Untersuchungen zum Ursprung von SARS-CoV-2

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Ein Biologe hält eine Fledermaus um sie auf ihre Infektiosität zu untersuchen.

COVID-19 ist eine Zoonose, eine Infektionskrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird und von Tieren auf Menschen übertragen wurde. In der chinesischen Stadt Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des damals neuartigen Erregers festgestellt worden. Die epidemiologische Analyse zahlreicher Patientendaten ergab einen deutlichen Anstieg an Lungenleiden in Wuhan in den ersten Wochen 2020. Ein bis zwei Wochen später war eine Verbreitung in weitere Teile der umgebenden Provinz Hubei zu beobachten. Seitdem bemühen sich Wissenschaftler, Regierungen und internationale Organisationen, den Ursprung des Erregers zu bestimmen. Viele Wissenschaftler halten einen Ursprung in der Natur für wahrscheinlich, aber auch ein Laborunfall wird nicht ausgeschlossen.[1]

Hufeisennasen – möglicherweise mehrere höhlenbewohnende Arten – waren das Reservoir des Erregers SARS-CoV-1, der die SARS-Pandemie 2002/2003 ausgelöst hatte, mit dem Larvenroller (Paguma larvata, englisch masked palm civet) als möglichem Zwischenwirt zwischen Fledertier und Mensch. Seitdem wurden verschiedene weitere Betacoronaviren, insbesondere auch SARS-CoV-artige der Untergattung Sarbecovirus vor allem bei Fledertieren, aber auch bei Menschen gefunden. Chinesische Wissenschaftler fanden ähnliche Coronaviren in eingeschmuggelten Schuppentieren. Der unmittelbare tierische Vorfahr oder das Vorlӓufervirus für SARS-CoV-2 ist weiterhin unbekannt.[2][3]

Coronaviren und Fledermäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BatCoV RaTG13-Virus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie im November 2020 bekannt wurde, litten bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 vier Minenarbeiter an schweren Atemwegserkrankungen, die zuvor in einer Höhle beim Ort Tongguan (通关镇)[4] im Landkreis Mojiang (墨江县) in der chinesischen Provinz Yunnan gearbeitet hatten. Bei den Untersuchungen an den Patienten und in den Höhlen in diesem und den folgenden Jahren fand man SARS-CoV-ähnliche Viren (SARSr-CoVs, Untergattung Sarbecovirus) mit Ähnlichkeiten zu dem Fledermaus-Coronavirus SARSr-CoV Rp3. Eine der dabei gefundenen Varianten wurde später in BatCoV RaTG13 umbenannt, aber keine der damals gefundenen Varianten ist identisch mit SARS-CoV-2. In den sogenannten Wochenstuben-Kolonien, die erwachsene männliche Fledermäuse meiden, stecken sich die Tiere wahrscheinlich gegenseitig an. Es wird vermutet, dass sich die Coronaviren dabei bevorzugt in den immunologisch ungeschützten Jungtieren vermehren.[5]

SARS-CoV-ähnliche Coronaviren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhinolophus sinicus
Rousettus aegyptiacus

Bis 2017 wurden in den Höhlen in Yunnan SARS-CoV-ähnliche Coronaviren in folgenden Fledermausspezies gefunden: in Hufeisennasenarten bei der Java-Hufeisennase (Rhinolophus affinis, en. intermediate horseshoe bat), der Chinesischen Hufeisennase (R. sinicus) und der Großen Hufeisennase (R. ferrumequinum) sowie in der Stoliczka-Dreizackblattnase (Aselliscus stoliczkanus, en. Stoliczka’s trident bat). Die häufige Vergesellschaftung mehrerer Arten von Fledertieren in Höhlen und Stollen begünstigt die Übertragung von Viren zwischen den Fledermausarten; das ist eine Ursache für die große Diversität der Fledermaus-assoziierten Coronaviren.[6]

Im Kot einer Horn-Hufeisennase (Rhinolophus cornutus, en. little Japanese horseshoe bat) aus der Präfektur Iwate im Norden der japanischen Hauptinsel Honshū vom Jahr 2013 wurde im Herbst 2020 ein Rc-o319 genannter Sarbecovirus-Stamm gefunden, dessen Genom zu 81 % mit dem von SARS-CoV-2 übereinstimmt.[7][8] Anfang Dezember 2020 wurde erstmals über Funde SARS-CoV-2-ähnlicher Coronaviren bei Fledermäusen außerhalb Chinas berichtet.

Neben dem oben erwähnten Fund von Rc-o319 bei der Horn-Hufeisennase aus Japan könnte man bei zwei bereits im Jahr 2010 eingefrorenen Exemplaren der Kochang-Hufeisennase (Rhinolophus shameli, en. Shamel’s horseshoe bat) aus dem Norden Kambodschas fündig geworden sein, die Genom-Analyse ist aber erst zu 70 % abgeschlossen (Stand 6. Dezember 2020). Die Ergebnisse von Fledermausstudien waren jedoch im Allgemeinen beruhigend. Eine Untersuchung der ACE2-Rezeptoren in den Zellen von 46 Fledermausarten ergab, dass die Mehrheit schlechte Wirte waren. Einige Arten, wie z. B. Fruchtfledermäuse (Rousettus aegyptiacus), die infiziert wurden, konnten die Infektion auf andere Fledermäuse übertragen. Eine Übertragung von SARS-CoV-ähnlichen Viren aus Fledermäusen direkt auf Menschen ist sehr unwahrscheinlich. Sars-Viren in Fledermausbeständen gibt es auch in Europa. Man kann im Labor zeigen, dass sie nicht so leicht von der Fledermaus auf den Menschen übertragbar sind. Die nachgewiesenen Coronaviren in meist tropischen Fledermausarten sind nur entfernt mit humanen SARS-Coronaviren verwandt und daher für Menschen unkritisch.[7][9] Fledermäuse sind durch Jahrmillionen der Koevolution daran angepasst, Infektionen mit Coronaviren und anderen Erregern zu tolerieren, ohne selber daran zu erkranken.[10]

Eine Studie der Universität Cambridge, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Hawai’i-Manoa beschreibt große klimawandelbedingte Veränderungen der natürlichen Vegetation in der südchinesischen Provinz Yunnan und benachbarten Gebieten in Myanmar und Laos. Im 20. Jahrhundert wandelte sich das tropische Buschland hin zu tropischer Savanne und Laubwald. Dieser Prozess hat die Ausbreitung zahlreicher neuer Fledermausarten ermöglicht. Die Fledermausfauna Chinas ist mit mehr als 100 Fledermausarten und mehreren endemischen Arten, die sowohl die Paläarktis als auch die indo-malaiische Region repräsentieren, beschrieben. Laut den Daten könnte in der südchinesische Provinz Yunnan, die eine hohe Fledermauspopulation aufweist, der Ursprung der Pandemie gewesen sein.[11]

BatCoV RaTG13 und SARS-CoV-2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiete von Rhinolophus affinis

Aufgrund der Ähnlichkeit der Bindungsstelle (en. receptor binding domain, RBD) des Spike-Proteins an den menschlichen Rezeptor ACE2 (hACE2) gilt inzwischen das Virus-Isolat BatCoV RaTG13[12] (gefunden in Java-Hufeisennasen Rhinolophus affinis, englisch intermediate horseshoe bat in Yunnan, in Bruchstücken auch bei erkrankten und verstorbenen Minenarbeitern aus Yunnan 2016), als wichtiger Kandidat für den Ursprung von SARS-CoV-2, auch wenn nicht klar ist, ob die Übertragung direkt erfolgte. Die Übereinstimmungen der Gesamtgenomsequenzidentitӓt zwischen RaTG13 und SARS-COV-2, festgestellt beim Screening durch eine veröffentlichte Pan-CoV-2-PCR-Methode bei der 13 der 100 Rektaltupfer positiv waren, betrӓgt nach Sequenzierung von PCR-Amplicons die höchste Sequenzidentitӓt von 96,22 % zum Fledermaus RaTG13 und zu 95,86 % zum menschlichem SARS-CoV-2 (in genetischen Maßstäben gering). Trotz der Übereinstimmung divergiert die Spitze von RaTG13 in der Rezeptorbindungsdomäne, was darauf hindeutet, dass es sich wahrscheinlich nicht gut an menschliches ACE2 bindet. Seitdem wurde von mehr SARS-CoV-verwandten viralen Genomsequenzen von Fledermӓusen aus Ostchina, Kambodscha, Thailand (RmYN02) und Japan sowie von Pangolinen in China berichtet. RaTG13 ist das unmittelbare tierische Vorlӓufervirus, das zu 99 % identische Sequenzen zum 2003 ausgebrochenen SARS-CoV-1 Virus enthӓlt und in Fledermäusen und Larvenrollern nachgewiesen wurde. Es dauerte dabei 15 Jahre, um den Zwischenwirt aufzuspüren. Der unmittelbare tierische Vorfahr oder das Vorlӓufervirus für SARS-CoV-2 ist weiterhin unbekannt.[13]

Natürliche Selektion und Labor-These[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung des möglichen Übertragungsweges von Tier zu Mensch

Zu Beginn der Pandemie kannte man praktisch keine nah mit SARS-CoV-2 verwandten Viren. Die hochaffine Bindung des SARS-CoV-2-Spike-Proteins an menschliches ACE2 ist höchstwahrscheinlich das Ergebnis einer natürlichen Selektion an einer menschlichen oder menschenähnlichen ACE2, die eine optimale Bindungslösung gestattet. In der Nähe des S1-S2-Übergangs von Coronaviren können Mutationen, Insertionen und Deletionen aufkommen, sodass die polybasische Spaltstelle durch einen natürlichen Evolutionsprozess entstehen kann, wobei bei den bisher erforschten SARS-CoVs (Betacoronaviren) im tierischen Wirtsspektrum der Fledermäuse und Pangoline keine gesichtet wurden. Wahrscheinlich ist eine hohe tierische Wirtspopulationsdichte (Effizienz) notwendig, damit ein Vorläufervirus die polybasische Spaltstelle und Mutationen im Spike-Protein bekommt, die zur Bindung an menschliches ACE2 geeignet sind und eine ACE2-Codierung aufweisen, die mit der menschlichen evolutionär übereinstimmt. Ein SARS-CoV-2-Vorgänger könnte in den Menschen gesprungen sein und die oben beschriebenen genomischen Merkmale durch Anpassung während einer unentdeckten Übertragung von Mensch zu Mensch erworben haben. Einmal erworben, würden diese Anpassungen es der Pandemie ermöglichen, eine ausreichend große Anzahl von Fällen auszulösen, um das Kontrollsystem zu umgehen. Es konnte im Herbst 2020 aufgrund umfangreichen Genomvergleichs eine vermutliche RNA-Sequenz der Ausgangsform („Stammvater“, en. progenitor: proCoV2) ermittelt werden, die (wie zu erwarten) vom Genom der real existierenden Referenzform etwas abweicht.[14]

Dass die Genetik des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 so gut zum Menschen passt, wird immer wieder als Argument für einen Labor-Ursprung des Virus benutzt. Das Institut für Virologie Wuhan ist das Zentrum der chinesischen Virenforschung. Die wissenschaftlichen Daten zeigen aber unwiderlegbar, dass SARS-Cov-2 nicht von einem verwendeten Virusrückgrat abgeleitet ist und auch dass es keinen Hinweis für die sonst in labortechnischen Systemen verfügbaren und für Menschen infektiösen Betacoronaviren gibt. Theoretisch wäre ein kulturbasiertes Szenario möglich, wobei der Befund von SARS-CoV-2-ähnlichen Coronaviren aus Fledermäusen und Pangolinen eine stärkere und einfachere Erklärung darstellt.[15]

Laut dem Münchner Virologen Alexander Kekulé gehört die versehentliche Freisetzung aus einem Labor zu den Möglichkeiten, die durchaus in Betracht gezogen werden müssen. Der Erreger der Sars-Pandemie von 2003 ist gleich zweimal aus einem Pekinger Forschungsinstitut entkommen. Damals infizierten sich neun Menschen, einer von ihnen starb. Problematisch wird es, wenn Experimente mit Krankheitserregern in die Kategorie „sicherheitsrelevante Forschung“ fallen, die bei aller legitimen Absicht erhebliche Sicherheitsrisiken bergen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn bei Erregern von Infektionskrankheiten durch Genmanipulation zusätzliche gefährliche Eigenschaften hinzugefügt oder vorhandene verstärkt werden. Das Pandemievirus Sars-CoV-2 stammt, soweit ist sich die Wissenschaft einig, von einem Coronavirus aus der Fledermaus ab. Die weltweit größte Sammlung solcher Erreger befindet sich im Wuhan Institute of Virology, direkt neben dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan. Es gibt in Wuhan zwei weitere Labore, über deren Aktivitäten auch in China nur wenig bekannt ist. Eines davon gehört dem Wuhan Center for Disease Control and Prevention. Die Seuchenbehörde bestreitet, jemals Fledermausviren besessen oder damit gearbeitet zu haben.[16]

Seit Jahren kooperiert das Wuhan Institute of Virology auch mit US-Forschern. Es ging laut US-Zeitungsberichten Geld des National Institutes of Health, über die karitative Organisation EcoHealth Alliance des britisch-amerikanischen Zoologe und Experte für Infektionsepidemiologie Peter Daszak an Fledermausforschungsprojekte von Shi Zhengli, der Leiterin des Instituts für Virologie in Wuhan und chinesische Chef-Virologin.[17] Zhengli suchte im ganzen Land in Höhlen nach verschiedensten Fledermaus-Viren und baute so eine der größten Datenbanken der Welt auf. Sie hält einen Laborunfall für ausgeschlossen. Im März 2019 veröffentlichte Shi Zhengli in Wissenschaftsmagazinen[18] gemeinsam mit Kollegen eine Studie, in der sie vor Fledermäusen und Zoonosen warnte. Darin prophezeite sie zusammen mit ihrem Virologenkollegen Peng Zhou, dass von Fledermäusen übertragene Coronaviren bald in China mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut eine Infektionswelle auslösen würden.[19]

Der Berliner Virologe Christian Drosten hält die Labor-These für unwahrscheinlich und Chinas Pelzindustrie (Marderhunde) als Fleischfresser für eine plausible Quelle für COVID-19. Es würden immer wieder auch wilde Marderhunde in die Zuchtbetriebe gebracht, die zuvor Fledermäuse gefressen haben können. 2003 und 2004 gab es umfangreiche Studien, die in China gemacht wurden und die für Sars-CoV-1 die Verbindung zu Marder­hunden und Zibetkatzen belegten. Im Genom des Marderhundes wurden die Gene für zwei Membranproteine gefunden, an die SARS-CoV-2 andocken können.[20] Zur Labor-These sagte Drosten im Schweizer Magazin Republik: „Man kann ein Virus nicht einfach in eine Glasschale legen, und schon macht man damit irgend­welche Experimente. So einen DNA-Klon aus einem Virus aufzubauen, das bedeutet zwei bis drei Jahre molekular­biologische Arbeit. Solche Klone haben Forscherinnen im Übrigen ja auch tatsächlich gemacht aus dem ursprünglichen Sars-1-Virus. Hätte man im Labor also eine Art Sars-2 entwickeln wollen, dann hätte man Änderungen, zum Beispiel diese furin site, in so einen Sars-1-Klon eingefügt. Um so herauszufinden: Macht diese Anpassung das Sars-Virus ansteckender? Aber das war hier nicht der Fall. Der ganze Backbone des Virus ist anders: Sars-2 ist voller Abweichungen zum ursprünglichen Sars-1-Virus.“[21]

Bei einer absichtlichen Freisetzung von SARS-CoV-2 als Biowaffe hätte ein Angreifer wissentlich riskiert, seine eigene Bevölkerung einem immensen Infektionsrisiko auszusetzen. Auch die Disruption eines Covid-19-Ausbruchs lässt sich kaum kontrollieren.[22]

Keine der Thesen zum Ursprung des Virus, ob natürliche Quellen oder Labor, lässt sich mit den vorliegenden Daten endgültig beweisen. Deshalb forderten siebzehn US-Forscher in der Zeitschrift „Science“ zusätzliche Untersuchungen ein (was die WHO selbst angekündigt hatte).[23]

Erste nachgewiesene Infektion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in beiden Hauptzweigen des Stammbaums basal liegenden Isolate stammen aus Wuhan, was ein Beleg dafür war, dass das Virus dort seinen Ausgang genommen hat. Das Virus hat möglicherweise bereits im November 2019, wenn nicht schon früher, die ersten Menschen infiziert. Dies schließen US-Forscher aus Berechnungen der molekularen Uhr und aus Computersimulationen zur Frühphase der Epidemie. In China hatte es Mitte November eine erste nachgewiesene Infektion mit SARS-CoV-2 gegeben. Das bedeutet aber nicht, dass das Virus zwangsläufig auch in China entstanden sein muss. Ein ungewöhnliches Infektionsgeschehen im Sommer bis Herbst 2019 war durch die Auswertungen von verkauften Fieber- und Erkältungsmitteln nicht festzustellen. In Proben, die im zweiten Halbjahr 2019 von chinesischen Patienten mit Atemwegserkrankungen genommen worden waren, fand sich bei einer erneuten Untersuchung kein Sars-CoV-2. Wenn der Erreger schon im Herbst zirkulierte, dann wahrscheinlich nur auf niedrigem Niveau, so die Schlussfolgerung. Ein noch früheres Vorkommen könnten Blutproben belegen, die im September 2019 Italienern entnommen wurden und laut einer Untersuchung im November 2020 Antikörper gegen SARS-CoV-2 enthielten.[24][25]

Feinkost-Nassmarkt in Wuhan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Patientin wurde zeitweise die 57-jährige Wie Guixian angesehen, die als Shrimps-Verkäuferin auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan arbeitete. Da auch von den 41 ersten Fällen 28 in direkter Verbindung zu dem Tiermarkt in Wuhan standen, gilt der Feinkost-Nassmarkt in Wuhan (Huanan Seafood Market) als Ursprung der Pandemie. Die ehemals auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan aufgetretenen Fälle von COVID-19 Ende 2019 deuten darauf hin, dass eine zoonotische Quelle bei Wildtieren anwesend war, wie bei den ähnlich feuchten Märkten, die in den SARS-Ausbruch von 2002–2003 verwickelt waren. Dafür spricht die Tatsache, dass SARS-CoV-2-ähnliche SARS-CoVs gefunden wurden, die in Reservoirwirten bei Fledermäusen zirkulieren. Das chinesische Center for Disease Control and Prevention fand in 33 von 585 genommenen Proben des Marktes die Präsenz des Virus, unter anderem an Wildfleisch-Ständen. In Wuhan kommen relativ wenige Fledermäuse in freier Wildbahn vor; darüber hinaus befanden sich die Tiere im Winterschlaf. Es war ein Zwischenwirt für die Übertragung auf den Menschen notwendig. Wissenschaftler sehen bisher jedoch keine eindeutigen Belege, dass der Markt die Quelle war. Der Markt könnte daher Schauplatz eines frühen Superspreader-Ereignisses gewesen sein.[26][27]

Der Virologe Xiao Xiao vom Laboratory of Southwest China Wildlife Resources Conservation in Nanchong war auf der Suche nach bestimmten Zecken, die den Erreger einer manchmal tödlichen viralen Erkrankung namens Dabie bandavirus in sich tragen. Er fand zahlreiche Belege für Tierquälerei und illegalen Handel mit Wildtieren auf den Chinesischen Märkten. 30 % der lebend angebotenen Tiere wiesen Verletzungen von Schüssen oder Fallen auf. Die Forscher widersprechen dem WHO-Bericht zur Wuhan-Mission deutlich. Xiao Xiao hielt fest, dass man Aussagen über den Verkauf lebender Tiere im Jahre 2019 nicht habe verifizieren können. Dass nach der Schließung am 1. Januar 2020 keine Sars-CoV-2-Partikel in Resten von gekühlten Tieren auf dem Feinkost-Nassmarkt in Wuhan sichergestellt wurden, widerlegt das Übersprungsszenario nicht.[28]

WHO-Bericht zum Ursprung von SARS-CoV-2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Januar 2021 durfte ein internationales Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Zweck der Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus nach Wuhan reisen.[29] Der nächste Verwandte des Virus, der COVID-19 verursacht, wurde in Fledermäusen gefunden, die Träger von Coronaviren sind. Der evolutionäre Abstand zwischen diesen Fledermausviren und Sars-CoV-2 wird jedoch auf mehrere Jahrzehnte geschätzt, was auf ein fehlendes Bindeglied hindeute. Laut dem Bericht der WHO Anfang 2021 wurden sehr ähnliche Viren in Schuppentieren gefunden. Allerdings betont der Bericht auch, dass Nerze und Zibetkatzen für das Virus empfänglich sind, was darauf hindeutet, dass sie Träger sein könnten. In Wuhan wurden zehn Marktstände gefunden, an denen wilde oder gezüchtete Tiere aus Farmen in Südchina verkauft wurden, darunter Kaninchen, Zibetkatzen, Waschbären und Frettchen. Der britisch-amerikanische Zoologe und Experte für Infektionsepidemiologie, Peter Daszak forderte eine Untersuchung der Bestände und Mitarbeiter dieser Farmen, ob sich dort möglicherweise noch Antikörper gegen das Virus finden lassen. Im Rahmen der Untersuchungen wurden Proben von mehr als 80.000 Wild- und Nutztieren aus 31 chinesischen Provinzen ausgewertet. In keiner der Proben konnten SARS-CoV-2 spezifische Antikörper oder RNA gefunden werden.[30][31]

Am 30. März 2021 veröffentliche die WHO den vorläufigen Bericht zur WHO-Mission.[32] Das gemeinsame Team bewertete die Wahrscheinlichkeit der einzelnen möglichen Übertragungswege wie folgt:

  • Die direkte zoonotische Übertragung wird als ein möglicher bis wahrscheinlicher Weg angesehen;
  • die Übertragung über einen Zwischenwirt wird als ein wahrscheinlicher bis sehr wahrscheinlicher Weg angesehen;
  • die Übertragung durch Produkte der Kühl-/Lebensmittelkette gilt als möglicher Weg;
  • die Übertragung durch einen Laborunfall wurde als extrem unwahrscheinlicher Weg angesehen.

WHO-Team: Fabian Leendertz, Peter Daszak, John Watson, Marion Koopmans, Thea Fisher, Dominic Dwyer, Vladimir Dedkov, Hung Nguyen-Viet, Farag El Moubasher, Ken Maeda

Ermittlungen der USA zum Ursprung von SARS-CoV-2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USA haben unter dem Präsidenten Joe Biden wiederholt die Befürchtung geäußert, der WHO-Bericht könne nicht alle Erkenntnisse und Hinweise offenlegen. Er beklagte, dass in den ersten Monaten der Pandemie US-Inspektoren keinen Zugang für Ermittlungen bekommen hätten. Dieses Versäumnis werde „immer jede Untersuchung“ behindern. Der Präsident offenbarte, dass das Szenario eines möglichen Laborunfalls in China – ein Vorwurf, den sein Vorgänger Donald Trump lautstark verbreitet hatte, zumindest in Teilen des US-Geheimdienstapparates für möglich gehalten wird. Joe Biden hatte die amerikanischen Geheimdienste bereits im März 2021 damit beauftragt, den Ursprung der COVID-19-Pandemie zu ermitteln. Ende Mai 2021 bat Biden schließlich die US-amerikanischen Geheimdienste, innerhalb von 90 Tagen einen Bericht zum Ursprung der Corona-Pandemie zu erstellen, wobei auch der Laborunfall-These nachgegangen werden solle. Dafür werden 18 Dienste unter dem Dach des „Directors of National Intelligence“ bisher nicht ausgewertetes Material analysieren. Außerdem wies der Präsident alle staatlichen Stellen mit Kontakten zum Wuhan Institute of Virology an, ihre Erkenntnisse beizusteuern. Chinas Spitzendiplomat und Mitglied des chinesischen Politbüros Yang Jiechi nannte die Theorie „absurd“. Er rief die USA auf, „Tatsachen und die Wissenschaft zu respektieren und die Suche nach dem Ursprung des Virus nicht zu politisieren“.[33][34]

In einem 15-seitigem Dokument der „Five Eyes“, einer Geheimdienstallianz der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas und Neuseelands, werfen die Autoren der chinesischen Regierung Vertuschungen im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Ausbruch in China vor. Der amerikanische Infektiologe und Präsidentenberater Anthony Fauci sprach sich öffentlich dafür aus, die Laborthese nicht vorschnell fallenzulassen. Der US-Biologe David Baltimore hatte seine Aussagen zur Laborleck-Hypothese korrigiert. Er sprach über die These von einem Laborvirus, als er im Mai 2021 in einem Artikel im „Bulletin of the Atomic Scientists“ erklärte, dass ein Teil im Genom von Sars-CoV-2 ihm verdächtig vorkomme. Später erklärte er, dass auch ein natürlicher Prozess zur Entstehung von SARS-CoV-2 geführt haben könnte.[35]

Das „Wall Street Journal“ hatte über einen möglichen Unfall im Institut für Virologie in Wuhan unter Berufung auf einen US-Geheimdienstbericht berichtet. Im November 2019 seien drei Mitarbeiter des Instituts so schwer mit COVID-ähnlichen Symptomen erkrankt, dass sie eine Klinik aufgesucht hätten. China bestritt dies. Das Institut für Virologie Wuhan betonte, dass kein Mitarbeiter des Hochsicherheitslabors mit Covid-19 infiziert war. Das Labor halte Proben der Mitarbeiter ein Jahr lang vor und habe diese im Januar 2020 noch einmal rückwirkend untersucht, berichtete die staatliche Zeitung „Global Times“ unter Berufung auf Labordirektor Yuan Zhiming.[36]

Schuppentiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malaiisches Schuppentier

Nachdem in Malaiischen Schuppentieren (Manis javanica, en. Sunda pangolin) Coronaviren mit hoher genetischer Übereinstimmung zum SARS-CoV-2 gefunden wurden (Manis-CoV, genauer Pan_SL-CoV_GD/P1L, Isolate SRR10168377 und SRR10168378), gerieten diese in Verdacht der Ursprung der Pandemie zu sein, obwohl Pangoline Einzeltiere sind die relativ kleine Populationsgrößen aufweisen, aber trotz Verbots in China gehandelt werden. (Rote Liste gefährdeter Arten)[37][38][39][40][41] Die Übereinstimmung betrug in diesem Fall 90 % über das gesamte Genom, aber 99 % in einer spezifischen Region des Spike-Proteins (S-Protein), die es dem Virus erlaubt, an die ACE-Rezeptoren der menschlichen Zellen zu binden.[2] Interessanterweise ist das in den Java-Hufeisennasen (R. affinis) isolierte Virus RaTG13 gerade in diesem Genom-Abschnitt zu SARS-CoV-2 mit nur 77 % Übereinstimmung vergleichsweise unterschiedlich.[2] Dies bedeutet, dass die aus den Malaiischen Schuppentieren isolierten Coronaviren in menschliche Zellen eindringen können, das aus Java-Hufeisennasen isolierte jedoch nicht.[2] Außerdem ist dieses Ergebnis verträglich mit der Annahme, dass SARS-CoV-2 das Ergebnis einer Rekombination der RNA-Moleküle zweier verschiedener Viren sein könnte, eines dem RaTG13 aus Fledermäusen von Yunnan, das andere dem Pan_SL-CoV_GD aus den Schuppentieren von Guangdong nahestehend. Dann wäre SARS-CoV-2 entstanden als eine neue Chimäre aus zwei Viren, die diesen beiden Linien jeweils sehr nahestanden.[2][42] Diese Annahme wurde durch eine weitere Studie von Xiaojun Li und Kollegen (Duke University, Los Alamos National Laboratory, University of Texas, El Paso und New York University) Ende Mai 2020 unterstützt.[43][44][45]

Chinesisches Schuppentier

Bemerkenswert war laut Tommy Tsan-Yuk Lam, Virologe am Joint Institute of Virology (Shantou University and The University of Hong Kong), Guangdong-Hongkong, P. R. China, die Beobachtung mutmaßlicher Rekombinationssignale zwischen den Pangolin-Coronaviren, dem Fledermaus-Coronavirus RaTG13 und menschlichem SARS-CoV-2. Insbesondere zeigt SARS-CoV-2 eine sehr hohe Sequenzähnlichkeit zu den Guangdong-Pangolin-Coronaviren in der Rezeptorbindungsdomäne (RBD) (97,4 %). Historische Daten vom Mai 2003 haben gezeigt, dass eines von sieben Pangolinseren positiv für SARS-CoV war. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pangoline ihre SARS-CoV-2-verwandten Viren unabhängig von Fledermäusen oder einem anderen tierischen Wirt erworben haben.[46]

Zwar besitzen Coronaviren – anders als etwa Influenzaviren – ein unsegmentiertes Genom (monopartit), d. h. nur ein einziges Nukleinsäuremolekül (hier RNA). Eine Rekombination von Segmenten als Ganzes (Reassortment) ist also im Gegensatz zu diesen nicht möglich. Insbesondere um den Ursprung des alten SARS-Virus SARS-CoV-1 zu erklären, wurde bereits früher bei dieser Virusfamilie ein Rekombinationsmechanismus, und zwar innerhalb des (einzigen) Genom-Segments, beschrieben (homologe Rekombination).[47] Eine solche Rekombination kann, egal ob segmentiertes oder unsegmentiertes Genom, zu einem neuen Virus führen, das eine neue Wirtsspezies befallen und krank machen kann. Das Rekombinationsereignis kann daher zum Ausgangspunkt einer neuen Epidemie werden, wie es bei SARS vermutet (und bei Influenza stets befürchtet) wird. Voraussetzung ist die Doppelinfektion (Koinfektion) eines (einzelnen) Wirtsindividuums durch die beiden Ausgangsviren. Allerdings bleibt bislang (Stand 2. Juni 2020) ungeklärt, in welcher Spezies die hypothetische Doppelinfektion stattgefunden haben könnte, und unter welchen Umständen dies geschehen sein könnte. Bei den konfiszierten Pangolinen die in Quarantӓnezentren untergebracht wurden konnten hochspeziefische SARS-CoV-2 Antigene festgestellt werden.[48]

Alternatives Szenario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als alternatives Szenario, das ohne Rekombination auskommt, wird verschiedentlich etwa Folgendes vorgeschlagen: Die gemeinsamen Vorfahren von RaTG13 und SARS-CoV-2 stammen danach ursprünglich von den Schuppentier-Coronaviren ab, von deren SARS-CoV-2-ähnlichstem Stamm sie sich vor mehr als 140 Jahren trennten. Diese Linie spaltete sich vor etwa 40–70 Jahren erneut auf: eine Linie verblieb in Fledermäusen und verlor dort die Bindungsfähigkeit ihres Spike-Proteins an das menschliche ACE2 (hACE2). Die andere behielt diese Fähigkeit und sprang zuletzt als SARS-CoV-2 auf den Menschen über.[49] Die verschiedenen Möglichkeiten werden auch von Halloy et al. in einem PrePrint vom Juli 2020 diskutiert.[50] Auch Boni et al. vertreten Ende Juli 2020 die Ansicht, dass SARS-CoV-2 nicht direkt aus einer Rekombination von Fledermaus- und Schuppentier-Coronaviren hervorgegangen ist, sondern dass sich seine Entwicklungslinie von der des Fledermausvirus RaTG13 vor ca. 50 Jahren getrennt hat.[51]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Commons: SARS-CoV-2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Verzeichnis von Wörtern im Zusammenhang mit COVID-19/Corona – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RKI-Risikobewertung: (wird fortlaufend aktualisiert) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html, abgerufen am 12. Juni 2021.
  2. a b c d e Alexandre Hassanin: Coronavirus Could Be a ‘Chimera’ of Two Different Viruses, Genome Analysis Suggests, auf: sciencealert vom 24. März 2020 (Quelle: The Conversation)
  3. Veterinärmedizinische Universität Wien: https://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/news/detail/artikel/2020/07/17/ursprung-pandemien/, abgerufen am 8. Juni 2021.
  4. OSM: Tongguan Town
  5. Peng Zhou, Xing-Lou Yang, Zheng-Li Shi et al.: Addendum: A pneumonia outbreak associated with a new coronavirus of probable bat origin. In: nature, 17. November 2020, doi:10.1038/s41586-020-2951-z . Nachtrag zum Artikel der Autoren vom Februar 2020
  6. Ben Hu, Lei-Ping Zeng, Xing-Lou Yang, Xing-Yi Ge, Wei Zhang et al.: Discovery of a rich gene pool of bat SARS-related coronaviruses provides new insights into the origin of SARS coronavirus. In: PLOS Pathogens, 30. November 2017, doi:10.1371/journal.ppat.1006698
  7. a b Smriti Mallapaty: Coronaviren in Japan und Kambodscha eng verwandt mit Pandemievirus. Spektrum.de, 6. Dezember 2020.
  8. Shin Murakami, Tomoya Kitamura1, Jin Suzuki, Ryouta Sato, Toshiki Aoi, Marina Fujii, Hiromichi Matsugo, Haruhiko Kamiki, Hiroho Ishida, Akiko Takenaka-Uema, Masayuki Shimojima, Taisuke Horimoto: Detection and Characterization of Bat Sarbecovirus Phylogenetically Related to SARS-CoV-2, Japan. In: Emerging Infectious Diseases Journal, Band 26, Nr. 12, Dezember 2020, ISSN 1080-6059, doi:10.3201/eid2612.203386
  9. nature.com, The search for animals harbouring Coronavirus-and why it matter. 591, 26-28 (2021) doi: https://doi.org/10.1038/d41586-021-00531-z , abgerufen am 13. April 2021
  10. Warum sind Fledermaus-Viren so gefährlich?: https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/warum-sind-fledermaus-viren-so-gefaehrlich/, 10. Juni 2021
  11. Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/klimawandel-spielte-womoeglich-wichtige-rolle-bei-der-entstehung-vom-sars-cov-2, abgerufen am 8 Juni 2021.
  12. NCBI: Bat coronavirus RaTG13 (no rank)
  13. Supaporn Wacharapluesadee, Chee Wah Tan, Patarapol Maneeorn et al.: Evidence for SARS-CoV-2 related coronaviruses circulating in bats and pangolins in Southeast Asia. In: Nature Communications. Band 12, Artikel-Nr. 972 (2021), doi:10.1038/s41467-021-21240-1 .
  14. K.G. Andersen, A. Rambaut, W.I. Lipkin et al.: The proximal origin of SARS-CoV-2. Nat Med 26, 2020, S. 450–452. https://doi.org/10.1038/s41591-020-0820-9 , abgerufen am 8. April 2021.
  15. Kristian G. Andersen, Andrew Rambaut: The Proximal Origin of SARS-CoV-2 (online, abgerufen am 8. Juni 2021.
  16. Alexander Kekulé: https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/neue-kolumne-des-top-virologen-chinas-thesen-zum-corona-ursprung-welche-rolle-spielte-bat-woman-aus-wuhan_id_13374307.html, abgerufen am 16. Juni 2021.
  17. Christiane Kühl: https://www.merkur.de/politik/china-coronavirus-wuhan-usa-grossmarkt-virologie-labor-biden-who-90804513.html, abgerufen am 21. Juni 2021.
  18. Wissenschaftsmagazin
  19. Shi Zhengli – Laborunfall in Wuhan: https://www.zeit.de/wissen/2021-06/corona-ursprung-wuhan-laborunfall-forschungslabor-shi-zhengli, abgerufen am 16. Juni 2021.
  20. Eva Diehl, Ilka Ottleben: https://www.laborpraxis.vogel.de/marderhund-invasive-art-koennte-sars-cov-2-uebertragen-a-1021502/, abgerufen am 16. Juni 2021.
  21. Christian Drosten: https://www.republik.ch/2021/06/05/herr-drosten-woher-kam-dieses-virus, abgerufen am 15. Juni 2021.
  22. Una Jakob: https://blog.prif.org/2020/04/29/was-die-covid-19-pandemie-mit-biowaffenkontrolle-und-biosicherheit-zu-tun-hat/abgerufen am 18. Juni 2021.
  23. Joachim Müller-Jung: https://www.faz.net/aktuell/wissen/corona-ursprung-die-rache-der-ideologen-an-der-virologie-17377805.html, abgerufen am 15. Juni 2021.
  24. Jonathan Pekar et al. - Timing the SARS-CoV-2 index case in Hubei province: https://science.sciencemag.org/content/372/6540/412, abgerufen am 13. Juni 2021.
  25. Corona war schon im September 2019 da, auch in Europa. In: Website–Deutsche Welle. 20. November 2020, abgerufen am 14. Februar 2021 (Die Mitteilung bezieht sich auf die Studie: „Unexpected detection of SARS-CoV-2 antibodies in the prepandemic period in Italy“, veröffentlicht von SAGE Publications am 11. November 2020).
  26. WHO-Experten inspizieren Huanan-Markt in Wuhan: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120706/WHO-Experten-inspizieren-Huanan-Markt-in-Wuhan, abgerufen am 11. Juni 2021.
  27. Lothar Zöller, Natur, Labor oder Biowaffe: https://coviduptodate.de/woher-kommt-das-sars-cov-2-natur-laborunfall-oder-biowaffe/der-huanan-markt-fuer-meeresfruechte-in-wuhan/, abgerufen am 12. Juni 2021.
  28. Xiao Xiao, Chris Newman - Animal - sales from Wuhan wet markets immediately prior to the COVID-19 pandemic: https://www.nature.com/articles/s41598-021-91470-2, abgerufen am 15. Juni 2021
  29. Friederike Böge: Ursprung des Coronavirus: WHO auf Spurensuche in China. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. Juni 2021]).
  30. Coronavirus wahrscheinlich über Fledermäuse auf Menschen übertragen: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-virus-wahrscheinlich-ueber-fledermaeuse-auf-mensch-uebertragen-a-34bdc0e9-3b1e-4a7f-a030-2c82f041b428, abgerufen am 11. Juni 2021.
  31. Was wir über den Ursprung von SARS-CoV-2 Wissen: https://www.dw.com/de/was-wissen-wir-%C3%BCber-den-ursprung-der-corona-pandemie/a-57697174, abgerufen am 13 Juni 2021.
  32. WHO-convened Global Study of Origins of SARS-CoV-2: China Part. Joint WHO-China Study, 14 January–10 February 2021, Joint Report.
  33. Corona-Ursprung: Biden lässt Geheimdienste Laborunfall-These prüfen. In: welt.de. 26. Mai 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.
  34. hna.de: https://www.hna.de/politik/coronavirus-pandemie-ausbruch-wuhan-labor-ursprung-china-usa-joe-biden-who-gesundheit-90661013.html, abgerufen am 22. Juni 2021.
  35. Nobelpreisträger rudert bei Laborleck-Hypothese zurück: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/coronavirus-nobelpreistraeger-rudert-bei-laborleck-hypothese-zurueck-a-e98f7eba-b284-44d8-be26-907664000373, abgerufen am 14. Juni 2021.
  36. US-Geheimdienste sollen Ursprung klären: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/biden-corona-ursprung-101.html, abgerufen am 12. Juni 2021.
  37. David Cyranoski: Did pangolins spread the China coronavirus to people? In: Nature. 7. Februar 2020, doi:10.1038/d41586-020-00364-2 (englisch).
  38. Mike McRae: Coronaviruses Similar to The COVID-19 One Have Just Been Found in Pangolins, auf sciencealert vom 27. März 2020 (mit „COVID-19“ ist nicht die menschliche Krankheit, sondern es sind allgemein Sarbecoviren gemeint, mit „Coronaviruses“ speziell nur SARS-CoV-2). Die Schuppentiere bzw. Teile derselben waren bei einer Anti-Schmuggel Operation vom chinesischen Zoll beschlagnahmt worden, bei Pan_SL-CoV_GD in der Provinz Guandong, bei Pan_SL-CoV_GX in der Provinz Guangxi.
  39. Tommy Tsan-Yuk Lam et al.: Identifying SARS-CoV-2 related coronaviruses in Malayan pangolins, in: Nature vom 26. März 2020, doi:10.1038/s41586-020-2169-0 (Preprint)
  40. Pangolins, Not Snakes, May Be Missing Link in Coronavirus Jump From Bats to Humans, auf: SciTechDaily vom 27. März 2020, Quelle: American Chemical Society
  41. Chengxin Zhang et al.: Protein Structure and Sequence Reanalysis of 2019-nCoV Genome Refutes Snakes as Its Intermediate Host and the Unique Similarity between Its Spike Protein Insertions and HIV-1, in: American Chemical Society: J. Proteome Res. vom 22. März 2020, doi:10.1021/acs.jproteome.0c00129 ; PrePrint, PrePrint Volltext (PDF) vom 8. Februar 2020
  42. Tina Hesman Saey: https://www.sciencenews.org/article/coronavirus-covid-19-not-human-made-lab-genetic-analysis-nature, auf ScienceNews vom 26. März 2020
  43. name="LiX2020-05">Xiaojun Li, Elena E. Giorgi, Manukumar Honnayakanahalli Marichannegowda, Brian Foley, Chuan Xiao, Xiang-Peng Kong, Yue Chen, S. Gnanakaran, Bette Korber, Feng Gao: Emergence of SARS-CoV-2 through recombination and strong purifying selection. In: ScienceAdvances, AAAS, vom 29. Mai 2020, eabb9153, doi:10.1126/sciadv.abb9153
  44. Bats, Pangolins and Humans: COVID-19 Virus Likely Emerged From Recombination of Viral Genes Across Different Species, auf: ScitechDaily vom 31. Mai 2020. Zitat: „… the virus’ entire receptor binding motif (RBM), a component that plays a key role in viral entry into host cells, was introduced [into specific bat coronaviruses] through recombination with pangolin coronaviruses.
  45. Evolution of Pandemic Coronavirus Outlines Path From Animals to Humans – Highlights Future Danger, auf:xSciTechDaily vom 6. Juni 2020, Quelle: DUKE UNIVERSITY MEDICAL CENTER
  46. nature.com Lam, T.TY., Jia, N., Zhang, YW. et al. Identifying SARS-CoV-2-related coronaviruses in Malayan pangolins. Nature 583, 282–285 (2020). https://doi.org/10.1038/s41586-020-2169-0 , abgerufen am 18. April 2021
  47. Rachel L. Graham, Ralph S. Baric: Recombination, Reservoirs, and the Modular Spike: Mechanisms of Coronavirus Cross-Species Transmission. In: ASM: Journal of Virology 84 (7), März 2010, S. 3134-3146, doi:10.1128/JVI.01394-09 , PDF
  48. Alexandre Hassanin, the Conversation: https://www.sciencealert.com/genome-analysis-of-the-coronavirus-suggests-two-viruses-may-have-combined, abgerufen am 8. Juni 2021.
  49. David Cyranoski: Virologie: Porträt eines Killers. Online-Ausgabe des Artikels in Spektrum der Wissenschaft Nr. 8, August 2020, S. 40–49.
  50. Jose Halloy, Erwan Sallard, José Halloy, Didier Casane, Etienne Decroly, Jacques van Helden: Tracing the origins of SARS-COV-2 in coronavirus phylogenies. In: HAL, 16. Juli 2020, HAL Id: hal-02891455 (Preprint)
  51. Maciej F. Boni, Philippe Lemey, Xiaowei Jiang, Tommy Tsan-Yuk Lam, Blair W. Perry, Todd A. Castoe, Andrew Rambaut, David L. Robertson: Evolutionary origins of the SARS-CoV-2 sarbecovirus lineage responsible for the COVID-19 pandemic. In: Nature Microbiology, 28. Juli 2020, doi:10.1038/s41564-020-0771-4 ; dazu:
    Nadja Podbregar: Den Wurzeln von Sars-CoV-2 auf der Spur. wissenschaft.de, 28. Juli 2020;
    Nadja Podbregar: Corona: SARS-CoV-2 gibt es schon seit Jahrzehnten. scinexx.de, 29. Juli 2020;
    Erin Garcia de Jesus: Close relatives of the coronavirus may have been in bats for decades. ScienceNews, 28. Juli 2020.