Uwe Nittel

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Uwe Nittel auf dem Podium

Uwe Nittel (* 29. Mai 1969 in Michelbach an der Bilz) ist ein deutscher Rallye- und Rennfahrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Nittel Rekordfahrt Mercedes
Der schwäbische Motorsport-Profi Uwe Nittel ist schnellster Diesel-Pilot im Werks-Mercedes C300d 4matic.

Nittel begann seine Motorsportkarriere 1988, zwei Jahre später wurde er in das „ADAC Württemberg Junior-Rallye-Team“ aufgenommen. 1991 gewann er den bundesweit ausgetragenen „ADAC Rallye Junior Cup“.

Nach erfolgreichen Privateinsätzen in der Deutschen Rallye-Meisterschaft und der Rallye-Weltmeisterschaft wechselte er 1996 als Werksfahrer zu Mitsubishi Ralliart Germany. Im gleichen Jahr wurde er Vize-Weltmeister der Gruppe N und von der obersten Welt-Motorsportbehörde FIA als „Rookie of the Year 96“ ausgezeichnet.

1997 und 1998 fuhr Nittel nach dem Aufstieg in die Gruppe A als Teamkollege des vierfachen Weltmeisters Tommi Mäkinen im Mitsubishi Werksteam. In der Rallye-Weltmeisterschaft erreichte er Top-Ten-Platzierungen, u. a. den fünften Gesamtrang bei der Rallye Monte Carlo.

1999 eröffnete er seine eigene Rallyeschule drift&drive, in der er Fahrkurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbietet.

In den folgenden Jahren absolvierte Nittel erfolgreiche Gaststarts in verschiedenen Motorsport-Disziplinen. Seither erzielte er Klassen- und Gesamtsiege bei internationalen Renn- und Rallye-Veranstaltungen. In der Rallye-Weltmeisterschaft gewann er 2000 die Wertung für die seriennahe Gruppe N beim spanischen Lauf, der Rallye Catalunya – Costa Brava. Ebenso siegte er beim Rallye-Masters in Argentinien. 2002 fuhr er den Streckenrekord beim IOF Jordanien-Hillclimb.

2011 startete Nittel für MAN in der Truck-Europameisterschaft und wurde gemeinsam mit seinem Teamkollegen FIA Truck European Team Champion.

Nittel war 20-mal beim weltweit größten Rundstreckenrennen, dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, am Start. Größter Erfolg war der siebte Gesamtrang im Jahr 2007 auf einem straßenzugelassenen Serien-Porsche.

Seine Erfahrungen im Motorsport werden von verschiedenen Automobilhersteller und internationalen Tunern zur Weiterentwicklung ihrer Fahrzeuge im Renn- und Rallyesport sowie in der Serienentwicklung genutzt.

2015 startete Nittel als Werksfahrer für Mercedes-Benz beim Pikes Peak-Rennen in den Rocky Mountains von Colorado. Im seriennahen Mercedes C300d 4matic unterbot er den bisherigen Streckenrekord für Diesel-PKW um über zwei Minuten.[1] Er unterbot zudem die Bestzeiten aller jemals mit Dieselantrieb teilnehmenden Fahrzeuge am Pikes Peak.

Uwe Nittel ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Adelmannsfelden, Baden-Württemberg.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Erfolge
1988 Beginn Motorsport
89-93 Erste Rallyeeinsätze – Deutsche Rallyemeisterschaft
  • 1. Platz Irmscher Sportpokal
  • 1. Platz ADAC Junior Rallye Cup
1994 Rallye Weltmeisterschaft (Ford Escort RS Corworth) Monte Carlo & San Remo
1995 Rallye Weltmeisterschaft (Toyota GT-Four)
  • 1. Platz Monte Carlo Promotionwertung
  • 3. Platz Gruppe N Catalunya/Spanien
  • 5. Platz Gruppe N RAC England
1996 Rallye Weltmeisterschaft (Werksfahrer Mitsubishi)

Vize-Weltmeister in der Gr. N

  • 1. Platz Gruppe N Acropolis/Griechenland
  • 1. Platz Gruppe N Rallye Argentinien
  • 2. Platz Gruppe N Catalunya/Spanien
  • 3. Platz Gruppe N Schweden Rallye
  • 3. Platz Gruppe N 1000 Seen Finnland

Rallye Weltmeisterschaft "Rookie of the Year 96"

1997 Rallye Weltmeisterschaft (Werksfahrer Mitsubishi)
  • 5. Platz Gesamt Monte Carlo
  • 8. Platz Gesamt Catalunya/Spanien
  • 8. Platz Gesamt Tour de Corse/Korsika
  • 6. Platz Gesamt Acropolis/Griechenland
  • 7. Platz Gesamt 1000 Seen Finnland
1998 Rallye Weltmeisterschaft (Werksfahrer Mitsubishi)
  • 7. Platz Gesamt Monte Carlo
  • 7. Platz Gesamt Schweden Rallye
  • 2. Platz Gesamt Rallye Deutschland
  • 9. Platz Gesamt Catalunya/Spanien
2000 Rallye Weltmeisterschaft (Mitsubishi)
  • 1. Platz Gruppe N Catalunya/Spanien
  • 1. Platz Gesamt Rallye Master Argentinien
2001 Rallye Weltmeisterschaft

Testfahrer Subaru Allstar/Prodrive/Mitsubishi Germany

2006
2007
  • 1. Gesamt Ostalb Rallye
  • 1. Gruppe N Rallye Della Marca
  • 1. Gesamt Rallye Baden Württemberg
  • 1. Gesamt Rallye Legend San Marino
2008 Rallye Weltmeisterschaft
2009
  • 1. Platz/Klasse 24 h Classic Rennen
2010 FIA EUROPEAN TRUCK RACING CHAMPIONSHIP
  • 1. Gesamtsieg Rallye Ulm
  • 1. Gesamtsieg Ostalb Rallye
  • 1. Klassensieg GT4 beim 24h- Rennen Nürburgring
2011
  • 1. F.I.A. Truck European Team Campion 2011 für MAN
  • 1. Rallye Della Marca (Ford S2000)
  • GT Masters im SLS AMG GT3 Sachsenring/D
2012 Porsche Sports Cup
2013 Rallye/VLN/24h Rennen
  • 1. Platz/Klasse Rally Prealpi (Mitsubishi EvoX N4)
  • 1. Platz/Klasse VLN 6h Rennen
  • 1. Platz/Klasse Porsche SCup Oschersleben
  • 1. Platz/Gruppe Rally Della Marca (Mitsubishi R4)
  • 2. Platz/Klasse 24h- Rennen Nürburgring
  • 1. Platz/Klasse 24h Classic
2014
  • 1. Platz/Klasse VLN 6h Rennen (Porsche)
2015 Pikes Peak Rekordfahrt 11.37min für Mercedes Benz (Dieselfahrzeuge)

1992–2015 20x Teilnahme am 24h Rennen Nürburgring.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Nittel: Rekordfahrt am Pikes Peak