Urcerey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Urcerey
Urcerey (Frankreich)
Urcerey
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Territoire de Belfort
Arrondissement Belfort
Kanton Châtenois-les-Forges
Gemeindeverband Grand Belfort
Koordinaten 47° 36′ N, 6° 49′ OKoordinaten: 47° 36′ N, 6° 49′ O
Höhe 359–463 m
Fläche 3,39 km2
Einwohner 222 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 65 Einw./km2
Postleitzahl 90800
INSEE-Code

Mairie Urcerey

Urcerey ist eine französische Gemeinde im Département Territoire de Belfort in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urcerey liegt auf 369 m über dem Meer, etwa fünf Kilometer südwestlich der Stadt Belfort (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Bereich der Burgundischen Pforte, in einer weiten Mulde westlich der Talebene der Douce (Zufluss der Savoureuse) am Ostfuß des Bois du Mont.

Die Fläche des 3,39 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Landschaft im Bereich der Burgundischen Pforte (Trouée de Belfort). Der zentrale Teil des Gebietes wird in Nordwest-Südost-Richtung von einer Talmulde durchquert, die sich zur breiten Talebene der Douce hin öffnet. Sie wird als Acker- und Wiesland landwirtschaftlich genutzt. Nördlich dieser Talmulde reicht der Gemeindeboden auf den Höhenrücken der Côte (bis 440 m). Westlich des Dorfes erhebt sich der breite Rücken des Bois du Mont, der überwiegend bewaldet ist und auf dem mit 463 m die höchste Erhebung von Urcerey erreicht wird.

Nachbargemeinden von Urcerey sind Essert im Norden, Bavilliers und Argiésans im Osten, Banvillars im Süden sowie Échenans und Buc im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Urcerey im Jahr 1196 unter dem Namen Visceri. Von 1347 ist die Bezeichnung Urcerey überliefert. Zur Zeit seiner ersten Nennung unterstand Urcerey der Meierei Bas-Rosemont, die zur Herrschaft Rosemont gehörte. Zunächst im Einflussbereich der Herren von Montbéliard stehend, gelangte Urcerey Mitte des 14. Jahrhunderts unter die Oberhoheit der Habsburger. Zusammen mit dem Sundgau kam das Dorf mit dem Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Seit 1793 gehörte Urcerey zum Département Haut-Rhin, verblieb jedoch 1871 als Teil des Territoire de Belfort im Gegensatz zum restlichen Elsass bei Frankreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015
Einwohner 117 135 175 227 271 244 237 222
Quellen: Cassini und INSEE

Mit 222 Einwohnern (1. Januar 2016) gehört Urcerey zu den kleinen Gemeinden des Département Territoire de Belfort. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 110 und 130 Personen gelegen hatte, wurde von 1968 bis 1990 ein kräftiges Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither wurde wieder ein leicht rückläufiger Trend beobachtet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urcerey besitzt ein Lavoir aus dem Jahr 1880. Der alte Ortskern ist geprägt durch verschiedene Bauernhäuser im traditionellen Stil der Franche-Comté aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Lavoir in Urcerey

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urcerey war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den Agglomerationen Belfort und Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Bavilliers an der Hauptstraße, die von Belfort nach Héricourt führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr sechs Kilometern. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Argiésans und Buc.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Territoire de Belfort. Flohic Editions, Paris 1999, ISBN 2-84234-037-X, S. 107.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Urcerey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien