Urbaum der Apfelsorte Jakob Fischer

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Urbaum der Apfelsorte Jakob Fischer
Urbaum der Apfelsorte Jakob Fischer
Ort Rottum (Steinhausen an der Rottum)
Land Baden-Württemberg, Deutschland
Baumart Apfelbaum
Höhe ü.d.M. 659 m
Geographische Lage 48° 2′ 11″ N, 9° 54′ 26″ OKoordinaten: 48° 2′ 11″ N, 9° 54′ 26″ O
Urbaum der Apfelsorte Jakob Fischer (Baden-Württemberg)
(48° 2′ 11″ N, 9° 54′ 26″O)
Status Naturdenkmal Ja
Alter 110 Jahre (2013)
Stammumfang (Taille) 1,75 m (2011)
Baumhöhe 13 m (2011)

Der Urbaum der Apfelsorte Jakob Fischer ist der hochstämmige Ursprungsbaum, den Jakob Fischer im Jahre 1903 entdeckte und in seinen Garten verpflanzte. Der Baum ist auf der Liste der Naturdenkmale des Landkreises Biberach als Naturdenkmal (ND) 38.1 auf dem Flurstück mit der Nummer 74/1 in der Paradiesstraße innerhalb der Gemarkung Rottum, Wohnplatz Niklas, einem Teilort der Gemeinde Steinhausen an der Rottum in Oberschwaben vermerkt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1903 entdeckte der Landwirt Jakob Fischer durch Zufall in unmittelbarer Nähe seines Anwesens am Waldrand ein kleines Apfelbäumchen, das er ausgrub und in seinen Garten verpflanzte. Aus diesem Wildling wurde ein Baum, der schon 1912 große, flachkugelige und unregelmäßig geformte Früchte trug. Im Jahre 2010 hatte der pyramidenförmige hochstämmige Baum einen Stammumfang von rund 1,75 und eine Höhe von ca. 13 Metern. Er steht auf einer zugigen Hochfläche zwischen Mittelbuch und Rottum, genannt Einöde.

Die Früchte sind als Tafelobst sowie als Haushaltsäpfel zum Einmachen, Backen, Entsaften und für Kompott geeignet. Anfang bis Mitte September sind sie pflück- und sofort genussreif und neigen zu Fruchtfall. Sie sollten schnell verbraucht werden, da sie nur etwa vier Wochen haltbar sind. Für den modernen Erwerbsbau hat sich die Sorte aufgrund dieser Eigenschaften als ungeeignet erwiesen. Bäume der Sorte Jakob Fischer, auch Schöner vom Oberland genannt, zeichnen sich durch einen starken Wuchs und eine breite Krone aus; sie sind frosthart und widerstandsfähig und eignen sich daher auch für den Streuobstanbau und als Unterlage für die Veredelung von Hochstämmen.

Jakob Fischer konnte aus seiner Entdeckung keinen großen Gewinn erzielen, aber durch die Apfelsorte wurde sein Name bekannt. In Rottum gibt es ein alljährliches Jakob-Fischer-Fest. Im Jahre 2012 wurde zu Ehren Jakob Fischers der Platz vor der Mehrzweckhalle Steinhausen in Jakob-Fischer-Platz benannt und eine Gedenktafel enthüllt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jakob Fischer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturdenkmale im Landkreis Biberach, Stand: 1. Januar 2011, eingesehen am 13. Januar 2011