° 35′ 25″ N, 9° 39′ 43″ O
Höhe: 470 m
Einwohner: 120 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 88131
Vorwahl: 08382
Unterreitnau liegt im Nordwesten von Lindau
Unterreitnau von Süden

Unterreitnau (mundartlich: Undərraidnao oder Undərroədnao[2]) ist ein Pfarrdorf innerhalb des Stadtgebiets der bayerisch-schwäbischen Stadt Lindau (Bodensee).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterreitnau liegt in ländlichem Gebiet im Nordwesten der Stadt Lindau.

Gemarkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde und heutige Gemarkung Unterreitnau verfügt über eine Fläche von 620,17 Hektar. Zur Gemarkung zählen die Dörfer Bechtersweiler, Rengersweiler, Eggatsweiler, Hörbolz, Dürren, Rickatshofen sowie die Weiler Hörbolzmühle, Wiesfleck, Unterwaltersberg. Nach der Volkszählung vom 25. Mai 1987 wurde die Bevölkerung der Gemarkung mit 454 Personen beziffert.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung Unterreitnau grenzt im Süden an die Gemeinden Bodolz und Wasserburg, im Westen und Norden an die Gemeinden Kressbronn und Tettnang des baden-württembergischen Bodenseekreises.

Im Osten und Südosten schließen sich die Lindauer Stadtteile Oberreitnau und Schönau an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungen der Alemannen in diesem Gebiet lassen sich für das 8. Jahrhundert nachweisen, die erstmalige urkundliche Erwähnung Unterreitnaus geht auf das Jahr 805 zurück. Im Jahr 1791 fand die Vereinödung in Unterreitnau statt.[2] Im Jahr 1626 wurden 19 Häuser im Ort gezählt.[2] Am 1. Juli 1971 wurde Unterreitnau mit der Nachbargemeinde Oberreitnau zur Gemeinde Reitnau zusammengelegt[3], welche am 1. Januar 1976 im Zuge der Gemeindegebietsreform nach Lindau eingemeindet wurde.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Unterreitnau
Pestfriedhof

Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Urban und St. Sylvester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turmunterbau dieser katholischen Pfarrkirche stammt wohl aus dem 14./15. Jahrhundert. Der Chor und die Westwand des Langhauses wurden gegen Ende des 15. Jahrhunderts erstellt. 1690 erfolgte eine Erweiterung und der Anbau der Josefskapelle.

Pestfriedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Rickartshofen liegt ein ehemaliger Pestfriedhof der Stadt Lindau.[5] Der rund 350 Quadratmeter große „Totenacker“ mit kleiner offener Kapelle wurde von Johann Philipp von Schindelin (1606–1681) gestiftet und diente im Jahr 1635 zahlreichen Pestopfern als letzte Ruhestätte.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Unterreitnau

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Unterreitnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern - Gebietsstand: 25. Mai 1987 München 1991, S. 406.
  2. a b c Heinrich Löffler: Stadt- und Landkreis Lindau. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Teil Schwaben. Band 6, München, 1973, S. 74.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 513.
  4. Kurzer Abriss der Geschichte des Landkreises Lindau (Bodensee)
  5. Kampf um den Erhalt des alten Lindauer Friedhofes in Aeschach (Seite 22)