Uwe Brinkmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Uwe Brinkmann (* 1977 in Bonn) ist ein deutscher Verwaltungsbeamter. Er ist seit August 2016 hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Bad Schwartau.

Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann im Gespräch mit Bürgern

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am erzbischöflichen Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel 1997[1] studierte Brinkmann Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Das Studium schloss er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen in Hamburg ab. Nach Ableistung des Referendariats bestand er auch das Zweite Juristische Staatsexamen und wurde als Rechtsanwalt zugelassen und trat später in den höheren Dienst des Bundes ein. Im Jahre 2010 wurde er zum Doktor der Rechte (Dr. iur.) promoviert und schloss berufsbegleitend das Studium der Politischen Wissenschaften an der Universität Hamburg als Diplom-Politologe (Dipl.-Pol.) ab.

Die gegen seine Doktorarbeit anonym im Jahre 2011 erhobenen Plagiatsvorwürfe wurden nach Auskunft der Präsidialstelle durch die Juristische Fakultät der Universität Hamburg als unbegründet zurückgewiesen.[2]

Uwe Brinkmann ist Reserveoffizier und diente in allen drei Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe und Marine als Soldat und Beamter). Er trägt den Dienstgrad Fregattenkapitän d. R.[3] Als Beamter in den Streitkräften diente er zunächst als Rechtsberater und Wehrdisziplinaranwalt bei der Division Spezielle Operationen in Regensburg und später bei der 1. Panzerdivision (Bundeswehr) in Hannover bevor er als Rechtsdozent an die Führungsakademie der Bundeswehr wechselte.[4]

Auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene bekleidete er verschiedene Führungspositionen u. a. im Deutschen Bundestag und zuletzt im Bundesministerium der Verteidigung.

Als parteiloser Kandidat wurde er von der SPD für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Schwartau vorgeschlagen und am 8. Mai 2016 gewählt.[5][6]

Überregionale Bedeutung erlangte sein Wirken als Bürgermeister im Dialogforum[7] zum Fehmarnbelttunnel.[8][9]

Brinkmann lebt in Hamburg, ist verheiratet und hat drei Töchter.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Harmonisierung des europäischen Rüstungsmarktes im Spannungsfeld zwischen Art. 296 EGV und Art. 17 EUV. Hamburg, Univ., Diss., 2010
  • Der Schutz deutscher Staatsbürger im Ausland als verfassungsrechtliche Aufgabe der Streitkräfte im Rahmen der Personalverteidigung. In: JURA – Juristische Ausbildung, Band 34, Heft 6 (2012) doi:10.1515/jura-2012-0092

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahrbuch-AG des KFG: 1964-2014 - 50 Jahre Kardinal-Frings-Gymnasium Bonn-Beuel. Hrsg.: Kardinal-Frings-Gymnasium Bonn-Beuel. Bonn 2014, S. 119.
  2. Lübecker Nachrichten, Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany: Bad Schwartau – Der fünfte Kandidat: SPD schickt parteilosen Juristen ins Rennen. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  3. Der Schutz deutscher Staatsbürger im Ausland als verfassungsrechtliche Aufgabe der Streitkräfte im Rahmen der Personalverteidigung.
  4. Stadt Bad Schwartau: Ihr Bürgermeister. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  5. Lübecker Nachrichten, Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany: Bad Schwartau – Der fünfte Kandidat: SPD schickt parteilosen Juristen ins Rennen. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  6. Lübecker Nachrichten, Lübeck, Schleswig-Holstein, Germany: Bürgermeisterwahl in Bad Schwartau – Uwe Brinkmann gewinnt - jetzt kommt die Stichwahl. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  7. Fehmarnbelt Dialogforum – Das Dialogforum. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  8. Olaf Preuß: Ostholstein: Neuer Streit um den Fehmarnbelttunnel. In: DIE WELT. 15. März 2019 (welt.de [abgerufen am 29. Dezember 2020]).
  9. NDR: Fehmarnbeltquerung: Geld für Lärmschutz an Schienen. Abgerufen am 29. Dezember 2020.