Unterzug (Bauwesen)

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Ein Unterzug ist in der Bautechnik ein Träger, der die Last einer Decke, eines Bogens oder einer Wand aufnimmt und auf andere Bauteile ableitet. Die Tragkraft bzw. die Spannweite einer Decke oder eines Bogens können auf diese Weise erhöht werden.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterzüge können teilweise die Funktion von tragenden Wänden übernehmen, schaffen aber anders als diese einen freien Durchgang. Sie werden unter anderem zur Konstruktion großer Hallen mit ebenen Decken eingesetzt, wo früher ein Gewölbe nötig gewesen wäre, um eine größere Spannweite zu überbrücken. Daneben werden Unterzüge bei der Altbausanierung häufig nachträglich eingefügt zur Verbesserung der Baustatik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterzüge bestehen heutzutage meist aus Stahlbeton oder Stahl, die entweder direkt vor Ort mit einer Schalung betoniert oder als Fertigbauteil eingesetzt werden. Bei historischen Bauten gibt es auch Unterzüge aus Holz.

Sonderfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben sichtbaren Unterzügen gibt es so genannte deckengleiche Unterzüge, bei denen zusätzliche Längsbewehrung im Bereich des Trägers in die Betonplatte integriert werden. Die Unterseiten des Unterzuges und der zu tragenden Platte gehen somit nahtlos ineinander über. Im Bereich der verstärkten Biegebewehrung erfüllt die Platte die Anforderungen eines konventionellen Unterzuges. Gründe für deren Planung und Verwendung sind ästhetischer Art, daneben auch der geringere Schalungsaufwand.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]