Usitaqueno

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Suco Usitaqueno
Der Suco Usitaqueno liegt im Süden vom Subdistrikt Oesilo.
Daten
Fläche 9,53 km²[1]
Einwohnerzahl 889 (2010)[2]
Chefe de Suco Vicente Fallo
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Kisan 9° 24′ S, 124° 20′ O-9.405124.32861111111584 584 m
Kuatnana 9° 25′ S, 124° 21′ O-9.4219444444444124.34611111111624 624 m
Nibin 9° 25′ S, 124° 21′ O-9.4183333333333124.34666666667609 609 m
Uerban 9° 26′ S, 124° 21′ O-9.4263888888889124.34361111111617 617 m
Nibin (Osttimor)
Nibin
Nibin

Usitaqueno (Usi-Taqueno, Usitakeno, Usi Takeno) ist ein osttimoresischer Suco im Subdistrikt Oesilo (Distrikt Oecusse).

Geographie[Bearbeiten]

Usitaqueno liegt im Süden des Subdistrikt Oesilo und hat eine Fläche von 9,53 km².[1] Nördlich liegen die ebenfalls zu Oesilo gehörenden Sucos Bobometo und Usitasae. Westlich liegt der Subdistrikt Nitibe mit seinem Suco Banafi und südlich der Subdistrikt Passabe mit seinem Suco Abani. Im Osten grenzt Usitaqueno an den Nachbarstaat Indonesien.[4] Durch den Südosten führt die Überlandstraße von Bobometo nach Passabe. An ihr liegen die Dörfer Kuatnana, Nibin und Uerban (Uetban). Entlang der Westgrenze verläuft die Überlandstraße von Nitibe nach Passabe. An ihr liegt im Nordwesten der Ort Kisan.[4] In Nibin gibt es eine Grundschule (Escola Primaria Nibin).[5][6]

Im Suco befindet sich nur ein Aldeia: Nibin.[7]

Einwohner[Bearbeiten]

Im Suco leben 889 Einwohner (2010,[2] 2004: 1.258[8]). Über 99 % der Einwohner geben Baikeno als ihre Muttersprache an. Eine Minderheit spricht Tetum Prasa.[9]

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999 ermordeten Soldaten der Streitkräfte Indonesiens und 200 pro-indonesische Milizionäre zwischen dem 7. und 9. September 1999 in den Dörfern Tumin, Quiubiselo, Nonquican (alle Suco Bobometo) und Nibin 17 Personen mit Macheten und Schußwaffen. Häuser wurden niedergebrannt und die Überlebenden in das indonesische Westtimor deportiert. In Imbate angekommen, wurden 55 junge Männer durch Soldaten, Polizisten und Milizionären von den anderen getrennt, gefesselt und geschlagen. Dann wurden sie zu Fuss nach Passabe getrieben und dort erschossen und erstochen. Acht Männer konnten entkommen.[10][11][12]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Vicente Fallo zum Chefe de Suco gewählt[13] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[14]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 401 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Usitaqueno (Tetum; PDF; 8,3 MB)
  10. Masters of Terror - Passabe Massaker
  11. CAVR-Report: 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances (englisch; PDF; 2,5 MB)
  12. CAVR-Report: Chapter 7.3: Forced Displacement and Famine (englisch; PDF; 1,3 MB)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

-9.4183333333333124.34666666667Koordinaten: 9° 25′ S, 124° 21′ O