Untersiebenbrunn

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Untersiebenbrunn
Wappen Österreichkarte
Wappen von Untersiebenbrunn
Untersiebenbrunn (Österreich)
Untersiebenbrunn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf
Kfz-Kennzeichen: GF
Fläche: 30,5 km²
Koordinaten: 48° 15′ N, 16° 45′ OKoordinaten: 48° 15′ 0″ N, 16° 44′ 30″ O
Höhe: 158 m ü. A.
Einwohner: 1.725 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2284
Vorwahl: 02286
Gemeindekennziffer: 3 08 58
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 16
2284 Untersiebenbrunn
Website: www.untersiebenbrunn.com
Politik
Bürgermeister: Reinhold Steinmetz (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
11
5
3
11 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Untersiebenbrunn im Bezirk Gänserndorf
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Untersiebenbrunn ist eine Gemeinde mit 1725 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersiebenbrunn liegt rund 20 km östlich von Wien im Marchfeld an dem nach Marchegg führenden Ast der Ostbahn in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 30,49 Quadratkilometer. 8,7 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Neben Untersiebenbrunn existiert als weitere Katastralgemeinde Neuhof.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weikendorf Weiden an der March
Obersiebenbrunn Nachbargemeinden Lassee
Leopoldsdorf im Marchfelde Haringsee

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus 1115. Der Name wird von den "sieben" (d.h. zahlreichen) Quellen des Stempfelbaches abgeleitet.

1340 wurde die erste Kirche in Form einer Wehrkirche errichtet. 1784 wurde Untersiebenbrunn zu einer eigenen Pfarre erhoben und dem Stift Melk inkorporiert.

Im Jahr 1910 wurden Gräber einer Ostgermanischen oder Alanisch-Sarmatischen Fürstin und eines Kindes aus dem 5. Jahrhundert gefunden, die aber nicht Aufschluss darüber gaben, ob Frau und Kind in der Gegend gelebt hatten oder nur im Begriff waren durchzuziehen. Jetzt wird der Name Untersiebenbrunn-Gruppe dieser Art Gräber aus dem 4. oder 5. Jahrhundert von den Archäologen gegeben, die in West- und Mitteleuropa aufgefunden worden sind, deren Material und Gegenstände vielfältig (Römisch, Sarmatisch, Germanisch, Alanisch) und gemischt sind. Es gibt andere bekannte Beispiele in Frankreich: Airan (Normandie), Hochfelden (Elsass) und Balleure (Burgund), in Deutschland: Fürst (Bayern), Altlußheim (Baden-Württemberg) und Wolfsheim (Rheinland-Pfalz), in Portugal: Beja[1].

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersiebenbrunn ist Sitz einer römisch-katholischen Pfarre.

83,1 % der Einwohner sind römisch-katholisch. Zweitgrößte Glaubensgemeinschaft ist der Islam, zu dem sich 6,3 % bekennen. Andere Bekenntnisse bleiben unter 1 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 8,1 %.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Popreg-Datenbank wurden für das Jahr 2009 1.477 Einwohner ermittelt. Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1400 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1300 Einwohner, 1981 1271 und im Jahr 1971 1299 Einwohner. Grund für die Zunahme in den letzten zehn Jahren war die positive Wanderungsbilanz (+9,5 %), durch welche die negative Geburtenbilanz (-1,8 %) mehr als wettgemacht wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2015 1.617
2011 1.467
2001 1.400
1991 1.300
1981 1.271
1971 1.299
1869 424

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerungsentwicklung von Untersiebenbrunn

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist seit April 2016 Reinhold Steinmetz (SPÖ), Vizebürgermeister ist Manfred Egel.[2][3]

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 folgende Mandatsverteilung:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Untersiebenbrunn

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 gab es 44 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, nach der Erhebung von 1999 gab es 19 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Volkszählung von 2001 ergab eine Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort von 657. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,57 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersiebenbrunn liegt an der Marchegger Ostbahn, an der Haltestelle halten stündlich (am Wochendenende alle zwei Stunden) Regionalzüge in Richtung Wien und Marchegg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Untersiebenbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Les Francs (Die Franken) von Herwig Wolfram, Eugen Ewig, Michael Müller-Wille, Jean Durliat, Dieter Quast, u.s.w. Seite 24: Les barbares orientaux (die Ostbarbaren) von Patrick Périn und Michel Kazanski, in Dossiers d'Archéologie Nummer 223. Mai 1997.
  2. This site requires a frames-compliant browser.: Untersiebenbrunn. In: Untersiebenbrunn. Abgerufen am 21. Juli 2016.
  3. http://gvvnoe.at/index.php?pid=2813&id=101547