Uschi Madeisky

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Ursula „Uschi“ Madeisky (* in Dietfurt an der Altmühl) ist eine deutsche Filmproduzentin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uschi Madeisky lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie studierte an der Universität Hamburg Pädagogik und Soziologie. Während des Studiums arbeitete sie in Filmproduktionen mit. Von 1973 bis 2002 führte sie zusammen mit Klaus Werner die Filmproduktionsfirma Colorama,[1] die Filme im kulturellen Bereich für ZDF, ARD und Bildungseinrichtungen produzierte.

Seit Mitte der 90er Jahre liegt ihr Arbeitsschwerpunkt bei Dokumentarfilmen über matriarchale Kulturen. Ihr Wissen über diese Kulturen gibt sie bei Filmvorführungen, Vorträgen und Kongressen weiter, sie lehrte an der Akademie Alma Mater in Karlsruhe, publiziert in Fachzeitschriften und schreibt Rezensionen. Von 2007 bis 2014 gab sie die Zeitschrift Matriaval heraus. Seit 2015 ist sie für die Online-Zeitschrift Mutterlandbriefe verantwortlich.

Seit ihrer Schulzeit setzt sich Madeisky für die Verbesserung der Stellung der Frauen in der Gesellschaft ein. Für dieses Engagement verlieh ihr 2002 die Stadt Frankfurt am Main den Tony-Sender-Preis.[2][3] Im Jahr 2015 wurde sie für ihr Lebenswerk vom Land Hessen mit dem Elisabeth-Selbert-Preis ausgezeichnet.

Sie gehört zu den Gründern und zum Vorstand[4] des Filmbüro Hessen, ist Mitgründerin der LAG Hessen für Frauen in Wissenschaft und Kunst sowie der Frankfurter Stiftung für Frauen in Wissenschaft und Kunst maecenia. Im Jahre 2006 gründete sie zusammen mit renommierten Matriarchatsforscherinnen den Verein MatriaVal e.V.,[5] dessen Vorsitz sie innehat. Über diese Netzwerke nahm sie filmisch dokumentierend teil an großen Kongressen wie dem Weltkongress für Matriarchatsforschung und war Mitveranstalterin der Kongresse Internationaler MutterGipfel 2008 und Internationaler Goddesskongress 2010 auf dem Hambacher Schloss.

Für die Öffentliche Hand nimmt sie Aufgaben als Prüferin bei der FSK wahr. Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages wurde sie von der UNESCO wegen ihrer Filme und ihrer Forschungen zum Thema matriarchale Gesellschaften zu einem Roundtable[6] Matriarchal Societies around the World eingeladen.

Zusammen mit der Autorin Dagmar Margotsdotter, der Filmemacherin Daniela Parr und der Künstlerin Li Shalima entwickelt sie unter dem Label tomult&töchter Medien, durch die „matriarchale Muster“ aus der ganzen Welt bewahrt werden und für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Im Jahr 2017 etablierte sie zusammen mit Ricarda Scherzer MatriaCon - Internationale Schule für matriarchales Bewußtsein.[7]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973 Am besten wir spielen auf dem Klo oder wo (20’ Kinderfilmfestival, Abaton).
  • 1974-77 Entwicklung und Beiträge für Magazin Schüler-Express (ZDF); Von Hand zu Hand zurück zur Bank; Leben in Paragraphen; Jacob; Jacob II.
  • 1975 Warum spielt es eine Rolle welche Rolle einer spielt (45’ NDR).
  • 1977 Eine Freundin nur für die Ferien (45’ NDR); Warum muss ich abends immer so früh zuhause sein (45’ NDR)
  • 1978 Immer besser als die anderen (45’ZDF).
  • 1979 Wenn fern aus der Türkei (45’ZDF); Tapetenwechsel (45’ZDF).
  • 1980 Caros Spickzettel (30’ ZDF); Die Wahrheit über Vera Eschkova (85’ Frauenreferat).
  • 1981 Kleiner Mann was tun / Kücük adam ne yapior / Little Man what now / Piccolo uomo que fare (83’ Kinofilm FBW: wertvoll)
  • 1982 Die Eltern hören nur die Bässe (45’ ZDF).
  • 1984 Von allen guten Vorbildern verlassen (45’ ZDF); Elli Lindner kassiert fürs Schauspiel (15’ ZDF); Verkaufen will geübt sein (15’ ZDF); Der Falke, düster, hart, ein Jäger (15’ ZDF).
  • 1985 Der ewige Spießer. Nach Ödön von Horváth (45’ ZDF); Schätze der Urzeit – Müll der Neuzeit (30 ZDF); Designed by Nina Messina (15’ ZDF); Berufswunsch: Theater (15’ ZDF).
  • 1986 Frau Schutzmann im Einsatz (45’ ZDF); Süß und gefährlich (45’ ZDF); Von Passau bis auf Grafenau (30’ ZDF).
  • 1988 Rund um die Fressgass (30’ZDF); Wie man sich bettet (45’ ZDF).
  • 1990 Das sterbende Schwein (45’ 3sat).
  • 1986-91 Reihe Natur und Medizin: Filme über ganzheitliches Denken in der Medizin, mit Begleitbüchern im Falken-Verlag (ZDF und ARD).
  • 1991 Geschichten aus O. (30’ ZDF)
  • 1993 Unter den Linden – Portrait einer deutschen Straße (45’ ZDF, 3sat)
  • 1993 Männer wollen Priesterinnen werden (8’ 3sat)
  • 1993 Die Töchter der sieben Hütten – im Matriarchat der Khasi in Indien / Daughters of the Seven Huts / Les filles des sept case (52’ ZDF/arte, Filmförderung Baden Württemberg).
  • 1994 Auf den Spuren der Großen Göttin (45’ VHS Rüsselsheim).
  • 1995 Die Gruppe des neuen Herdes (9’ 3sat).
  • 1996 Auf der Insel der Frauen – Palau, Südsee(10’ 3sat).
  • 1998 Grenzenlose GEN-Wunder? Eine Wissenschaftlerin warnt (45’WDR).
  • 1999 Wo dem Gatten nur die Nacht gehört – Besuchsehe bei den Jaintia in Indien / Nightly Guest (45’ NDR, Hessische Filmförderung).
  • 2000 Die drei Wünsche der Sharifa – bei den Kunama in Eritrea (45’ NDR).
  • 2001 Auf Freiers Füßen (30’ ASKi International, Hessische Filmförderung).
  • 2001 Frauen-Gedenk-Labyrinth (54’ tomult).
  • 2002 Trommeln der Liebe – bei den Garo in Indien (45’ NDR).
  • 2004 Gesellschaft in Balance (84’ Christel Göttert Verlag); Stärker als der Tod ist die Liebe (23’ Gerda Weiler Stiftung, Gerda Weiler).
  • 2005 Ausrufung des Jahrtausends der Frau (86’ Christel Göttert Verlag).
  • 2007 Societies in Balance (86’ HAGIA Internationale Akademie für Moderne Matriarchatsforschung).
  • 2008 Das Jahr der Erde / Celebrating the Year of the Earth (90’ Christel Göttert Verlag).
  • 2009 Die furchtlos hinter den Tod gehen / Fearless beyond Death (53’ Hessische Filmförderung).
  • 2010 Kinderzirkus Wannabe (50’ tomult).
  • 2011 Die Tochter – eine Clansaga aus dem Matriarchat der Khasi / The Daughter – A Clansaga from the Khasi Matriarchy (54’ Hessische Filmförderung, Christel Göttert Verlag).
  • 2012-13 16-teilige Serie Der ALMA MATER-Zyklus (25'-45') (tomult&töchter)
  • 2014 Wo die freien Frauen wohnen - vom Matriarchat der Mosuo (90' Hessische Filmförderung)
  • 2016 Sturm-Wut-Frau (58' v.Dagmar Margotsdotter, Produzentin tomult)
  • 2016 Matriarchate weltweit (22' v.Dagmar Margotsdotter, Produzentin tomult)

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Dreizehn Emotionen – Interview mit Elke Heidenreich (Zeitschrift ab40, 4/05).
  • 2006 Schenken als Grundlage unseres Seins (Zeitschrift ab40, 1/06).
  • 2010 Eine Jahrhundertstiftung für die Jahrtausende der Frau (Zeitschrift ab40, 1/10).
  • 2010 Die Ordnung der Mutter, HG. (Christel Göttert Verlag)
  • 2011 Das heilige Paar: Schwester&Bruder (Zeitschrift MatriaVal, 14/11JdF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werkverzeichnis auf der Website der Produktionsfirma
  2. Meldung auf der Website der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen für Frauen in Kunst und Kultur
  3. [_id_inhalt=21496 Website der Stadt Frankfurt des Tony-Sender-Preises]
  4. Website des Filmbüros Vorstand
  5. Website des Vereins Gründerinnen und Aktivitäten
  6. Website der UNESCO zur Veranstaltung
  7. Über MatriaCon. matriacon.net, abgerufen 2. Juno 2017