Ursula Wyss

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Ursula Wyss (2007)

Ursula Wyss (* 8. Februar 1973 in Davos; heimatberechtigt in Buchholterberg und Köniz) ist eine Schweizer Politikerin (SP).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 bestand Wyss die Matura am Gymnase Numa Droz in Neuenburg. Anschliessend studierte sie an der Universität Bern, der Universität Strathclyde in Glasgow und der Technischen Universität Berlin Volkswirtschaft und Allgemeine Ökologie. 1997 schloss sie in Bern mit dem Lizentiat ab. Nach Stellen beim Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) und dem WWF Schweiz war sie von 2001 bis 2005 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Bern. 2006 promovierte sie zur Dr. rer.oec.

Ursula Wyss lebt zusammen mit ihrem Partner, Thomas Christen, und ihren zwei Söhnen in Bern.[1][2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 trat Wyss der SP bei. Von 1997 bis 1999 war sie im Grossen Rat des Kantons Bern.

Wyss wurde bei den Wahlen 1999 in den Nationalrat gewählt und in den Jahren 2003, 2007 und 2011 wiedergewählt. Von 2004 bis 2006 war sie Vizepräsidentin der SP Schweiz und von 2006 bis 2012 Präsidentin der SP-Fraktion im Bundeshaus. Wyss war Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK), der Finanzkommission sowie des Büros des Nationalrats.

Am 6. März 2011 unterlag sie als Kandidatin zur Stichwahl in den Ständerat mit 49,4 % dem SVP-Vertreter Adrian Amstutz.[3]

Ihre politischen Schwerpunkte auf nationaler Ebene waren die Umwelt-, Klima- und Energiepolitik, Europa- sowie die Bildungspolitik.

Am 25. November 2012 wurde Ursula Wyss mit dem besten Resultat in die fünfköpfige Regierung der Stadt Bern gewählt.[4] Am 11. Dezember 2012 reichte sie per 3. März 2013 ihren Rücktritt als Nationalrätin ein. Wyss hatte diesen Schritt bereits im Vorfeld der Wahlen in die Stadtregierung angekündigt, sollte sie gewählt werden. Ihre Nachfolgerin im Nationalrat ist die Berner Grossrätin Nadine Masshardt[5]. In der Berner Stadtregierung führt Ursula Wyss die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün. Ende November 2016 wurde sie als Gemeinderätin wiedergewählt, unterlag jedoch bei der Wahl zum Berner Stadtpräsidenten im zweiten Wahlgang gegen Alec von Graffenried.[6]

Wyss war viele Jahre Vorstandsmitglied der Berner Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS), Mitglied des Patronatskomitees Energy Science Center (ESC) der ETH Zürich und des Fördervereins des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft (IKMB) der Universität Bern. Sie war zudem Mitglied der überparteilichen Gruppe Betäubungsmittelgesetz wie weiter?. Heute ist sie Mitglied im Beirat der GEWA Stiftung für berufliche Integration.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitszeitformen und Freizeitverhalten. Eine Zeitbudgetuntersuchung. Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus, Bern 2006, ISBN 3-905666-04-9 (Dissertation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SP-Fraktionschefin Ursula Wyss kandidiert nicht für Ständerat in: NZZ Online vom 24. April 2011
  2. Ursula Wyss bringt Sohn zur Welt in: Tages-Anzeiger vom 20. September 2011
  3. Amstutz gewinnt um Haaresbreite. Tages Anzeiger Online / Newsnetz, 6. März 2011, abgerufen am 6. März 2011.
  4. Wahlresultate auf bern.ch, abgerufen 1. Dezember 2012
  5. sda: Ursula Wyss tritt zurück, NZZ online vom 11. Dezember 2012.
  6. Wahlresultate. Stadt Bern, 15. Januar 2017, abgerufen am 16. Januar 2017 (deutsch).