Utopia.de

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Utopia.de
Utopia-logo-1.png
Einfach nachhaltiger leben
Onlinemagazin und -community für Nachhaltigkeit

Sprachen

Deutsch

Sitz

München

Gründer

Claudia Langer

Betreiber

GLG Green Lifestyle GmbH/DDVG, Umweltbank (26,84 %)

Redaktion

Martin Tillich

Registrierung nein
Online 2007
(aktualisiert 18. Aug. 2021)
https://utopia.de

Utopia.de ist eine deutschsprachige Online-Plattform zum Thema Nachhaltigkeit. Das Onlinemagazin rangiert zurzeit (Januar 2022) unter den 300 am häufigsten besuchten Internetangeboten in Deutschland.[1] Eigentümer sind die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (die Medienholding der SPD) sowie die Umweltbank.

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Online-Plattform veröffentlicht vor allem Neuigkeiten und Ratgeber-Artikel zu den Themen Nachhaltigkeit und nachhaltiger Konsum. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Klimaschutz und -wandel, Bio-Lebensmittel, Ethical Fashion und Naturkosmetik, aber auch auf der Verkehrswende, Ökostrom und Green IT.

Gründung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Utopia.de wurde im Jahr 2007 von der Unternehmerin Claudia Langer gegründet.[2][3] 2009, 2010 und 2012 veranstaltete Utopia mehrere Konferenzen zum gesellschaftlichen Wandel. 2014 erwirkte utopia.de eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen ProSiebenSat.1 Digital & Adjacent GmbH[4], die geplant hatten, den Namen „Utopia“ für eine Fernsehshow zu verwenden. Im gleichen Jahr stieg die DDVG, die Medienholding der SPD, mit einer Mehrheitsbeteiligung als Investor bei der Utopia GmbH ein[5], ab 2015 war sie alleinige Eigentümerin. Seit 2019 betreibt Utopia neben einer deutschsprachigen Website auch eine englischsprachige Dependance (utopia.org)[6], seit 2020 existiert zudem ein eigener, wöchentlicher Podcast.[7] Utopia.de beschäftigte 2020 rund 30 Mitarbeiter.[8] 2021 übernahm die Umweltbank rund 27 Prozent der Anteile an der Utopia GmbH.[9] 2022 wurden die beiden eigenständigen Einheiten „Utopia Values“ (Beratung für Nachhaltigkeitskommunikation) und „Utopia Content“ (Content-Marketing) gegründet. Im selben Jahr wurde mit rezepte.utopia.de[10] auch eine eigene Rezeptseite ins Leben gerufen, die zahlreiche vegetarische und vegane Koch- und Backrezepte enthält.

Reichweite und andere Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Website verzeichnete im Dezember 2017 nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern über 3,3 Millionen Online-Besuche[11], nach eigenen Angaben hat sich diese Zahl inzwischen auf 11,7 Millionen Besuche pro Monat (Durchschnitt Januar bis Dezember 2021) gesteigert.[12] Über Social Media erreicht die Seite mehrere Millionen Nutzer im Monat.[11][13][12] Die Plattform erwirtschaftete in der Vergangenheit Verluste[14][15], ist aber nach Angaben der Geschäftsführung seit 2018 profitabel.[13][8] Zwischen 2017 und 2019 stieg der Umsatz von 1,2 Millionen auf 2,65 Millionen Euro.[8]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2019 erschien im Oekom-Verlag das Buch Meine Reise nach Utopia, das viele Inhalte der Website aufgreift. Außerdem vertreibt Utopia eigene Poster zu saisonaler Ernährung und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Verbraucherstudien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Utopia veröffentlichte 2017, 2020 und zuletzt 2022 größere Verbraucherstudien zu Nachhaltigkeit, Konsum und gesellschaftlichem Wandel. Die 2020er-Studie versuchte, Trends im Bereich des nachhaltigen Konsums zu identifizieren, beispielsweise: „Die Abkehr vom Fleisch ist unumkehrbar“, „Verpackungen bleiben ein Kernthema“, „Suffizienz wird zum Trendthema“ oder „Die Jungen prägen den nachhaltigen Konsum der Zukunft“.[16] Aus der 2022er-Studie ging eine „Typologie des nachhaltigen Konsums“ hervor, bei der sechs „Konsumtypen“ identifiziert wurden.[17]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Grieser/Utopia (Hrsg.): Meine Reise nach Utopia: Das Journal für ein nachhaltiges Leben. Oekom-Verlag, München 2019. ISBN 978-3-96238-126-4.

Medienberichte (chronologisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Utopia.de auf dem Bewertungsdienst SimilarWeb, zuletzt abgerufen am 27. Januar 2022.
  2. sueddeutsche.de: Die grüne Utopie (zuletzt abgerufen am 13. Januar 2016)
  3. Videos von Utopia.de auf der Plattform YouTube, abgerufen am 2. April 2019.
  4. "Utopia": Internet-Portal erwirkt einstweilige Verfügung. dwdl.de, 8. September 2014, abgerufen am 24. Februar 2015.
  5. wiwo.de: SPD steigt bei Utopia ein (zuletzt abgerufen am 13. Januar 2016)
  6. Utopia. Abgerufen am 6. Dezember 2022 (amerikanisches Englisch).
  7. Der Utopia-Podcast: Jetzt die neue Folge anhören! Abgerufen am 26. Juli 2020.
  8. a b c Jette Müller, Gymnasium Ohmoor, Hamburg: Grüner Lebensstil: Lesen für ein besseres Leben. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. November 2020]).
  9. Gregory Lipinski: SPD-Medienholding holt bei „utopia.de“ die Umweltbank an Bord | MEEDIA. 17. August 2021, abgerufen am 18. August 2021 (deutsch).
  10. Utopias Rezeptwelt | Nachhaltig Kochen im Alltag. Utopia GmbH, abgerufen am 6. Dezember 2022.
  11. a b http://ausweisung.ivw-online.de/index.php (zuletzt abgerufen am 18. Januar 2019)
  12. a b Mediadaten von Utopia.de, abgerufen am 27. Januar 2022.
  13. a b „Mit nachhaltiger Kaufberatung zur Millionen-Reichweite“, Artikel vom 29.11.18 auf omr.com (zuletzt abgerufen am 8. Dezember 2018)
  14. Plusminus: Öko-Test. In: Das Erste. 18. Mai 2019, archiviert vom Original am 16. Juli 2019;: „Zu den defizitären Unternehmen der vergangenen Jahre gehören […] der Kinderbuchverlag Tivola.“
  15. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2018 der Utopia GmbH laut Bundesanzeiger, abgerufen am 16. Januar 2020.
  16. Meike Gebhard u. a.: Utopia-Studie 2020. Utopia GmbH, 1. März 2020, abgerufen am 24. März 2020.
  17. Meike Gebhard u. a.: Utopia-Studie 2022. Utopia GmbH, 1. April 2022, abgerufen am 2. Mai 2022.
  18. tagesspiegel.de: Mama Maischberger und die Ökowindel (zuletzt abgerufen am 13. Januar 2016)
  19. land-der-ideen.de: Deutschland – Land der Ideen (Memento vom 15. Januar 2016 im Internet Archive) (zuletzt abgerufen am 13. Januar 2016)
  20. Deutsche Umwelthilfe e.V.: Die Preisträger. Abgerufen am 27. November 2018.
  21. 100 Köpfe: Die Brains der Branche. 10. September 2018, abgerufen am 24. Februar 2020.