Ursula Mattheuer-Neustädt

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Dirk Lenke (Diskussion) 15:07, 17. Dez. 2017 (CET)

Ursula Mattheuer-Neustädt, geb. Neustädt, (* 10. Juli 1926 in Plauen) ist eine deutsche Zeichnerin, Grafikerin, Autorin und Lehrerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursula Neustädt besuchte die Schule in ihrer vogtländischen Heimatstadt bis sie 1943 zur Arbeit in der Kriegsrüstung gezwungen wurde. Sie erlebte die Zerstörung Plauens und half aktiv bei der Beseitigung der Trümmerschäden. 1946 begann sie ein Architekturstudium an der Bauhochschule Weimar. Noch im gleichen Jahr wechselte sie an die Kunstgewerbeschule Leipzig, wo sie ihrem späteren Lebensgefährten Wolfgang Mattheuer begegnete. Beide studierten ab 1948 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei den Professoren Egon Pruggmayer, Elisabeth Voigt, Max Schwimmer und Walter Arnold. 1950–52 ist sie zudem Gasthörerin an der Universität Leipzig bei Ernst Bloch, Hans Mayer und Johannes Jahn.

Seit dem Abschluss ihres Studiums 1952 ist sie als Zeichnerin und Grafikerin tätig, illustrierte und gestaltete zahlreiche Bücher, darunter die von Anneliese Probst. 1960–64 war sie außerdem als Lehrerin an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig tätig. Für ihre Buchgestaltungen erhielt sie 1958, 1961, 1965 und 1973 die Auszeichnung „Schönste Bücher“. 1965 wurden ihr zwei Silbermedaillen der Internationalen Buchkunstausstellung in Leipzig (IBA) für Lithografien zu Brechts Mutter Courage und für die Beteiligung am Shakespeare-Wettbewerb verliehen. 1972 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Leipzig.

1989 beteiligte sie sich zusammen mit ihrem Ehemann Wolfgang Mattheuer an den Montagsdemonstrationen in Leipzig.[1]

Nach dem Tod ihres Mannes Wolfgang Mattheuer gründete sie 2006 die „Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung“ mit Sitz in Leipzig. Anliegen und Zweck der Stiftung ist es, das künstlerische Werk beider Künstler zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sowie das Wirken von Wolfgang Mattheuer als akademischer Lehrer und seine Ausstrahlung auf Schüler und künstlerische Nachfahren hervorzuheben.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mattheuer-Neustädt, Ursula., Rodegast, Claudia.: Ursula Mattheuer-Neustädt : aus Skizzenbüchern 1947-1997. 1. Aufl. Plöttner, Leipzig 2011, ISBN 978-3-86211-046-9.