Uterusruptur

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Klassifikation nach ICD-10
O71.1 Uterusruptur während der Geburt
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Die Uterusruptur ist ein Zerreißen des Uterus meist während der Geburt. Die Häufigkeit beträgt ca. 1:1500 Geburten.

Ursachen[Bearbeiten]

Die häufigste Ursache ist eine vorangegangene Operation an der Gebärmutter. Spontanrupturen können bei Lageanomalien oder bei Missverhältnis sowie Wehensturm auftreten. Traumatische Zerreißungen der Gebärmutter können bei starker äußerer Gewalteinwirkung auftreten.

Formen[Bearbeiten]

Man unterscheidet die komplette Uterusruptur, wo das Kind in der Bauchhöhle liegt und die gedeckte Uterusruptur, wo es zur Dehiszenz einer Uterusnarbe ohne offene Verbindung zur Bauchhöhle kommt.

Symptome[Bearbeiten]

Symptome der drohenden Ruptur sind eine Erhöhung der Wehenfrequenz bis Wehensturm, innere Unruhe und Angstzustände sowie ein starker Druckschmerz im unteren Uterinsegment. Es kommt zu einem Geburtsstillstand und der Bandl-Ring steigt über Nabelhöhe. Es ist Blut im Urin (Hämaturie) feststellbar.

Bei einer eingetretenen Ruptur fällt die kindliche Herzfrequenz ab und die Wehentätigkeit hört schlagartig auf. Die Patientin hat ein Gefühl des innerlichen Zerreissens. Durch den Blutverlust kommt es zu Schockanzeichen (Tachykardie, Hypotonie, blasse, kalte und kaltschweißige Haut, zunehmende Bewusstseinseintrübung). Eine vaginale Blutung ist feststellbar. Das Kind kann unter der Bauchdecke ertastet werden.

Therapie[Bearbeiten]

Zur Therapie gehört eine sofortige intravenöse Tokolyse und eine notfallmäßige Schnittentbindung.

Quelle[Bearbeiten]

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