Utrechter Caravaggisten

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Der verlorene Sohn von Gerard van Honthorst Alte Pinakothek, München

Die Utrechter Caravaggisten waren eine Malschule, die von Hendrick Terbrugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen nach 1620 begründet und unter anderem in Rom tätig war.

Eigenart und Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es war eine neue, charakteristisch holländische Position der Verarbeitung des Werkes von Caravaggio, die vorwiegend sittenbildlich bestimmt war. Neben den Begründern gehörten zu ihnen die Maler Jan van Bijlert, Matthias Stomer und der Meister der Kasseler Musikanten. Bereits Karel van Mander erwähnt in seinem Schilder-boeck die Italienreisen der niederländischen Künstler zu Beginn des 17. Jahrhunderts und deren Italien-Affinität.

Die Utrechter Caravaggisten hatten weitreichende Wirkungen auf die Malerei von Frans Hals, Rembrandt van Rijn und Johannes Vermeer.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Taco Dibbits: Prolog: Caravaggio, die Utrechter Caravaggisten und der junge Rembrandt. In: Ausstellungskatalog Rembrandt und Caravaggio. Rijksmuseum und Van Gogh Museum, Amsterdam, 24. Februar bis 18. Juni 2006.
  • Marcus Dekiert: Musikanten in der Malerei der niederländischen Caravaggio-Nachfolge. Vorstufen, Ikonographie und Bedeutungsgehalt der Musikszene in der niederländischen Bildkunst des 16. und 17. Jahrhunderts (= Bonner Studien zur Kunstgeschichte, Bd 17). Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-6351-4.
  • Jochen Sander (Hg.): Caravaggio in Holland: Musik und Genre bei Caravaggio und den Utrechter Caravaggisten. Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main, 1. April bis 26. Juli 2009. Hirmer, München 2009, ISBN 978-3-7774-8065-7.
  • Ekkehard Mai (Red.): Centraal Museum Utrecht, die Utrechter Malerschule, Caravaggisti des Nordens. Wallraf-Richartz-Museum Köln, 14.3. – 20.5.1984 (Reihe Museen zu Gast). Wallraf-Richartz-Museum, Köln 1984.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Hubala: Propyläen Kunstgeschichte. Die Kunst des 17. Jahrhunderts. Propyläen-Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-549-05109-3, S. 167.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]