Unterstinkenbrunn

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Unterstinkenbrunn
Wappen Österreichkarte
Wappen von Unterstinkenbrunn
Unterstinkenbrunn (Österreich)
Unterstinkenbrunn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 9,43 km²
Koordinaten: 48° 40′ N, 16° 21′ OKoordinaten: 48° 40′ 2″ N, 16° 20′ 47″ O
Höhe: 207 m ü. A.
Einwohner: 567 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 2154
Vorwahl: 02526
Gemeindekennziffer: 3 16 52
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unterstinkenbrunn 26
2154 Unterstinkenbrunn
Website: www.unterstinkenbrunn.at
Politik
Bürgermeister: Matthias Hartmann jun. (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
11
3
1
11 
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Gemeinde Unterstinkenbrunn im Bezirk Mistelbach
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Über dieses Bild
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Unterstinkenbrunn von Süden
Unterstinkenbrunn von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Unterstinkenbrunn ist eine Gemeinde mit 567 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterstinkenbrunn liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 9,43 km², 1,07 % der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Unterstinkenbrunn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde Unterstinkenbrunn 1147 in einer Schenkungsurkunde des Bistums Passau erwähnt. 1545 hatte Staatz in "Nider-Stinchenbrunn" Grunddienst an das Schloss Altenburg zu leisten. 1679–1713 wütete in Unterstinkenbrunn die Pest. Schloss und Herrschaft Unterstinchenbrunn war bis 1822 in Besitz der Grafschaft Sinzendorf, deren Wappen über den Eingang zum Schloss angebracht wurde. Die Herrschaft gestattete 1727 zehn Familien den Bau von Kleinhäusern, gewährte Bauhilfen und drei Freijahre. 1804 wurde die Volksschule gegründet und gebaut.

Im Jahr 1822 ging Schloss und Herrschaft Unterstinchenbrunn bis in das Jahr 1933 in den Besitz derer von Reuss-Köstritz über. In den Jahren 1832, 1855 und 1866 beherrschten Choleraepidemien das Schicksal der Menschen. Große Brände richteten in den Jahren 1814, 1863 und 1866 verheerende Schäden an. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde zwischen 1861 und 1863 erbaut. 1888 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterstinkenbrunn gegründet.

Durch Friedrich Six, Domherr zu St. Stephan zu Wien, ist die Gemeinde in den Besitz eines Kinderheimes gelangt. Der Bau dieses Heimes begann im Jahr 1904 und endete 1905. Die Führung des Kindergartens oblag bis 1994 den Orden der Schwestern von St. Joseph und wird nunmehr durch das Land Niederösterreich mit diplomierten Kindergärtnerinnen betreut.

Von 1. Jänner 1972 bis 31. Dezember 1994 waren Gaubitsch und Unterstinkenbrunn zur Gemeinde Gartenbrunn vereinigt. Mit 1. Jänner 1995 wurde die Zusammenlegung rückgängig gemacht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 598 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 593 Einwohner, 1981 637 und im Jahr 1971 689 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Oktober 2010 wurde der Gemeinde Unterstinkenbrunn von Landeshauptmann Erwin Pröll das Gemeindewappen verliehen. Dieses besteht aus grünem Hintergrund (soll Landwirtschaft symbolisieren), blau-gelb(gold)en Wellen (symbolisiert eine Schwefelquelle) und zwei gekreuzten Schlüsseln (Patrozinium von Peter und Paul).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist seit 2005 Matthias Hartmann jun. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 11, SPÖ 3, Bürgermeister Josef Koudela (BGMJK) 1.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Unterstinkenbrunn
  • Pfarrkirche Unterstinkenbrunn
  • Die rund 400 m südlich des Ortes gelegene Loamgrui (Lehmgrube) ist ein Ensemble von Weinkellern, die – anders als in einer Kellergasse – dorfartig, zum Teil in einer Geländesenke, angeordnet sind. Die Loamgrui dient heute als Schauplatz verschiedener Veranstaltungen.
  • Aus dem Stinkebrunnen im Ort, auf Grund dessen die Gemeinde ihren Namen hat, fließt Wasser, das im tonig-sandigen Boden der Laa-Formation mit zweiwertigem Eisen (Fe2+) angereichert wurde und beim Austritt mit dem Sauerstoff der Luft zu dreiwertigem Eisen (Fe3+) oxidiert. Dadurch hat das Wasser einen tintigen Geschmack und die Austrittsstelle wird großflächig mit einer roten Rostschicht überzogen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 23, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 48. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 259. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,48 %.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterstinkenbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien