Ursula Braasch-Schwersmann

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Ursula Braasch-Schwersmann

Ursula Braasch-Schwersmann (* 2. September 1955 in Eutin) ist eine deutsche Historikerin. Sie ist Leiterin des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde und Honorarprofessorin am Fachbereich Geschichte der Philipps-Universität Marburg.

Studium und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1974/75 bis 1980 studierte sie an Philipps-Universität Marburg, wo sie 1988 mit einer Untersuchung über das Deutschordenshaus Marburg im Spätmittelalter zum Dr. phil. promoviert wurde. Ab 1979 war sie Mitarbeiterin am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde, zunächst als studentische Hilfskraft, danach als wissenschaftliche Angestellte und Akademische Rätin. Seit 1995 ist sie dessen Leiterin.

Seit 1993 ist Ursula Braasch-Schwersmann Lehrbeauftragte am Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität Marburg. 2000 wurde sie dort Honorarprofessorin.

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursula Braasch-Schwersmann ist Vorsitzende des Beirats am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster. Sie ist Mitglied der Historischen Kommission für Hessen (Hauptausschuss seit 2001), der Historischen Kommission für Nassau, der Hessischen Historische Kommission Darmstadt, der Historischen Kommission für Thüringen, der Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen, des Denkmalrats des Landes Hessen, der Internationalen Historische Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens und der Internationalen Kommission für Städtegeschichte. Sie ist Schriftleiterin des Hessischen Jahrbuchs für Landesgeschichte.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihr Engagement, „das gesammelte Wissen des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen und zu vermitteln, die Einrichtung zu öffnen und ins digitale Zeitalter zu überführen“ hat Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn ihr im Dezember 2020 die Goethe-Plakette verliehen, die höchste Auszeichnung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Deutschordenshaus Marburg: Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft. Dissertation. Elwert, Marburg 1989, ISBN 3-7708-0907-6.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 1: Arolsen. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-850-8.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 3: Butzbach. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-643-2.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 5: Homberg, Ohm. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-644-0.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 6: Limburg. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-645-9.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 7: Michelstadt. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-648-3.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 8: Wetter. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2005, ISBN 3-87707-642-4.
  • Herausgeberin: Wigand Gerstenberg von Frankenberg 1457–1522. Die Bilder aus seinen Chroniken Thüringen und Hessen – Stadt Frankenberg (= Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte. Band 23). Marburg 2007, ISBN 978-3-921254-86-8.
  • mit Peter Zientkiewicz: Hessischer Städteatlas. Teil 1, Nr. 2: Bad Hersfeld. Hrsg.: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde. Marburg 2007, ISBN 978-3-87707-649-1.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mehr als Stadt, Land, Fluss. Festschrift für Ursula Braasch-Schwersmann. Herausgegeben von Lutz Vogel, Ulrich Ritzerfeld, Melanie Müller-Bering, Holger Th. Gräf, Stefan Aumann. Neustadt an der Aisch 2020 ISBN 978-3-87707-197-7 (Inhaltsverzeichnis).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst: „Goethe-Plakette für Geschichtsvermittlerin Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann“. Pressemeldung, 18. Dezember 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]