Ursula Prutsch

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Ursula Prutsch (* 3. Mai 1965 in Graz) ist eine österreichische Historikerin. Sie ist Professorin für Geschichte der USA und Lateinamerikas am Amerika-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prutschs Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Vereinigten Staaten und Lateinamerikas vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, insbesondere Inter-Amerikanische Beziehungen, die Geschichte Brasiliens und Argentiniens, die Auswanderungen aus Österreich-Ungarn nach Lateinamerika, das deutschsprachige Exil in Lateinamerika und die Geschichte Spaniens und Portugals im 20. Jahrhundert. Sie war von 2009 bis 2017 Vorstandsmitglied des Österreichischen Lateinamerika-Instituts.

Prutsch studierte Geschichte und Spanisch an der Universität Graz. Ihre Dissertation Die Auswanderung von Österreichern nach Brasilien in der Zwischenkriegszeit wurde 1993 approbiert und 1996 unter dem Titel Das Geschäft mit der Hoffnung gedruckt. Sie habilitierte sich 2006 an der Universität Wien über Creating Good Neighbours? Die USA und Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg. Nelson A. Rockefellers Office of Inter-American Affairs (1940-1946). Für ihre Habilitationsschrift erhielt sie von 2001 bis 2004 eine Hertha-Firnberg-Stelle des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung an der Universität Wien und 2006 den Preis der Maria-Schaumayer-Stiftung.

2014 war sie als Ko-Autorin am ZDF-Dokumentarfilm Fordlandia – unterwegs wohin von Peter Stamm beteiligt.[1]

Prutsch lebt in München und Pöllau (Steiermark).

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Perón. Leben und Sterben einer Legende. Eine Biographie. C.H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-68276-6. [2]
  • Brasilien: eine Kulturgeschichte. Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2391-8. (mit E. Rodrigues-Moura) [3]
  • Iberische Diktaturen. Portugal unter Salazar, Spanien unter Franco. StudienVerlag, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7065-5112-0.
  • Creating good neighbors? Die Kultur- und Wirtschaftspolitik der USA in Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg. Franz Steiner Verlag. Stuttgart 2008,
  • Die Welten des Paul Frischauer. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 1997 (mit K. Zeyringer)
  • Das Geschäft mit der Hoffnung. Österreichische Auswanderung nach Brasilien 1918-1938. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 1996

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Del Imperio Habsburgo a las Américas. (Estudios AHILA de Historia Latinoamericana 14.) Iberoamericana Vervuert, Madrid 2017 (mit Mónika Szente-Varga u. Fábio Bertonha)
  • Brasilien 2014. Aufbruch und Aufruhr. LIT Verlag, Wien 2014 (mit G. Drekonja)
  • Images/Imagenes. Film und Bilder aus Lateinamerika. LIT Verlag, Wien, 2007 (mit D. Ingruber)
  • Imaging Vienna. Turia & Kant, Wien, 2006 (mit M. Sommer und M. Gräser)
  • Leopold von Andrian. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 2003 (mit K. Zeyringer)
  • Habsburg postkolonial. StudienVerlag, Innsbruck, 2003 (mit J. Feichtinger, M. Csáky)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fordlandia - unterwegs wohin? Eine Retortenstadt im brasilianischen Regenwald
  2. Der Sperling, der Condor und das Volk in Süddeutsche Zeitung vom 8. Dezember 2015.
  3. Kannibalen? Aber ja doch! in Die Welt vom 28. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]