Ursus Wehrli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ursus Wehrli auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Ursus Wehrli (* 13. August 1969 in Aarau als Urs Wehrli) ist ein Schweizer Kabarettist, Bildender Künstler, Fotograf und Aktionskünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursus Wehrli wurde in Aarau geboren und ist gelernter Typograph. Seit 1987 tritt er zusammen mit Nadja Sieger als Kabarett-Duo Ursus & Nadeschkin auf. Bisher hat dieses Duo sechs abendfüllende Programme produziert, die sie im deutschen Sprachraum bekannt machten.

Arbeit als bildender Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit in dem Duo Ursus & Nadeschkin ist Wehrli als Bildender Künstler tätig. Für Aufsehen sorgte er 2002 mit dem Projekt «Kunst aufräumen», in dem er Reproduktionen bekannter Bilder zerschnitt und neu, aber geometrisch geordnet, zusammensetzte.[1]

Noch mehr Aufsehen erregte sein Projekt «Die Kunst, aufzuräumen», in dem er nicht nur Zweidimensionales, wie zunächst Bilder, sondern reale Sachgesamtheiten und Szenen aufräumte. Mit diesem Werk wurde er auch ausserhalb der Schweiz sehr bekannt. Neben originellen Ideen wie dem «Aufräumen» einer Schale Pommes frites[2] oder gar einer Buchstabensuppe,[3] räumte er auch etwa einen Parkplatz voller Autos nach Farben,[4] eine Fussballmannschaft in nackte Männer und Kleidungsstapel etc.[5] auf sowie eine ganze Badewiese.[6] Damit überschritt er die Grenze der blossen Photokunst zur Aktionskunst und zum Happening. Die Aktionen wurden auch durch Filme dokumentiert. Im Frühjahr 2012 gab die Schweizerische Post eine von Wehrli gestaltete Briefmarke heraus.[7]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Nadja Sieger: "Hailights": Live-Aufnahmen aus dem Kleintheater Luzern Hörbuch auf Audio-CD, 54 Minuten, Kein & Aber Records, Zürich [1998], ISBN 3-906547-82-5.
    • als DVD mit Bonusmaterial: 130 Minuten, Aufnahmen aus dem Casino Winterthur, Produktion, TV-Regie, Menükonzept und -Programmierung: Marcel Weiss; Regie: Tom Ryser. Warner Home Video, 2005, OCLC 888298885.
  • Kunst aufräumen. Kein & Aber, Zürich 2002, ISBN 3-0369-5200-4; Taschenbuchausgabe 2004, ISBN 978-3-0369-5221-5.
    • Tidying Up Art. Vorwort von Albrecht Götz von Olenhusen, übersetzt von Rosie Jackson, Prestel, München / Berlin / New York, NY 2003, ISBN 978-3-7913-3003-7 (englisch).
    • L’arte a soqquadro. Edizione il Castoro, Milano 2008, ISBN 978-88-8033-470-5 (Übersetzt von Stafano Bartezzaghi, italienisch).
  • Kunst aufräumen: a live presentation of the book at the Beyeler Art Foundation = Todying up art, Fondation Beyeler, Riehen 2004, DVD, 10 Minuten, Schweizerdeutsch und englisch, OCLC 801772482.
  • Noch mehr Kunst aufräumen. Kein & Aber, Zürich 2004, ISBN 3-0369-5223-3; Taschenbuchausgabe 2006, ISBN 978-3-03-695231-4

978-3-03-695231-4.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit Ursus und Nadeschkin:

Belege/Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. biblio.at
  2. Ursus Wehrli: Die Kunst, aufzuräumen (Memento vom 23. April 2012 im Internet Archive) bei blog.musikexpress.de
  3. rp-online.de
  4. youtube.com
  5. youtube.com
  6. youtube.com
  7. Medienmitteilung, abgerufen am 4. Mai 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ursus Wehrli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien