Unterrißdorf

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51.516711.6104Koordinaten: 51° 31′ 0″ N, 11° 36′ 0″ O

Unterrißdorf
Stadt Eisleben
Wappen von Unterrißdorf
Höhe: 104 m
Einwohner: 465 (31. Dez. 2004)
Eingemeindung: 1. Januar 2006
Postleitzahl: 06295
Vorwahl: 03475
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Lage von Unterrißdorf in Eisleben

die Dorfkirche von Unterrißdorf

Unterrißdorf ist ein Ortsteil der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geographie[Bearbeiten]

Unterrißdorf ist eine ehemals selbständige Gemeinde 4 km östlich von Marktplatz Eisleben. Sie gehört seit dem 1. Januar 2006 als Ortsteil zur Lutherstadt Eisleben.[1]

Der Ort liegt am Nordrand einer Senke, auch als Eisleber Becken bezeichnet. Im Windschatten des Harzes gelegen, im Süden durch den Hornburger Sattel geschützt, ist die Ortslage vergleichsweise niederschlagsarm. Der Jahresniederschlag liegt bei 450 - 500 mm Niederschlag pro Jahr. Die Hauptwindrichtung ist NW. Am Südrand des Ortes fließt die Böse Sieben, ein kleiner Bach, der bei Lüttchendorf in den Süßen See mündet. Die Nähe zum See begünstigt ein relativ mildes Klima.

Geschichte[Bearbeiten]

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Rißdorf als zehntpflichtiger Ort Risdorpf im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Dorfkirche von Unterrißdorf, St. Liudger und Maternus, ist ein spätromanischer Bau und wird auf 1180/1190 (Turm, Kirchenschiff vor 1500) datiert.[2]Der Altar ist spätgotisch, im nicht näher datierten Taufstein in Form eines vierzehneckigen Prismas befindet sich ein altes Messingbecken, in dessen Mitte das Gotteslamm mit Kreuzfahne abgebildet ist. Die Kanzel wurde als Mittelpunkt neu eingefügt. 1975–1977 fanden innen umfangreiche Bausanierungen statt, 2004/2009 eine aufwändige Dacherneuerung. Die 1841 von Voigt[3] aus Polleben (Bulleben) erbaute Orgel wurde 2001 umfassend instandgesetzt und 2010 noch einmal überholt.[4][5]
  • Gemeinschaftsgrab auf dem Ortsfriedhof für eine unbekannte Zahl von KZ-Häftlingen eines Todesmarsches aus dem Außenlager Wallhausen, die im April 1945 in einer Sandgrube von SS-Männern erschossen und dort verscharrt wurden, ehe sie auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte bekamen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die letzte ehrenamtliche Bürgermeisterin, Monika Drescher, wurde am 6. Mai 2001 gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  2. Britta Schulze-Thulin: Wanderführer für Mitteldeutschland, Halle (Saale) 2005, S. 51.
  3. Gottlob Voigt in Holger Brülls: Ladegast-Orgeln in Sachsen-Anhalt, Verlag Landesamt f. Denkmalpflege u. Archäologie S.-A, 2005
  4. St. Ljudger und Maternus
  5. St. Ljudger und Maternus mit Taufbecken und Altar

Weblinks[Bearbeiten]