Uster

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt im gleichnamigen Bezirk Uster. Für anderen Bedeutungen, siehe Uster (Begriffsklärung).
Uster
Wappen von Uster
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Uster
BFS-Nr.: 0198i1f3f4
Postleitzahl: 8610
UN/LOCODE: CH NKN (Nänikon)
CH USR (Uster)
Koordinaten: 696755 / 245077Koordinaten: 47° 20′ 58″ N, 8° 43′ 9″ O; CH1903: 696755 / 245077
Höhe: 464 m ü. M.
Fläche: 28,56 km²
Einwohner: i33'853 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 1185 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
22,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Stadtpräsident: Werner Egli (SVP)
Website: www.uster.ch
Uster, Panorama

Uster, Panorama

Karte
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Über dieses Bild
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Stadt Uster von Oben

Uster (im zürichdeutschen Ortsdialekt [uʃːtər][3]) ist eine politische Gemeinde und zugleich der Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Schweizer Kanton Zürich. Die Bedeutung der Stadt Uster ist mit dem Bau des S-Bahn-Netzes des Zürcher Verkehrsverbunds stark gewachsen. Mit über 30 000 Einwohnern ist sie die drittgrösste Stadt im Kanton.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uster liegt im Zentrum des Kantons Zürich und ist mit 28,56 km² die grösste Gemeinde im Bezirk Uster, sowie drittgrösste Stadt des Kantons Zürich. Die Gemeinde liegt östlich des Greifensees, 13 Kilometer entfernt von Zürich.

Der grösste Anteil von Uster wird von Kulturland eingenommen, das 44,5 % des Gemeindegebietes umfasst. Dazu kommen 27 % Wald, 18.4 % Siedlung, 7.8 % Verkehrsfläche und 0.4 % Gewässer.

Im Norden liegt Volketswil, sowie ein kleiner Zipfel von Fehraltorf. Im Osten befinden sich die Gemeinden Pfäffikon und Seegräben. Im Süden liegen die Gemeinden Gossau und Mönchaltorf, im Nordwesten liegt die Gemeinde Greifensee.

Quartiere (ehemalige Zivilgemeinden) der Stadt Uster

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uster unterteilt sich nach der Vereinigung vom 9. Juli 1927[4] in elf Ortsteile, die früher eigenständige Zivilgemeinden waren. Sechs sogenannte Aussenwachten liegen noch heute als Dörfer in freier Landschaft rund um das Kerngebiet der Stadt Uster, die anderen sind inzwischen baulich zusammengewachsen.

Kirchuster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Kirchuster wurde erstmals 1416 erwähnt. Er hat rund 10 000 Einwohner und ist somit der grösste Ortsteil der Stadt.

Niederuster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes wurde mehrmals erwähnt, zunächst 1227 als de Inferiori Ustero (lat.), 1300 als ze Nidern Ustre (dt.) und 1416 als ze Nidern Ustra. Westlich aber nahe dem Greifensee und südlich des Bahnhofs gelegen, leben in etwa 6400 Einwohner.

Oberuster-Nossikon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Quartier unterteilt sich in Oberuster und Nossikon. Oberuster wurde zum ersten Mal 1325 erwähnt. Es liegt östlich und leicht erhöht zum Bahnhof. Nossikon, als Nossinchoven erstmals 903 erwähnt, liegt südöstlich vom Bahnhof. Zusammengenommen wohnen dort etwa 4 700 Einwohner.

Rehbüel-Hegetsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil liegt im nordöstlichen Teil von Uster und hat in etwa 3200 Einwohner. Der Name setzt sich aus den zwei Namen der Anhöhen Rehbüel und Hegetsberg zusammen. Die dichte Besiedlung des Gebietes entstand nach dem Bau der Glatttalbahn und deren Eröffnung am 1. August 1856, als in der Nähe des Bahnhofs die ersten Häuser gebaut wurden. Die öffentliche Hand entschied sich für den Bau von Gesundheitseinrichtungen in diesem neuen Stadtteil, in dem sich heute die Gesundheitsmeile mit dem Spital Uster, dem Alters- und Pflegezentrum Im Grund und die Stiftung Wagerenhof befindet.[5]

Riedikon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der südlich vom Stadtzentrum gelegenen Ortschaft leben zirka 770 Einwohner in der bewahrten dörflich-ländlichen Struktur nahe dem Ufer am Greifensee. Erstmals im Jahr 741 urkundlich erwähnt, ist Riedikon die älteste Siedlung im Gebiet der heutigen Stadt Uster.

Werrikon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem Kerngebiet der Stadt Uster und dem Dorf Nänikon liegt der Weiler Werrikon. Sie ist durch ein Naturschutzgebiet von den Quartieren des Zentrums getrennt. In der Aussenwacht leben etwa 270 Einwohner.

Winikon-Gschwader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Quartier liegt nördlich des Zentrums und hat in etwa 3550 Einwohner. Der Ort wurde erstmals um 1325 als Winckhen erwähnt, 1361 als Winninkon.

Freudwil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich der Oberlandautobahn und nordwestlich von Wermatswil liegt die Aussenwacht Freudwil. Fast vollständig von Wäldern umgeben, leben dort etwa 130 Einwohner. Das Uhrtürmchen auf dem alten Schulhaus gilt als Wahrzeichen des kleinen Dorfes.

Wermatswil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem Kerngebiet der Stadt Uster und Gemeinde Pfäffikon ZH liegt Wermatswil. Auf der Anhöhe leben etwa 1200 Einwohner. Berühmtester Sohn des Dorfes ist Jakob Gujer.

Nänikon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Nänikon liegt drei Kilometer westlich von Uster und hat in etwa 2250 Einwohner. Die zwei Wahrzeichen der Aussenwacht sind das Türmli-Schulhaus und das an den Alten Zürichkrieg erinnernde Denkmal auf der Bluetmatt. Das Dorf ist eng mit der Gemeinde Greifensee verflochten; beide Gemeinden haben einen gemeinsamen Bahnhof Nänikon-Greifensee und eine gemeinsame Postleitzahl.

Sulzbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf mit bäuerlichem Ursprung liegt zwischen Uster und Gossau. Es hat etwa 400 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Uster, Kirchuster und das Weingut im frühen 18. Jahrhundert
Uster um 1900
Schloss Uster von Süden

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ustemer Gemeindegebiet, bei Riedikon, fanden sich zahlreiche Spuren von Ufersiedlungen der neolithischen Pfyner Kultur. Von bronzezeitlicher Besiedelung zeugen einige Grabhügel. Römische Gutshöfe standen in Nänikon, Riedikon und im Oberusterwald. Der alemannische Siedlungskern entstand im Frühmittelalter an den Ufern des Aabachs im heutigen Oberuster (im Bereich der «Insel»). Es kreuzten sich dereinst dort die Römerwege vom Glatttal zum Oberland (dem Aabach entlang) und von Winterthur zum Zürichsee.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster St. Gallen verfügte um 741 über Besitz in Riedikon. Die Siedlung Uster wird im Jahr 775 erstmals in St. Galler Urkunden erwähnt, als Ustra villa. Spätere Schreibweisen sind in Ustramarcha (902), Ustera (952), Ustire (1217/8), Uster (1219), Ustere (1244), Ostrum (1263), Ustir (1268), Ostra (1363), Ustrach (1426). Der Ortsname ist sehr wahrscheinlich ein ursprünglicher Bachname, der später auf die Siedlung übertragen wurde, und dürfte auf althochdeutsch *uster-aha «gefrässiger Bach» zurückgehen.[6]

Auf der Insel, die auf der einen Seite noch heute vom Aabach und auf der anderen Seite von einem künstlichen Kanal (heute die Strasse) eingefasst ist, stand die erste Mühle. Sie wurde später etwas nach Süden und auf die andere Kanalseite verlegt, wo sie heute noch – eher unscheinbar – steht (das Mühlerad existiert nicht mehr). Die Mühle in Niederuster bestand seit dem 14. Jahrhundert (1350 molendinum dictum die Ziegelmüli). Eine von den Rapperswilern gestiftete Pfarrkirche St. Andreas ist erstmals 1099 erwähnt (abgebrochen 1823). Laut Bucelin (Historia Agilolfingica et Guelfica, 1662) behaupteten die dem Geschlecht der Rapperswiler angehörenden Herren von Uster eine Abstammung von den schwäbischen Welfen.[7] Die Kirchgemeinde kam nach 1369 zu den Landenbergern und 1438 an das Kloster Rüti.

Um das Jahr 1100 errichteten die Herren von Winterthur mitten im Gebiet des Grafen von Rapperswil das Schloss Uster, das sich heute als Wahrzeichen über der Stadt erhebt. Um 1267 war die Burg im Besitz der Freiherren von Bonstetten. Im Hochmittelalter gehörte Uster zur Herrschaft Greifensee; Wermatswil und Teile von Freudwil gehörten zu Kyburg, Sulzbach und Riedikon zu Grüningen und grosse Teile der Ländereien um Oberuster dem Kloster Rüti. Der Ortskern selber aber gehörte zum grössten Teil freien Bauern, was zu jener Zeit unüblich war. 1473 wurde in der Kirchgemeinde ein Jahrzeitbuch angelegt, das zu den besterhaltenen des Kantons gehört. Dadurch, dass das Land und Schloss unterschiedlichen Herren gehörten, bildete sich in Uster kein eigentlicher Altstadtkern. Im Gebiet der heutigen Zentralstrasse, unterhalb des Burghügels, liessen sich im ausgehenden Mittelalter Handwerker nieder.

Die Grenze der Blutgerichtsbarkeit verlief entlang des Aabaches mitten durch Uster. Linksufrig (Riedikon, Sulzbach) lag sie bei den Herren von Grüningen, rechtsufrig (Wermatswil) bei der Grafschaft Kyburg. In Nossikon ist für das 13. und 14. Jahrhundert ein separates Gericht von Freien belegt, das durch die Öffnung von 1431 bestätigt wurde, seine Sonderstellung aber spätestens im 16. Jahrhundert verlor.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1544 gehörte auch Greifensee zur Kirchgemeinde Uster, bis 1638 ausserdem Volketswil, Hegnau, Zimikon, Kindhausen und Isikon, bis 1767 Gutenswil und bis 1770 Heusberg. Die Siedlung Uster selbst wurde zur Unterscheidung von Ober-Uster und Unter-Uster auch Kirch-Uster genannt. Da die Pfarrkirche dem Heiligen Andreas geweiht war, fand jährlich am Andreastag (30. November) ein grosser Jahrmarkt statt.[7]

Die 1492 niedergebrannte Burg Uster wurde nach 1526 wieder aufgebaut. 1535 verliessen die Herren von Bonstetten den Ort. Der Herrschaftsinhaber Hans Vogler verkaufte 1544 die niedere Gerichtsbarkeit an die Stadt Zürich. Ab 1560 gehörte die Burg den Freiherren von Hohensax, deren Linie mit dem Tod von Christoph Friedrich von Hohensax 1633 ausstarb. Die Rechte des Klosters Rüti fielen nach seiner Aufhebung 1525 an die Stadt Zürich. 1668 fielen ein Drittel der Einwohner der Kirchgemeinde einer Seuche zum Opfer.

Im 18. Jahrhundert entstand im oberen Glattal eine ausgedehnte Heimindustrie.[8] Daneben bestand in Uster eine namhafte Produktion von Kirschwasser.[9] Um 1800 war gegen die Hälfte der Bevölkerung im Baumwollgewerbe tätig.

Moderne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uster wurde 1798, unter der Helvetischen Republik, Distriktshauptort. Diesen Status, nun Bezirkshauptort genannt, behielt es auch unter der Mediationsverfassung des Kantons Zürich 1803 sowie unter der liberalen Kantonsverfassung 1831 und gilt seither unverändert.

Im frühen 19. Jahrhundert erlangte das Dorf durch die zunehmende Industrialisierung mehr und mehr Bedeutung und zählte mit dem Zürcher Oberland zu den am dichtesten industrialisierten Gegenden Europas. Die Geschichte der Baumwollspinnerei und der industriellen Revolution in Uster und im Zürcher Oberland kann heute anhand des Industriepfades[10] an 49 Objekten zwischen Uster und Bauma nacherlebt werden.

Die alte Pfarrkirche wurde 1823 abgebrochen und durch einen monumentalen Neubau im klassizistischen Stil ersetzt (siehe Reformierte Kirche Uster).

Am 22. November 1830 forderten 10 000 Landbewohner mehr demokratische Rechte, einen Rücktritt der alten Gewalten und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Dies war der erste Schritt zu einem modernen Kanton Zürich. 1831 wurde als Ergebnis dieses sogenannten Ustertages eine neue liberale Kantonsverfassung auf der Basis der Volkssouveränität, der Gewaltentrennung und der Gleichberechtigung der Landbewohner sowie die Presse- und Gewerbefreiheit im Kanton Zürich eingeführt.

1832 geriet Uster in die Schlagzeilen, als am 22. November, enttäuscht über nicht eingehaltene Versprechen der Regierung, Heimweber die Fabrik der Firma Corrodi & Pfister, die mit den ersten mechanischen Webstühlen ausgestattet war, aus Angst um ihre Arbeitsplätze niederbrannten. Gegen fünfzig Beteiligte an dieser Tat wurden daraufhin zu Ketten- und Gefängnisstrafen von bis zu 24 Jahren verurteilt. Dieses Ereignis ging später als Brand von Uster oder Usterbrand[11] in die Geschichtsbücher ein. Die Tat ist das bekannteste Beispiel eines Maschinensturms in der Schweiz.

1856 wurde die Bahnstrecke Wallisellen–Uster der damaligen Glatthalbahn-Gesellschaft eröffnet. Der Bahnhof in der Stadt Uster gehört zu den ältesten Bahnhöfen in der Schweiz.

1909 erhielt Uster eine Strassenbahn (Uster–Oetwil-Bahn). Am 1. Oktober 1949 fuhr die Bahn zum letzten Mal die Strecke Uster–Oetwil; anschliessend wurde sie durch einen Autobusbetrieb ersetzt.

Automobilindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turicum von 1907

Ende des 19. Jahrhunderts und ganz zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Uster auch international bekannt durch zwei Schweizer Hersteller von Automobilen. So hat die Firma Weber & Cie. ab 1899 zunächst Dreiräder und ein Jahr später vierrädrige Automobile produziert. 1906 musste sie die Produktion einstellen.

Der Uhrmacher Martin Fischer gründete 1904 mit seinem Partner Paul Vorbrodt Turicum AG in Uster. Das Unternehmen hatte im Jahr 1913 etwa 140 Mitarbeiter, die Fahrzeuge wurden weltweit exportiert. Die Produktion musste 1914 nach etwa 1000 gebauten Fahrzeugen eingestellt werden. Die Bushaltestelle Turicum in Uster erinnert noch heute an das Unternehmen.

Von beiden Unternehmen gibt es Fahrzeuge im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zu besichtigen.

Jüngste Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trauriges Aufsehen erregte ein schwerer Unfall am 9. Mai 1985, als gegen 20:25 Uhr im Hallenbad Uster die Stahlanker der untergehängten Decke aufgrund von Spannungsrisskorrosion versagten. 12 Personen starben, 19 wurden verletzt. Der verantwortliche Ingenieur hatte die aggressive Natur von Chlorverbindungen in feuchtwarmer Luft unterschätzt.

Archive, Museen, Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtarchiv Uster und Paul-Kläui-Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älteste Urkunde im Stadtarchiv Uster (1371)

Quellen zur Geschichte von Uster werden im Stadtarchiv Uster und in der Paul-Kläui-Bibliothek aufbewahrt. Im Stadtarchiv befindet sich das historische Archiv der Stadt Uster mit einem Aktenvolumen von ca. 2 Laufkilometern. Zu den Archivschätzen gehören auch ungefähr 15 Privatarchive, die Dokumente von Privatpersonen, Vereinen oder Firmen, die für die Stadt Uster von Bedeutung waren und ein vergangenes Alltagsleben abbilden, beinhalten. Die älteste mittelalterliche Urkunde im historischen Archiv ist von 1371. Sie besteht aus Pergament und wurde in deutscher Sprache verfasst. Zum weiteren Bestand gehören Dossiers von Verwaltungsstellen, welche die behördlichen Vorgänge in der Stadt Uster dokumentieren. Die Paul Kläui-Bibliothek ergänzt als wissenschaftliche Bibliothek mit ihrer regionalen Literatur aus Uster und dem Zürcher Oberland den Bestand des Stadtarchivs. Eine Dokumentationsstelle mit Zeitungsartikeln, Landkarten und Fotos für Uster ist dort integriert.

Buchdruckmuseum Graphos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buchdruckmuseum Graphos zeigt die 500-jährige Geschichte des Buchdrucks auf. Bei Führungen lernt man Handsatz wie zu Gutenbergs Zeiten, den Maschinensatz und den Druck an funktionierenden Originaleinrichtungen kennen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legislative ist der Gemeinderat mit 36 Sitzen.

3
9
3
2
1
1
2
4
1
10
10 
Von 36 Sitzen entfallen auf:
Zusammensetzung des Gemeinderats
Partei 1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014
SVP UDC.svg Schweizerische Volkspartei SVP 7 8 7 7 10 11 10 10 10
Logo der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz 2009.svg Sozialdemokratische Partei SP 5 6 8 8 10 12 11 8 9
Logo FDP Die Liberalen de.svg Freisinnig-Demokratische Partei FDP 8 7 6 6 6 7 5 4 4
Logo Grünliberale Partei.svg Grünliberale Partei GLP 2 4 3
Grüne Schweiz.svg Grüne Partei GP 2 3 3
Evpsignet.svg Evangelische Volkspartei EVP 4 4 4 4 4 4 2 2 2
Bürgernahe Politik Uster BPU 2
BDP Logo.svg Bürgerlich-Demokratische Partei BDP 1
Logo-CVP.svg Christlichdemokratische Volkspartei CVP 4 3 2 2 1 1 1 1 1
Logo EDU UDF.svg Eidgenössisch-Demokratische Union EDU 2 2 1
Jungfreisinnige logo.svg Jungfreisinnige JF 1 0
Schweizer Demokraten logo.svg Schweizer Demokraten SD 0 1 1 1
Landesring der Unabhängigen LdU 4 4 3 3 2
Freiheits-Partei der Schweiz FPS 3 3 1
Jungliberale Uster JULIUS 1 2 3 2
Aktiv für Uster AfU 1 1
Demokratisch-Soziale Partei DSP 4 2 0
Demokratische Partei DP 0

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Exekutive ist der siebenköpfige Stadtrat. Sitz des Stadtrates war bis 2007 das 1962 nach den Plänen von Bruno Giacometti erbaute Stadthaus[12]. Seit Juni 2007 tagt der Stadtrat in einem Neubau gleich neben dem Stadthaus.

Zusammensetzung des Stadtrates
Partei 1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014
Logo der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz 2009.svg Sozialdemokratische Partei SP 1 1 1 1 1 2 3 3 3
SVP UDC.svg Schweizerische Volkspartei SVP 2 2 2 2 2 2 2 2 2
Logo FDP Die Liberalen de.svg Freisinnig-Demokratische Partei FDP 2 1 1 2 3 3 2 2 2
Logo Grünliberale Partei.svg Grünliberale Partei GLP 0 0
Grüne Schweiz.svg Grüne Partei GP 0 0
Evpsignet.svg Evangelische Volkspartei EVP 1 1 1 1 0
Logo-CVP.svg Christlichdemokratische Volkspartei CVP 1 0
Demokratisch-Soziale Partei DSP 1 0
Parteilose 2 2 1
Mitglieder des Ustermer Stadtrates (2014–2018)
Name Amtsantritt Departement Partei
Werner Egli 2010 Präsidiales SVP
Patricia Bernet 2014 Bildung SP
Cla Famos 2014 Finanzen FDP
Thomas Kübler 2001 Bau FDP
Esther Rickenbacher 2002 Gesundheit SP
Jean-François Rossier 2014 Sicherheit SVP
Barbara Thalmann 2006 Soziales SP

Gemeinde- bzw. Stadtpräsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsidenten (bis 1970)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1889–1892 Emil Stadler-Dändliker, FDP
  • 1892–1895 Berthold Kirchhofer, FDP
  • 1895–1919 Johann Heinrich Bosshard-Morf, FDP
  • 1919–1922 Jean Graf-Brunner, Dem.
  • 1922–1925 Emil Stadler-Gujer, FDP
  • 1925–1938 Theophil Pfister, BGB
  • 1938–1948 Emil Stadler-Gujer, FDP
  • 1948–1958 Ernst Wettstein, BGB
  • 1958–1962 Hans Berchtold, FDP
  • 1962–1966 Werner Graf, FDP
  • 1966–1974 Albert Hofmann, SVP, ab 1970 Stadtpräsident
Stadtpräsidenten (ab 1970)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1974–1986 Walter Flach, FDP
  • 1986–1998 Hans Thalmann, parteilos
  • 1998–2006 Elisabeth Surbeck, FDP
  • 2006–2014 Martin Bornhauser, SP
  • seit 2014 Werner Egli, SVP

Kantonsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kantonsrat des Kantons Zürich ist die Stadt Uster durch sieben Personen vertreten:

  • Anita Borer (SVP)
  • Karin Fehr (Grüne)
  • Stefan Feldmann (SP)
  • Walter Meier (EVP)
  • Benno Scherrer Moser (Grünliberale)
  • Sabine Wettstein-Studer (FDP)
  • Claudia Wyssen (SP)

Nationale Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Uster: SVP 27.7 %, SP 23.6 %, FDP 13.1 %, glp 9.5 %, Grüne 8.0 %, BDP 4.5 %, EVP 4.0 %, CVP 3.5 %, EDU 2.4 %, AL 1.5 %.[13]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt Uster lebten Ende Mai 2016 34'135 niedergelassene Personen.[14]

Nationalität[14] Ende 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
SchweizSchweiz Schweiz 77,67 % 77,92 % 78,53 % 78,67 % 78,43 % 77,97 % 77,86 % 77,76 % 77,38 % SchweizSchweiz Schweiz
DeutschlandDeutschland Deutschland 3,90 % 4,41 % 4,42 % 4,53 % 4,87 % 5,01 % 4,95 % 4,92 % 5,02 % DeutschlandDeutschland Deutschland
ItalienItalien Italien 4,47 % 4,31 % 4,12 % 4,06 % 3,94 % 3,90 % 3,91 % 3,88 % 3,92 % ItalienItalien Italien
PortugalPortugal Portugal 1,46 % 1,52 % 1,56 % 1,55 % 1,60 % 1,69 % 1,75 % 1,75 % 1,76 % PortugalPortugal Portugal
KosovoKosovo Kosovo  -   -   -  0,76 % 0,81 % 0,95 % 1,23 % 1,42 % 1,56 % KosovoKosovo Kosovo
MazedonienMazedonien Mazedonien 0,95 % 0,88 % 0,94 % 0,95 % 0,91 % 0,92 % 0,88 % 0,91 % 0,91 % MazedonienMazedonien Mazedonien
TurkeiTürkei Türkei 1,13 % 1,06 % 0,99 % 0,94 % 0,94 % 0,97 % 0,96 % 0,91 % 0,87 % TurkeiTürkei Türkei
SpanienSpanien Spanien 0,78 % 0,72 % 0,67 % 0,64 % 0,67 % 0,70 % 0,73 % 0,82 % 0,85 % SpanienSpanien Spanien
OsterreichÖsterreich Österreich 0,71 % 0,76 % 0,73 % 0,76 % 0,68 % 0,73 % 0,71 % 0,71 % 0,73 % OsterreichÖsterreich Österreich
SerbienSerbien Serbien 3,29 % 2,81 % 2,04 % 1,42 % 1,19 % 0,98 % 0,57 % 0,64 % 0,70 % SerbienSerbien Serbien

Einwohnerentwicklung seit 1634[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Einwohner
1634[15] 972
1694 1'699
1722 2'191
1799 3'128
1850[16] 5'081
1860 5'610
1870 5'808
1880 6'391
1888 6'798
1900 7'623
1910 8'599
1920 8'999
1930 9'660
1941 10'547
1950 12'350
1960 17'252
1970 21'819
1980 23'702
1990 25'182
2000 28'571
2010[17] 32'265
2015 33'887

Kirchen/Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss und reformierte Kirche von Uster von Nordwesten
Kirchenmitgliedschaft Ende 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013[14] 2014[18] 2015
Evangelisch-reformierte Landeskirche 38,34 % 37,84 % 37,07 % 36,76 % 36,05 % 35,22 % 34,43 % 33,87 % 33,00 %
Römisch-katholische Kirche 30,11 % 30,00 % 29,52 % 29,18 % 28,89 % 28,75 % 28,40 % 28,12 % 27,85 %
Christkatholische Kirche 0,14 % 0,15 % 0,15 % 0,14 % 0,15 % 0,12 % 0,11 % 0,11 % 0,12 %
Ustermer Bevölkerung nach Religion/Konfession – Ende 2014[18]
evangelisch-reformiert
  
33,87 %
römisch-katholisch
  
28,12 %
andere Religion oder christl. Konfession
  
25,16 %
keine Angabe oder konfessionslos
  
12,85 %

In der lokalen Sektion der Evangelischen Allianz sind beteiligt: Chrischona-Gemeinde (gegr. 1990), Evangelisch-reformierte Kirche, Evangelisch-methodistische Kirche (gegr. 1880), Freie Kirche Uster (gegr. 1863), Freie Missionsgemeinde, Heilsarmee (gegr. 1890) und die Pfingstgemeinde (gegr. 1936).[19][20]

In Uster gibt es überdies eine neuapostolische Kirche sowie den Moschee-Verein in Werrikon (gegr. 1992).[21][22]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zentrale Lage und die gute Erschliessung mittels öffentlichen Verkehrs hat seit 1990 einen Bauboom und steigende Immobilienpreise ausgelöst. Die 1350 in der Stadt ansässigen Unternehmen, zum grossen Teil im Dienstleistungssektor zu Hause, bieten rund 13 000 Arbeitsplätze.[23] So haben zum Beispiel die Firma Uster Technologies und die Bank BSU ihren Sitz in Uster.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uster, Bahnhof
Niederuster, Schifflände und Greifensee
Kreisel mit Springbrunnen im Zentrum von Uster
Spital Uster

Uster ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. So führen die folgenden vier Linien der S-Bahn Zürich über Uster:

Am Wochenende verkehrt zudem die Nachtlinie SN5 auf der Fahrstrecke der S 5 mit Halt an allen Stationen. Die einzelnen Linien verkehren im Halbstundentakt, so dass stündlich acht Züge nach Zürich sowie sechs Züge ins Zürcher Oberland fahren. Mit den Linien S 5 und S 15 gelangt man in 14 Minuten ins Zentrum von Zürich.

In Uster selbst stehen den Reisenden sieben lokale und sechs regionale Buslinien zur Verfügung.

Der Greifensee wird durch das Kursschiff Maur–Uster–Maur erschlossen.

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz seiner Grösse ist in Uster nur eine Verkehrsampel zu finden. Alle bis auf eine wurden in den letzten Jahren durch teilweise phantasievoll gestaltete Verkehrskreisel ersetzt, was Uster auch überregional als „Kreiselstadt“ bekannt machte.

Ebenfalls überregional bekannt sind die zehn Bahnübergänge, welche mehr als 40 Minuten in der Stunde geschlossen sind. Als einzige Alternative dazu befindet sich vor dem Feuerwehrhaus eine Unterführung, die allerdings nur 3.25 m hoch ist. Dies führte in den Achtzigerjahren zum sarkastischen Slogan: «Uster – Die lebendige Stadt hinter der Barriere».

Die im Norden angrenzende Oberlandautobahn (A53) erschliesst die Stadt mit drei Abgängen, welche ausserhalb der Stadt in die drei Hauptverkehrsachsen münden.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als einer der zwölf regionalen Feuerwehrstützpunkte hat die Ustermer Feuerwehr die Aufgabe, die örtlichen Feuerwehren der umliegenden 14 Gemeinden bei grösseren Schadensereignissen und im Oel-/Chemiewehrbereich logistisch und personell zu unterstützen.

Neben der Kantonspolizei besitzt Uster eine eigene Stadtpolizei, die für kommunale Aufgaben zuständig ist und die Kantonspolizei unterstützt. Der Seerettungsdienst auf dem Greifensee wird von allen Anrainer-Gemeinden gemeinsam betrieben und hat seinen Sitz im Bootshaus Niederuster.

Das Spital Uster ist für die medizinische Versorgung des oberen Glatttales und des Zürcher Oberlandes mit insgesamt rund 135 000 Einwohnern zuständig. Mit rund 1100 Angestellten ist das Spital Uster der grösste Arbeitgeber der Region. Organisiert ist es als Zweckverband der zwölf Trägergemeinden. Am 8. März 2015 befanden die Stimmbürger über die Umwandlung des Zweckverbandes in eine Aktiengesellschaft. Das Anliegen wurde in der Stadt Uster mit 57 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt, womit die Umwandlung scheiterte.[24]

Auf dem Sportgelände Buchholz sind eine Sporthalle, Hallenbad, Reitanlage mit Halle, Tennis-, Squash- und Badmintonplätze, Kletterhalle, sowie Boccia- und Minigolfbahnen beheimatet. Zudem bietet die Stadt zwei Freibäder.

Kunst, Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Nähe zur Stadt Zürich besitzt die Stadt Uster ein eigenes kulturelles Angebot.

Im Zellwegerpark stehen die folgenden Kunstobjekte:

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Konzerten der Kulturgemeinschaft Uster (KGU) beleben verschiedene Konzertreihen das Kulturleben der Landstadt am Greifensee. Hier seien das Orgelfestival Uster mit den fünf Orgelkonzerten im Spätsommer, die Reihe must – Musiker aus Uster für Uster, das PAM – Platz für andere Musik sowie die Reihe Sonntagskonzerte der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde erwähnt.

Insbesondere für Jazzliebhaber gehört Uster zu den wichtigsten Zentren, da Uster nicht nur einen der bekanntesten Jazzclubs besitzt, sondern auch das Schweizerische Jazzmuseum, das SwissJazzOrama, beheimatet.

In den letzten Jahren konnten sich in Uster und Umgebung mehrere Festivals etablieren, an denen vorwiegend Rockmusik gespielt wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zellwegerpark, Uster
Weingut und Garten beim Schloss, Nossikon im Hintergrund
Reformierte Kirche in Uster
Brauerei von 1859
Gasthof Krone Nossikon, Tavernenrecht seit 1786
Stadtpark
Zellwegerweiher
Mühle Niederuster, 1350 als Ziegelmühle erwähnt
Wermatswil: Jakob-Gujer-Brunnen und -Geburtshaus
  • Der Zellweger Park umfasst das frühere private Firmenglände («Verbotene Stadt») der Zellweger Uster AG. Seit 2005 wurde es als Wohnquartier erschlossen.[25] Historisch ist das Areal geprägt vom Aabach und seiner Verwendung als Energiequelle mit den «Stauseen» Zellwegerweiher und Herterweiher. Siehe auch Industriepfad Zürcher Oberland www.vehi.ch/. Heute ist das Areal eine attraktive Parklandschaft und Teil der Naherholungszone Stadtpark-Aabach-Greifensee und enthält bedeutende Kunstwerke,[26] u. a.
    • «Cube» von Sol LeWitt,
    • «Moosfelsen» von Fischli/Weiss und
    • «Drift Structure» von Tadashi Kawamata
  • Auf einem Hügel südlich des Stadtzentrums, thront als Wahrzeichen das Schloss Uster, mit einem Rebberg und der reformierten Kirche am Fusse, über der Stadt.
  • Mit dem Bau der ersten katholischen Kirche in Uster nach der Reformation wurde 1883 begonnen. Das neugotische Bauwerk wurde im Jahr 1962 abgebrochen und durch die 1965 eingeweihte Kirche St. Andreas des Architekten André M. Studer ersetzt. Ihr Glockenturm an der Neuwiesenstrasse ist ein markantes Wahrzeichen innerhalb der Stadt.
  • Mit dem Industriepfad[27] besitzt Uster ein Anschauungsobjekt für die industrielle Vergangenheit der Region, welche vor allem in der Baumwollverarbeitung lag. Zwei dieser ehemaligen Industriegelände wurden inzwischen unter Beibehaltung der alten Bauten zu Wohnsiedlungen umgestaltet. Die Umnutzung dieser Gelände zu den Siedlungen Im Lot und Arche Nova waren mit ein Grund für den Erhalt des Wakkerpreises, einer Auszeichnung des Schweizer Heimatschutzes.
  • Ebenfalls Industriegeschichte ist im Museum Graphos auf dem Zeughausareal zu besichtigen. Es ist der Geschichte des Schriftsatzes, des Druckes und der Buchbinderei gewidmet. Da ein Grossteil der gezeigten Maschinen noch immer funktioniert, können die Besucher vor Ort eigene Karten setzen und Drucken.
  • Eisenbahnfreunde dürften sich für die wieder instandgestellte Lokremise von 1857 interessieren. Dieses Gebäude mit fünf Lokständen, welche um eine Drehscheibe angeordnet sind, ist die älteste Lokremise der Schweiz; die Genossenschaft Lok-Remise Uster betreut das Ensemble in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich. Seit 1995 dient das Gebäude dem Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland als Remise und Werkstatt für die Dampflokomotiven.
  • In der Lok-Remise befindet sich die Ausstellung die Stiftung Eisenbahn-Sammlung Uster. Hochwertige Eisenbahnmodelle, vorwiegend in den «grossen» Spurweiten IIm, I, 0 und 0m, sowie Originalgegenstände der Bahn und Modelleisenbahnanlagen sind zu sehen.
  • Auch die 1977 zunächst stillgelegte Brauerei P. Bartenstein AG (Uster Bräu) ist einen Besuch wert. Seit 2008 wird auf der gleichen Anlage in neuen Produktionsräumen wieder Bier gebraut von der Brauerei Uster Braukultur AG. Eine Besichtigung der alten Anlagen ist weiterhin möglich.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für individuelle sportliche Aktivitäten bietet die Region den See mit den Möglichkeiten für Radtouren, Inlineskating, Schwimmen, Rudern, Segeln, Surfen, Tauchen sowie Laufparcours im Wald, Vitaparcours, Finnenbahn, 400-m-Laufbahn, Hallenbad und Freibäder, Golfrange, Minigolf, Squash-, Tennis- & Badmintonplätze. Überdies bietet Uster zwei Fussballplätze, Sportstadion, und Sporthalle, ist Austragungsort für Geländesportarten wie Triathlon und Langstreckenlauf und beheimatet mehr als 71 Sportvereine.[28]

Sehr erfolgreich schneiden jeweils die Sportler des Ustermer Schwimmvereins Schwimmclub Uster-Wallisellen an nationalen und internationalen Wettkämpfen ab. An der jährlichen, nationalen Ruderregatta auf dem Greifensee nimmt der Ruderclub Uster als örtlicher Verein teil.

Der Judo Club Uster, gegründet 1964, ist einer der grössten Judo Clubs der Schweiz und nimmt in der Region Zürich eine führende Rolle ein. Das Damenteam kämpft in der Nationalliga A, der höchsten Schweizer Klasse; das Herrenteam in der Nationalliga B.

Der städtische Unihockeyverein UHC Uster bestreitet seine Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse, der Nationalliga A. Auch im Handball ist Uster mit der Frauenmannschaft des TV Uster in der Swiss Premium League vertreten. Der Fussballverein FC Uster spielt in der 2. Liga interregional.

Im Jahr 1998 fanden in Uster die offiziellen Halbmarathon-Weltmeisterschaften statt. Seit 1980 findet jährlich Mitte September der Greifenseelauf mit Start und Ziel in Uster statt, gelaufen wird seit 1992 auf Halbmarathon-Distanz und zusätzlich auch kürzere Distanzen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Prenzlau, Deutschland – seit 2000

Uster ging im Jahr 2000 eine Städtepartnerschaft mit Prenzlau (Deutschland) ein. Der Partnerschaftsvertrag wurde am 29. Oktober 2000 vom damaligen Bürgermeister Prenzlaus, Jürgen Hoppe, und der damaligen Stadtpräsidentin Usters, Elisabeth Surbeck-Brugger, unterzeichnet. Am 19. Oktober 2004 wurde dieser Vertrag von Hans-Peter Moser, Bürgermeister von Prenzlau, Elisabeth Surbeck-Brugger, Stadtpräsidentin von Uster, und Hansjörg Baumberger, Stadtschreiber von Uster, um fünf Jahre bis Ende Juni 2010 verlängert. Anschliessend im Sommer 2010 um weitere vier Jahre.[29]

Naherholung & Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Naherholung stehen den Ustermern der See, das Stadtparkgebiet mit zwei Weihern und mehr als sieben Wälder zur Verfügung.

Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Frühlingsmarkt, und der Uster-Messe im Herbst, findet jeweils am letzten Donnerstag im November und dem anschliessenden Freitag der Uster Märt statt. Dieser seit 1099 bestehende Jahrmarkt war ursprünglich Bauernmarkt und Tierschau. Heutzutage gibt es neben dem klassischen Marktbetrieb auch einen grossen Karussell- und Fahrgeschäftebetrieb, so dass dieser Anlass inzwischen zu den grössten Jahrmärkten der Schweiz zählt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 wurde die Stadt Uster für ihre Stadt- und Raumplanung mit dem Wakkerpreis des Schweizerischen Heimatschutzes (SHS) ausgezeichnet:

„Dank beispielhafter planerischer und baulicher Massnahmen ist es der Stadt Uster gelungen, in der zunehmend anonymen schweizerischen Agglomerationslandschaft eine eigene Identität zu schaffen. Der Siedlungsraum wurde klar vom ländlichem Raum getrennt, eine hochwertige, zeitgenössische Architektur aktiv gefördert und die alte Bausubstanz respektvoll in die Gegenwart integriert.“

Schweizer Heimatschutz[30]

2014 wurde die Stadt Uster für ihre langfristige Planung und Realisierung von Grünräumen mit dem Schulthess Gartenpreis des Schweizerischen Heimatschutzes (SHS) ausgezeichnet.

„Die Stadt Uster zeigt vorbildlich, wie eine langfristige Planung und Umsetzung von Grünräumen eine neue städtebauliche Dichte erzeugt. Herzstück dieser Entwicklung ist der Aabach, der sich schrittweise vom Industriekanal in eine Parklandschaft verwandelte.“

Schweizer Heimatschutz[31]

Usterapfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Usterapfel ist eine nach Uster benannte Apfelsorte. Sie ist älteren Generationen auch als Zitrönler bekannt. Der aus Holland stammende Apfel gelangte 1760 unter anderem nach Uster und wurde erstmals auf dem Gelände des dortigen Schlosses gepflanzt.[32][33][34] Im 19. Jahrhundert war der Usterapfel die ertragreichste und häufigste Sorte im Kanton Zürich; damals machte er einen Zehntel bis einen Viertel der gesamten Apfelproduktion im Kanton aus.[35]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Gespalten von Silber und von Rot mit zwei silbernen Balken

Dieses Wappen wurde von der Gemeinde 1917 eingeführt, basierend auf einem bei Gerold Edlibach (1486) abgebildeten Wappen.[36]

Im 19. Jahrhundert galt ein anderes Wappen: «drei grüne Linden- oder Apfelbäume», heute das Wappen von Kirchuster. Es erscheint erstmals auf einer Schützenfahne von etwa 1835.[37]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anita Färber (Hrsg.): Uster-Buch 1990. Uster 1990.
  • Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band III: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Birkhäuser (Kunstdenkmäler der Schweiz, 66), Basel 1978, ISBN 3-7643-0991-1, S. 352–464.
  • Michael Köhler: Die städtebauliche Entwicklung Usters vom Fabrikdorf zur Stadt. Unter Einfluss der Glatttalbahn zwischen 1856 und 1916. Dissertation Universität Zürich 2005 Volltext (Memento vom 11. Februar 2006 im Internet Archive).
  • Luk Konrad: Bildband Uster. Fotos der lebendigen Landstadt am Greifensee. Uster Verlag, Uster 1996.
  • Paul Kläui: Geschichte der Gemeinde Uster. Orell Füssli, Zürich 1964.
  • Bruno Schmid: Uster im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Hans Thalmann: Uster zum Beispiel. Neue Wege politischer Führung. Paul Haupt, Bern 1999, ISBN 3-258-06077-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Uster – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pure Weblinks bitte formatieren bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. Sprachatlas der deutschen Schweiz V 1b; siehe auch ortsnamen.ch unter Uster.
  4. http://www.uster.ch/de/portrait/geschichten/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=1994 (abgerufen am 10. September 2013)
  5. Schlussbericht Projekt «Rehbühl Uster – ein Quartier für alle» (abgerufen am 10. September 2013)
  6. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 906. Eine Rückführung auf das Keltische (und die Annahme einer spätmittelalterlichen Umdeutung), wie von Heinrich Meyer (Die Ortsnamen des Kantons Zürich. Aus den Urkunden gesammelt und erläutert, Zürich 1849, S. 101 sowie später von Johann Ulrich Hubschmied vertreten wurde, ist unhaltbar.
  7. a b Johann Konrad Fäsi: Genaue und vollständige Staats- und Erdbeschreibung der helvetischen Eidgenossenschaft, derselben gemeinen Herrschaften und zugewandten Orten. Orell & Geßner, Zürich 1765, 407 f.
  8. Fäsi (1765:404) schreibt: «Die Einwohner der Herrschaft [Greifensee] arbeiten seit 30. Jahren so stark in die Fabriken in der Stadt, daß in einigen Gegenden der Feld-Bau nicht wenig darunter leidet, ungeachtet die dasigen Felder einen der fruchtbarsten Theile des Cantons ausmachen.»
  9. Fäsi (1765:404): «Um Uster werden die Wiesen durch den Ustrer-Bach, der durch beyde Dörfer fließt, gar vortheilhaft gewässert. Aus den häufigen Kirschen, welche nächst an den Dorfschaften, auf den Feldern und Gehölzen wachsen, wird viel Kirschen-Geist oder Wasser gebrannt. Ein grosser Theil dieses Getränks wird ausser dem Canton zu Geld gemacht.»
  10. Industriepfad Zürcher Oberland
  11. Markus Bürgi, Bruno Schmid: Usterbrand im Historischen Lexikon der Schweiz
  12. Roland Frischknecht: Zauberformel in der Architektur. Stadthaus Uster (1955–1962) von Bruno Giacometti. In Kunst + Architektur in der Schweiz. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Nr. 4, Bern 2014. S. 60–67.
  13. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2015/NRW_2015/resultate.html, zuletzt abgerufen am 12. November 2015
  14. a b c Webseite Stadt Uster – Einwohnerstatistiken (abgerufen am: 20. Juni 2016).
  15. Bruno Schmid: Uster im Historischen Lexikon der Schweiz (abgerufen am: 10. Dezember 2014).
  16. Eidgenössische Volkszählung 2000 Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden 1850-2000 Volkszählungen 1850–2000 – Kanton Zürich (abgerufen am: 16. Mai 2013).
  17. Die neue Volkszählung - Ergebnisse Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) (abgerufen am: 16. Mai 2013).
  18. a b http://www.uster.ch/dl.php/de/54b8f51dca64c/Einwohnerstatistik_Dezember_2014.pdf (abgerufen am: 21. November 2015).
  19. http://www.each.ch/ea-uster.html (abgerufen am: 27. Januar 2012).
  20. Uster. Vereine – Wirtschaft – Politische Parteien. proinfo, Solothurn 2012, S. 70–72.
  21. http://www.uster.ch/de/vereine/vereinsliste/welcome.php?art=religion_kirchen&saction=Suchen (abgerufen am 28. Februar 2012).
  22. Uster. Vereine – Wirtschaft – Politische Parteien. proinfo, Solothurn 2012, S. 70.
  23. Wirtschaft in Uster
  24. Website des Spitals Uster (abgerufen am 8. Februar 2015)
  25. zellweger-park.ch
  26. Quelle: Da müssen Sie hin. Uster. In: Das Magazin Et Cetera No. 10. Tamedia AG, Zürich, 24. Oktober 2015
  27. Website des Vereins Industriepfad Zürcher Oberland
  28. http://www.uster.ch/de/vereine/vereinsliste/ (abgerufen am 10. September 2013)
  29. http://www.uster.ch/de/portrait/partnerstadt/ (abgerufen am 10. September 2013)
  30. Die bisherigen Wakkerpreise (abgerufen am 10. September 2013)
  31. Die bisherigen Schulthess Gartenpreise (abgerufen am 20. Mai 2014)
  32. Infos apfel.ch am 22. Juli 2014
  33. Hilfe für die Wiedergeburt des Usterapfels
  34. Eine Arche Noah fur alte Obstsorten (Memento vom 26. Juli 2014 im Internet Archive)
  35. Schweizerisches Idiotikon, Band I, Spalte 368, Artikel Uster(i)-Epfel (Digitalisat).
  36. Fabrice Burlet: Die Wappen von Uster. Hrsg. vom Stadtarchiv Uster. Uster 2014 (uster.ch)
  37. Wappen von Uster wird auf heutige Form festgelegt