Ursula Kanizsay

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Ursula Kanizsay

Ursula (ungarisch Orsolya) Kanizsay (* 1521; † 1571 in Sárvár) war die letzte Nachkommin der ungarischen Adelsfamilie Kanizsay.

Sie wurde als Tochter von László Kanizsai und Anna Drágffy geboren. Mit dem Tod ihres Vaters im Jahr 1532 starb die Familie männlicherseits aus. Als letzte ihrer Familie konnte Ursula Kanizsay das Familieneigentum nur dadurch erben, dass sie mit Erlaubnis des Königs Johann Zápolya zum Jungen erklärt wurde. 1535 heiratete sie Thomas III. Nádasdy womit das Eigentum der Kanizsay auf Nádasdy überging, der damit zu einem der reichsten ungarischen Magnaten seiner Zeit aufstieg.

Im Komitat Zala sind viele, von der Familie kommentierte, familiäre und freundschaftliche Beziehungen der Ursula Kanizsay bekannt. Wie eine umfangreiche Korrespondenz mit Freunden zeigt, war Kanizsay eine gebildete Frau. Bei Abwesenheit oder bei gesundheitlichen Verhinderungen ihres Mannes Thomas übernahm sie die Verwaltung in Sárvár. Außerdem genoss sie den Ruf einer guten Gärtnerin.

Mit ihrem Tode ihm Jahr 1571 erlosch das Geschlecht der Kanizsay endgültig. Bestattet wurde Ursula Kanizsay in der damaligen Gruft der Nádasdy im alten, heute nicht mehr existierenden, Kloster Lockenhaus. Bis heute befinden sich ihre sterblichen Überreste in einem Sarkophag der Nádasdy-Gruft unterhalb der römisch-katholischen Pfarrkirche Lockenhaus, wohin sie nach Errichtung der neuen Gruft gemeinsam mit ihrem Gatten überführt wurden.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vida Tivadar (szerkesztő):Szerelmes Orsikám... A Nádasdyak és Szegedi Kőrös Gáspár levelezése, Szépirodalmi Könyvkiadó (Budapest), 1988, ISBN 963-15-3736-6 (ungarisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kirche in Lockenhaus in: „Burgenländische Gemeinschaft“, Organ des Vereines zur Pflege der Heimatverbundenheit der Burgenländer in aller Welt, VII. Jg./Nr. 4, April 1962, S. 2